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Frauen-Nationalmannschaft kämpft um Anerkennung

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen kämpft bei der Weltmeisterschaft in Frankreich um ihren dritten Titelgewinn. Doch neben dem sportlichen Erfolg müssen die Spielerinnen noch immer um Anerkennung in der Gesellschaft kämpfen.

Veröffentlicht am 25. Juni 2019 von

Nach dem 3:0-Erfolg gegen Nigeria stand den DFB-Akteurinnen die Erleichterung in das Gesicht geschrieben. Durch den Triumph gegen die Afrikanerinnen stehen die Deutschen erneut im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft.  Während wichtige Siege der Herren-Nationalmannschaft in den Innenstädten hierzulande mit Autokorso gefeiert werden, scheint bei der Frauen-Weltmeisterschaft noch keine Euphorie aufzukommen.

„Die Deutschen werden mit Angeboten, Fußball zu sehen, ja fast erschlagen. Der Männerfußball hatte sich schon fest etabliert, als die Frauen-Bundesliga 1991 hinzukam“, versucht Hannelore Ratzeburg aus dem DFB-Präsidium schon 2015 gegenüber des „Tagesspiegels“ das Ungleichgewicht zu erklären. Dabei können sich die Erfolge der Nationalmannschaft sehen lassen. 2003 und 2007 gewann die Mannschaft die Weltmeisterschaft. Hinzu kommen acht Titelgewinne auf europäischer Bühne.

Titel soll Kritiker verstummen lassen

Auch bei der Endrunde in Frankreich gehört das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, neben dem Gastgeber und den USA, zum engen Favoritenkreis. Nach den Gruppensiegen über China, Spanien und Südafrika ließen die Deutschen im Achtelfinale auch Nigeria keine Chance. Mit einem Sieg über Schweden können sich die DFB-Frauen nun unter die besten Vier spielen. Doch für die Spielerinnen geht es um mehr. Noch immer können viele Menschen nichts mit dem Frauenfußball anfangen. Zu den bekanntesten Kritikern gehört Mario Basler. 2011 schreibt der Europameister in einer „Bild“-Kolumne, dass Fußball nichts für Frauen sei. „Wenn Mädels auf dem Rasen rumtoben wollen, sollen sie ein Netz aufstellen und Tennis spielen“, poltert der heute 50-Jährige weiter.

„Akzeptiert endlich, dass wir Frauen auch Fußball spielen“

Meinungen wie diese sind es, die den Spielerinnen sauer aufstoßen. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft appelliert die ehemalige Nationalspielerin Julia Simic gegenüber „Sport1“: „Akzeptiert endlich, dass wir Frauen auch Fußball spielen und das auch in Zukunft tun werden – ob ihr unsere Namen kennt oder nicht.“ Bei einem WM-Triumph könnte sich dies ändern.

Welchen Stellenwert hat die Frauen-Weltmeisterschaft bei Ihnen? Wir haben uns umgehört:

Ein Bericht von Lars Nachtsheim und Jannik Kube (BA-SJ-09-K-VZ, Modul: Software-Grundlagen)


Schlagworte: basler, Deutschland, DFB-Frauen, Frauen-Nationalmannschaft, Frauen-WM, Frauenfußball, Fußball, Fußballweltmeisterschaft, mario basler, Sommerloch, Weltmeisterschaft, Weltmeisterschaft 2019

Artikelinformationen


Datum: 25. Juni 2019
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