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Bayer Leverkusen bezwingt Union Berlin spät mit 3:2 – Bellarabi sorgt für Entscheidung

Bayer 04 Leverkusen schlägt am 22. Spieltag der Fußball Bundesliga die „Eisernen“ mit 3:2. Im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei kommt die Werkself erst spät ins Rollen und sichert sich durch den Sieg drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions League Ränge.

Veröffentlicht am 15. Februar 2020 von

(Berlin.) Nach dem furiosen 4:3 Sieg gegen Borussia Dortmund erwartete die Rheinländer aus Leverkusen eine unangenehme Aufgabe. Die „Eisernen“ wollten in ihrer Festung, der Alten Försterei, nach Dortmund und Gladbach den nächsten Champions League Anwärter ärgern.

Union-Coach Urs Fischer änderte seine Startelf auf einer Position. Der in Bremen gelbgesperrte Marvin Friedrich rückte für Florian Hübner in die Dreierkette zurück.

Bei der Werkself rückte Leon Bailey nach seinem starken Auftritt gegen die Borussia für Moussa Diaby in die Startelf. Mitchell Weiser ersetzte Karim Bellarabi. Der kurzfristig an Magendarm erkrankte Linksverteidiger Daley Sinkgraven wurde durch den Brasilianer Wendell ersetzt.

Aufstellungen:

1. FC Union Berlin (3-4-3): Gikiewicz- Friedrich, Schlotterbeck, Subotic (86. Polter) – Trimmel, Andrich, Gentner (76.Prömel), Lenz- Malli (76. Ingvartsen), Andersson, Bülter

Bayer 04 Leverkusen (3-2-4-1): Hradecky- Tah, S. Bender, Tapsoba- Amiri (76. Bellarabi), L. Bender- Weiser (46. Aranguiz), Havertz, Bailey (46. Diaby), Wendell- Volland

 

Union beginnt mutig – Leverkusen ideenlos

Bereits in den ersten Minuten der Partie zeigten die Köpenicker ihr gewohnt kämpferisches Spiel auf. Zudem gelang es den Gastgebern immer wieder spielerische Lösungen und Stafetten zu finden. Bereits nach drei Minuten hatte Union-Torjäger Sebastian Andersson die Führung auf dem rechten Fuß. Nach einem Andrich-Pass fackelte der Schwede nicht lange und verfehlte aus knapp 16 Metern das lange Eck um Zentimeter. In der siebten Minute ist es dann passiert: Christian Gentner hämmerte den Ball nach einer Ablage von Yunus Malli unhaltbar in den linken Knick. Die frühe Führung der Berliner war verdient. Leverkusen fand kaum Lösungen und Union holte sich nahezu jeden zweiten Ball.

Havertz gleicht aus dem Nichts aus

Die frühe Führung spielte den Hausherren in die Karten. Besonders auf Grund der Tatsache, dass an der Alten Försterei in dieser Saison nach Führung noch keine Punkte abgegeben wurden, machten die Berliner mutig weiter. Das nächste Tor erzielten allerdings die Gäste, quasi aus dem Nichts. Ein langer Ball von Jonathan Tah erreichte nach Kopfballverlängerung von Lars Bender Leverkusens Youngstar Kai Havertz, der Keeper Gikiewicz überlupfte (22.). Der Ausgleich änderte am Spielverlauf wenig. Das Spiel machten weiterhin die Berliner, Leverkusen kommt nicht in die gewohnten schnellen Spielzüge und läuft ungewohnter Weise hinterher. Die Partie ging mit einem 1:1 in die Halbzeitpause.

