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Champions League im K.O.-System

Die Uefa Champions League Saison 2019/2020 wird trotz der weltweiten Corona-Pandemie fortgesetzt. Damit schließt sich die Königsklasse der Mehrheit der nationalen Wettbewerbe an. Der Sieger der international begehrten Trophäe soll in einem Knockout-Turnier in Lissabon ermittelt werden.

Veröffentlicht am 30. Juli 2020 von

Die nationalen Ligen in Europa sind bereits beendet oder neigen sich dem Ende entgegen. Nach dem Saisonabschluss folgte bisher immer die wohlverdiente Sommerpause für die Profis, um dann gut regeneriert in die Vorbereitung für die nächste Spielzeit zu starten. Bisher ging der Abschluss der internationalen Wettbewerbe immer mit dem Ende der nationalen Wettbewerbe einher. Doch die globale Corona-Pandemie machte diesen Plänen bereits früh einen Strich durch die Rechnung. Denn die Champions League wird dieses Jahr aufgrund der langen Pause und der damit verbundenen Verlängerung der Ligen erst im August stattfinden. Während am 7. und 8. August in den noch ausstehenden Achtelfinal-Rückspielen die Sieger ermittelt werden, wird der restliche Wettbewerb als K.O.- Turnier ausgespielt. Die besten 8 Mannschaften in Europa werden sich dann zwischen dem 12. bis 27. August in Lissabon messen.

Königsklasse ohne Deutsche Stars

Durch das eigentliche Saisonende am 30. Juli ergeben sich dieses Jahr in der Königsklasse einige Kuriositäten. Unter anderem laufen Spielerverträge aus und der Transfermarkt ist bereits in vollem Gange. Mit Leroy Sane beispielsweise ist bereits ein international mit großer Aufmerksamkeit verfolgter Top-Deal über die Bühne gegangen. Der 24-Jährige Nationalspieler ist für unter 50 Millionen Euro von Manchester City zum FC Bayern München gewechselt. Und er hat große Pläne mit dem deutschen Rekordmeister. Bei seiner Vorstellung verriet er: “ Die Champions League ist ganz oben dabei“. Doch dabei wird er den Bayern dieses Jahr nicht helfen können. Die Regularien der Champions League besagen, dass er nicht für die Münchner spielberechtigt ist, da der Wettbewerb theoretisch zur Vorsaison zählt. Das gleiche gilt für Timo Werner der seit dem 1. Juli beim FC Chelsea unter Vertrag steht. Für seinen Ex-Club RB Leipzig, den er mit seinen 4 Treffern und 2 Assists ins Viertelfinale geschossen hat, wird er in Portugal also nicht auflaufen können.

Knockout-Turnier statt Hin- und Rückspiel

Doch nicht nur einige Spieler werden beim finalen Turnier fehlen, auch der Spielmodus wird ein anderer sein als sonst. Durch die Pandemie bedingt werden die Mannschaften ähnlich wie es zur Zeit in den USA von der NHL und der NBA vorgemacht wird alle in einem Ort leben und spielen. Als Austragungsort wurde Lissabon ausgewählt. Die portugiesische Hauptstadt bietet mit dem Estadio de Luz – der Heimstätte von Benfica Lissabon und dem Estádio José Alvalade, dem Stadion in dem Sporting Lissabon noralerweise seine Heimspiele austrägt, zwei Spielorte. Das ganze Turnier wird im KO.- System zu Ende gespielt. Auch das ist eine Premiere für die Königsklasse. Bisher wurde die Champions League bis zum Finalspiel immer mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Auch das Regelwerk muss auf diese neue Situation angepasst werden. Da es nun keine Spiele mehr im eigenen Stadion vor den eigenen Fans geben wird, woraus viele Teams einen mentalen Vorteil ziehen, wird es dementsprechend auch keine Auswärtstorregel geben. Das neue System ist also dem DFB-Pokal ähnlich, außer dass die Champions League auf neutralem Boden gespielt wird und somit kein Team bevor- oder benachteiligt wird.

Unterschiedliche Vorraussetzungen

Dass die Vorrausetzungen trotzdessen nicht für alle Teams gleich sind zeigt das Beispiel von Paris Saint Germain. Denn die heimische Ligue 1 hat als einzige der europäischen Top-Ligen bereits im März den Spielbetrieb abgebrochen und die Saison damit vorzeitig beendet. Ausgenommen von den zwei nationalen Pokalendspielen von denen eins morgen gegen Olympique Lyon ansteht, haben die Pariser also seit Ende Februar kein Pflichtspiel mehr bestritten. Im Gegensatz zum französischen Serienmeister befindet sich der Viertelfinalgegner Atalanta Bergamo zur Zeit voll im Wettkampfmodus und kämpft in der Serie A noch um die Champions-Leauge Plätze.

Unmut bei den Fans

Bei den Fans gibt es unterdessen gespaltene Meinungen über die Art und Weise wie die Champions League fortgeführt wird. In den Sozialen Netzwerken wird darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist diesen Wettbewerb, der in der Vergangenheit gerade durch die Fans und besondere Hin- und Rückspielkonstellationen besondere Momente im Fußball hervorgebracht hat, in einem völlig neuen Turniermodus fortzusetzen.

Was die Fans von der CL als K.O.- Turnier halten:

Tim Römmert, Sportjournalismus&Sportmarketing (BA-SJ-14-H-VZ, Spportlehrredaktion)

Quellen: https://www.transfermarkt.de/timo-werner/leistungsdaten/spieler/170527, https://www.abendblatt.de/sport/article229440660/Leroy-Sane-will-mit-Bayern-die-Champions-League-gewinnen.html, https://www.sportbuzzer.de/artikel/champions-league-auslosung-fc-bayern-sane-werner-tuchel-psg-rb-leipzig/, https://www.spiegel.de/sport/fussball/champions-league-finalturnier-2020-in-lissabon-termine-spielplan-favoriten-a-42bdbf09-4a0d-4ba4-99aa-d2ed4767ab46

 


Schlagworte: Atalanta Bergamo, Bayern München, Champions-League, CL-Turnier, FC Chelsea, Fußball, Leroy Sané, Lissabon, PSG, Timo Werner, UCL

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Datum: 30. Juli 2020
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