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Ein historischer Erfolg für die Recken? – European League als Hoffnungsschimmer

Am 05. Mai 2026 war es so weit. Das alles entscheidende Rückspiel im European League Viertelfinale zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der SG Flensburg-Handewitt. Durch ein Unentschieden (39:39) im Hinrundenspiel, fühlte sich für beide Mannschaften der Einzug in das Halbfinale zum Greifen nahe an.

Veröffentlicht am 29. Mai 2026 von

(Hannover.) Für die TSV Hannover-Burgdorf, in Fankreisen auch als „Recken“ bekannt, wäre die Qualifikation für das Final4 in Hamburg ein historisches Ereignis gewesen. Noch nie sind die Niedersachen in der European League bis ins Halbfinale gekommen. Nachdem das Hinspiel gegen das Team aus Flensburg, welches die vergangenen zwei Jahre in Folge die European League für sich entscheiden konnte, mit 39:39 in einem Unentschieden geendet hat, schien der historische Traum der Recken realer aus zuvor.

Schwierige Saison

Die Saison 2025/26 ist für die Recken von vielen Tiefs durchzogen. Die vergangene Saison haben sie in der Daikin Handball Bundesliga auf Tabellenplatz sechs beendet, wodurch sie sich für die European League qualifiziert hatten. Doch dieses Jahr stellt die Mannschaft vor eine Herausforderung. Nach 32 Spieltagen, in welchen sie gerade mal elf Siege einfahren konnten, sechs weitere Partien in einem Unentschieden geendet sind und die Niedersachsen die restlichen 15 Spiele verloren haben, befinden sie sich auf Platz zehn der Tabelle und es steht keine internationale Platzierung für die kommende Saison in Aussicht. Die Dynamik innerhalb der Mannschaft wurde zudem durch einen vorgezogenen Trainerwechsel mitten in der Saison zusätzlich auf die Probe gestellt. Der Verein kündigte am 05. Januar 2026 an, dass Juan Carlos Pastor ab sofort die Position des Cheftrainers übernehmen und Christian Prokop ablösen wird.

Ausnahme: European League

Im Gegensatz zur Handball Bundesliga läuft es in der European League für das Team aus Niedersachsen fantastisch. In der Vorrunde haben sie beide Spiele gegen das Team RK Alkaloid aus Nordmazedonien erst zu Hause mit hervorragender Leistung vor dem heimischen Publikum in der Swiss Live Hall mit 37:27 und anschließend in Nordmazedonien mit 29:28, also aus beiden Spielen insgesamt elf Toren plus, gewonnen und sich für die Gruppenphase qualifizieren können. In der Gruppenphase überraschen die Recken ihre Fans mit zehn Punkten aus sechs Spielen, bei welchen sie sich nur gegen das dänische Team Fredericia HK geschlagen geben müssen und mit einer Tordifferenz von plus 23 erzielten Toren rausgehen. Auch in der Hauptrunde haben sie gut abgeliefert und insgesamt vier von sechs Partien gewonnen, wobei der Sieg und die Niederlage aus den Partien gegen Fredericia HK aus der Gruppenphase in die Hauptrunde übertragen worden sind. In der Tabelle ihrer Gruppe in der Hauptrunde stehen sie auf dem ersten Platz und qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale. Dort treffen sie nun auf einen ihnen mehr als gut bekannten Gegner: die SG Flensburg-Handewitt, ebenfalls ein Team aus der Daikin Handball-Bundesliga.

Die Herausforderung Flensburg

Das Team aus dem Norden ist den Hannoveranern wohlbekannt. Sie haben in den vergangenen Jahren durch die gemeinsame Teilnahme in der ersten Bundesliga schon einige Spiele gegeneinander bestritten. Im direkten Vergleich der letzten fünf Partien vor den zwei Aufeinandertreffen im Viertelfinale haben die Recken gerade mal eine, mit 31:30, knapp gewonnen und die übrigen vier verloren. Auch in entscheidenden Spielen, wie dem DHB-Pokal Achtelfinale in der Saison 2024/25 waren die Flensburger der Mannschaft rund um Kapitän Marius Steinhauser überlegen und die Recken sind mit einer 26:33-Niederlage aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Die Aussichten für die zwei Viertelfinalspiele waren für die Hannoveraner und ihre Fans also nicht rosig. Als die Partie am 29. April jedoch abgepfiffen wird, steht auf der Anzeigetafel 39:39. Die Recken haben im Rückspiel in Hannover eine Chance!

Doch knapp eine Woche später, am 05. Mai, zerplatzt der Traum der Recken. Obwohl sie in der ersten Hälfte noch mit den Flensburgern mithalten können und zur Halbzeit mit nur zwei Toren hinten liegen (20:22), setzen sich die Flensburger mit 43:35 am Ende durch und qualifizieren sich für das Final4, das am 30. und 31. Mai 2026 in Hamburg stattfindet.

 

Trotz dieses bitteren Ausscheidens der Recken können sie mit Stolz auf ihre European League Saison zurückblicken, obwohl es insgesamt ein Jahr voller Rückschläge und Veränderungen war. Und doch hat die Mannschaft rund um ihren neuen Trainer Juan Carlos Pastor gezeigt, wie viel Potenzial in ihr steckt. Die Recken haben ihren Fans bewiesen, dass sie auf der internationalen Ebene durchaus mithalten können, was Hoffnung für die Zukunft weckt.

 

Eine Reportage von Finja Sophie Don im Modul „Journalistische Darstellungsformen“ im Studium BA-SJ-32-H-VZ-KS

Quellen:

https://www.handball-world.news/spiel/tsv-hannover-burgdorf-gegen-sg-flensburg-handewitt-5198739/bericht

https://www.daikin-hbl.de/de/hbl/tabelle

https://www.eurohandball.com/en/news/en/goal-record-brings-flensburg-to-the-winamax-ehf-finals/

https://www.sueddeutsche.de/sport/handball-european-league-titelverteidiger-flensburg-steht-erneut-im-final-four-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260505-930-39111

https://www.flashscore.de/handball/europa/european-league/tabelle/KSIW6Lft/tabelle/auswarts/


Schlagworte: Daikin Handball Bundesliga, Die Recken, European League, Final4, Handball, SG Flensburg-Handewitt, TSV Hannover-Burgdorf

Artikelinformationen


Datum: 29. Mai 2026
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