Bosz reagiert – Pyro sorgt für Spielunterbrechung

Die erste Halbzeit konnte Leverkusen Trainer Peter Bosz nicht gefallen. Folgerichtig brachte der Niederländer Moussa Diaby für Leon Bailey und Charles Aranguiz für Mitchel Weiser in die Partie. Die anfängliche Dreierkette wurde somit auf eine Viererkette umgestellt, bei der Kapitän Lars Bender vom zentralen Mittelfeld auf die Rechtsverteidiger Position rückte. Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit begann zerfahren. Kleine Fouls und eine besser organisierte Leverkusener Mannschaft sorgten für keinen Spielfluss auf beiden Seiten. Zudem wurde das Spiel durch Schiedsrichter Harm Osmers zwei mal für rund drei Minuten unterbrochen, da die 2.500 mitgereisten Leverkusen Pyrotechnik im Block abbrannten (6o. & 64.).

Wenig Chancen auf beiden Seiten – Diaby plötzlich frei durch

Bis zur 75. Minute passierte recht wenig vor den beiden Toren. Leverkusen kam nun besser ins Spiel, bei den Köpenickern schwanden mehr und mehr die Kräfte. Dennoch hatte Robert Andrich nach einer Gentner-Ablage die erste gute Chance des zweiten Durchgangs. Sein Schuss aus 13 Metern verfehlte das Tor deutlich (76.). Urs Fischer brachte mit Grischa Prömel und Marcus Ingvartsen frische Kräfte in die Partie (76.). Beide Teams spielten auf die drei Punkte. Nach zwei gescheiterten Ecken war es schließlich der eingewechselte Moussa Diaby, der nach einem hohen Pass von Bayers Top-Scorrer Kevin Volland frei vor Gikiewicz auftaucht und cool einschiebt.

Bülter antwortet schnell – Bellarabi setzt in siebenminütiger Nachspielzeit den Schlusspunkt

Die Führung der Leverkusener hielt nicht lange. Der Doppeltorschütze des letzten Spiels bei Werder Bremen, Marius Bülter, brachte Union bereits drei Minuten später mit einem sehenswerten Schlenzer in den rechten Winkel zurück ins Spiel (87.). Zuvor hatte sich der eingewechselte Sebastian Polter stark gegen Jonathan Tah durchgesetzt und den gebürtigen Westfalen in Szene gesetzt. Die Anzeigetafel des vierten Offiziellen zeigte durch die pyrotechnikbedingten Unterbrechungen sieben Minuten Nachspielzeit an. Union kam in der Folge nicht mehr richtig in die Zweikämpfe und lies in den Schlussminuten mehr zu, als in der gesamten Partie. Der ebenfalls eingewechselte Karim Bellarabi war es schlussendlich, der samt Doppelpass mit Aranguiz die gesamte Union Verteidigung aushebelte und aus spitzem Winkel Rafal Gikiewicz im kurzen Eck überraschte (90.+4). Union versuchte alles, bot einen aufopferungsvollen Kampf und war in der letzten Sekunde ganz nah am erneuten Ausgleich dran. Torwart Gikiewicz kam bei einer letzten Ecke mit nach vorne und tauchte plötzlich frei vor Hradecky auf (90.+8). Sein leicht verunglückter Schuss landete in den Armen des finnischen Bayer-Schlussmanns. So endete die Partie mit einem etwas glücklichen Auswärtssieg der Rheinländer.

Bayer bleibt oben dran – Union weiterhin auf gutem Weg

Durch den Sieg bleibt die Werskelf lediglich zwei Punkte hinter den Champions League Plätzen. Die nächste Aufgabe wartet für die Werkself bereits am Donnerstag gegen den portugiesischen FC Porto in der Europa League. Drei Tage später soll im Heimspiel gegen Augsburg der nächste Dreier her.

Die Eisernen aus Berlin bleiben weiterhin neun Punkte vom Relegationsplatz entfernt und sind somit auf einem guten Weg Richtung Klassenerhalt. Am 23. Spieltag geht es zur Eintracht nach Frankfurt. Dort sollen ohne den gelbgesperrten Kapitän Christopher Trimmel weitere Punkte für den Klassenerhalt her.

 

Tom Ediger, Sportmarketing & Sportjournalismus

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Schlagworte: 1. Bundesliga, 1. Fc Union Berlin, Abstiegskampf, Alte Försterei, Bayer 04 Leverkusen, Championsleague

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Datum: 15. Februar 2020
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