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Der 1. FC Köln setzt alles auf Anfang

Die Euphorie beim abgeschlagenen Letzten der abgelaufenen Bundesliga-Saison ist zurückgekehrt. Im Unterhaus der Bundesliga stehen die Zeiger auf Null und nicht zuletzt dies stimmt die Fans zuversichtlich. Mit Markus Anfang (44) ist ein deutlicher Ruck im Verein erkennbar. Das Training scheint intensiver, die Spieler in einer körperlich guten Verfassung und auch die Ergebnisse stimmen wieder.

Veröffentlicht am 24. August 2018 von

Es war die schlechteste Saison des 1. FC Köln in der insgesamt 70-jährigen Vereinshistorie und gleichzeitig der wohl unnötigste Abstieg aller Zeiten. Eigentlich genug Gründe seinen Unmut gegenüber dem Verein kundzutun. Doch der neue Mann an der Seitenlinie der Kölner bietet bislang wenig Grund zur Kritik. Seine offene Art und Weise findet bei Mitgliedern und Fans Anklang und bildet ein komplettes Gegenstück zu seinem Vorgänger Peter Stöger. Während Stöger beim FC als introvertierter, nüchterner Coach bekannt geworden ist, der das Fußballspielen auch gerne einmal vermeiden ließ, um Hauptsache einen Punkt einzuheimsen, steht Markus Anfang für Spektakel. Der jüngste 1:9  Erfolg im vergangenen Pokalspiel gegen Dynamo Berlin war bereits ein erster Hinweis, dass Anfang keine leeren Versprechen macht.

50.000 Fans feiern den neuaufgebauten 1. FC Köln bei Saisoneröffnung

Nachdem der 1. FC Köln neben Werder Bremen auch Mainz in der Vorbereitung schlagen konnte, war das Kölner Gemüt etwa eine Woche vor dem Saisonstart in Bochum mehr als beruhigt. Wohl auch ein Grund, weshalb zur Saisoneröffnung rund um das RheinEnergieSTADION ca. 50.000 Fans die neuformierte Mannschaft feierten, welche den Verein schnellstmöglich wieder in die Bundesliga führen soll. Dementsprechend sortierte FC-Geschäftsführer Armin Veh die Situation ein: „Wir haben ein schwieriges halbes Jahr gehabt mit einer großen Krise. Die Krise haben wir aufgearbeitet und abgeschlossen. Es gibt nur noch das Jetzt und die Zukunft“. Auch Toni Schumacher ließ sich noch auf der Bühne zu einem Statement verleiten: „Wir haben ein gutes Trainerteam, die Mannschaft ist gut aufgestellt. Ich bin überzeugt, dass wir unsere Ziele erreichen werden.“ Das Ziel für die kommende Saison ist klar: der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Dazu braucht der FC die volle Unterstützung seiner Fans. „Mer sin eins. Es geht nur zusammen“, appellierte der Vizepräsident. Die Zeichen stehen also auch in der Geschäftsführung und dem Präsidium eindeutig auf Neuanfang.

Gelungener Auftakt: 1. FC Köln startet mit vier Punkten aus zwei Spielen

Die Anspannung fiel allen Beteiligten nach dem Schlusspfiff ab: Der 1. FC Köln gewinnt den so wichtigen Auftakt in Bochum mit 2:0. Dass gerade ein Sieg zu Beginn der neuen Saison unglaublich wertvoll sein kann, zeigt das Negativbeispiel aus Hamburg. Der Hamburger SV hat sich trotz ähnlich hohen Erwartungen an die kommende Spielzeit gegen Holstein Kiel nicht beweisen können und ging mit 0:3 im ersten Heimspiel der Saison unter. Das Echo in den Medien und innerhalb der Anhängerschaft ist erwartungsgemäß negativ ausgefallen. Auch wenn der 1. FC Köln in Bochum keine Glanzleistung abspulte, war das Spektakel dennoch gegeben. Die Partie hatte alles: Tore, einen nicht gegebenen Elfmeter und einen Platzverweis.

Selbst der kleine Dämpfer am zweiten Spieltag im Heimspiel gegen Union Berlin brachte die Stimmung im Verein nicht ins wanken. Mit Union kam einer der Mitfavoriten auf den Aufstieg in das heimische RheinEnergieSTADION. Trotz des eher mauen Ergebnisses (Endstand 1:1) lässt sich festhalten, dass sich der 1. FC Köln gerade was das kreieren von Großchancen angeht, stark verbessert zeigt. Union Berlin wurde deutlich dominiert, was auch die Zahlen der Partei aufweisen: Doppelt so viele Torschüsse (18:9) gaben die Kölner ab und auch der Ballbesitz sprach mit rund 65% eine deutliche Sprache. Eine klare Handschrift des neuen Trainers ist erkennbar, einzig und allein die Torausbeute war zu diesem Zeitpunkt noch ausbaufähig.

DFB-Pokal: 1. FC Köln schießt sich für die Liga warm 

Am vergangenen Wochenende stand für die Teilnehmer des DFB-Pokals die 1. Hauptrunde an. Während sich die großen Favoriten auf den Titelgewinn wie der FC Bayern München, Borussia Dortmund oder auch Schalke 04 gegen ihre unterklassigen Gegner mehr als schwer taten, hat sich der 1. FC Köln bei Dynamo Berlin so richtig für die 2. Liga warmgeschossen. Nach der überraschenden Führung von Dynamo Berlin brannten die Kölner ein Torfeuerwerk ab. Am Ende lautete der Endstand 1:9 und der FC zeigte erstmals nicht nur in Ansätzen, was mit dieser Mannschaft vor allem spielerisch zu erreichen ist.

Auch wenn man den Sieg gegen einen Viertligisten nicht allzu hoch bewerten sollte, für die Anhängerschaft des 1. FC Köln war der Erfolg Balsam für die geschundene Fan-Seele. Bleibt abzuwarten, wie sich der 1. FC Köln nun in seinem zweiten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue schlägt und ob die Tormaschine der Kölner nun endgültig ins Laufen kommt.

Doch wie empfinden die angesprochenen Fans die derzeitige Stimmungslage beim 1. FC Köln? Wir haben uns einmal auf dem Vereinsgelände am Geißbockheim umgehört und Stimmen von Fans und Mitarbeitern des FC eingefangen.

 

Ein Beitrag von Philip Zimmer aus dem Studiengang BA-SJ-07-K-VZ

Geschrieben am 24.08.2018


Schlagworte: 1. FC Köln, 2. Bundesliga, Fußball

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Datum: 24. August 2018
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