Fußball
Letztes Heimspiel: Volkspark feiert Vuskovic und HSV
Am 10.05. absolvierte der HSV das letzte Heimspiel dieser Bundesligasaison. Besonders dabei: Auf den Tag genau vor einem Jahr wurde mit einem 6:1 gegen den SSV Ulm der Aufstieg perfekt gemacht.
(Hamburg.) Obwohl es beim Spiel gegen den SC Freiburg für die Hamburger um nichts mehr ging, wollte der HSV seinen Fans einen gebührenden Saisonabschluss vor heimischer Kulisse ermöglichen. So betonte Merlin Polzin auf der Pressekonferenz vor der Partie: „Wir schenken überhaupt nichts ab“. Mit dem 3:2 Heimsieg gegen den frisch gebackenen Europa-League Finalisten aus Freiburg bestätigten die Hamburger diese Mentalität.
Der Spielverlauf
Neun Jahre nach seinem Bundesliga-Debüt traf Bakery Jatta nach Vorlage von Albert Grönbaek erstmals für den HSV im deutschen Oberhaus. Mit seinem Treffer in der 14. Minute leitete Jatta den Heimsieg ein. Dem SC gelang zwar zwei Minuten später der Ausgleich, aber niemand geringerer als Luka Vuskovic brachte die Rothosen in der 64. Minute durch einen Freistoß zurück auf die Siegerstraße. Nach einem schönen Steckpass von Nicolai Remberg erzielte Fabio Baldé das zwischenzeitliche 3:1. Den Freiburgern gelang durch ein weiteres Tor von Igor Matanovic an diesem Tag nur noch der 3:2 Anschlusstreffer.
Frenetisch gefeierter Abgang
Das letzte Heimspiel dieser Saison bedeutete zu 99,9 Prozent auch das letzte Spiel von Luka Vuskovic im Volkspark. So betitelte der junge Kroate nach dem Spiel gegenüber dem Hamburger Abendblatt selbst die Wahrscheinlichkeit, dass er den HSV verlässt. Vuskovic erzielte kurz vorher noch sein sechstes Saisontor und wurde bei seiner Auswechslung mit Sprechchören und Standing-Ovations wie eine Legende gefeiert, die schon jahrelang das Trikot der Rothosen trägt. Der Innenverteidiger selbst war es auch, der zusammen mit Kapitän Yussuf Poulsen als Erstes die Ehrenrunde zum Abklatschen mit den HSV-Fans drehte.
Der 19-jährige Innenverteidiger sagte nach dem Spiel in einer vom Verein veröffentlichten Presseerklärung: „Es war ein emotionaler Moment. Ich bin so glücklich, ein Teil dieses Clubs zu sein. Ich habe nicht genug Worte dafür – es ist pure Freude.“ Dennoch wird der Kroate nach Ablauf dieser Saison vorerst zu seinem Stammverein Tottenham Hotspur zurückkehren. Ob er das Trikot der Spurs in der nächsten Spielzeit auch tragen wird, ist derzeit noch unklar. Zunächst steht für den 19-Jährigen die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada an. Für das Turnier wurde Vuskovic in den Kader der kroatischen Nationalmannschaft berufen.
Meilensteine für HSV-Eigengewächse
Nicht nur Luka Vuskovic stand beim Spiel gegen Freiburg im Mittelpunkt. Von dem Ausfall Robert Glatzels, der mit Wadenproblemen zu kämpfen hat, profitierte ein Mann, der sein Startelf-Debüt in der Bundesliga feierte: Otto Stange. Stange sagte nach dem Spiel am vereinseigenen Mikrofon: „Das erste Mal in der Bundesliga in der Startelf zu stehen, hat Spaß gemacht. Ich hatte Gänsehaut, als ich eingelaufen bin. Es ist etwas anderes, von Beginn an zu spielen, als eingewechselt zu werden.“
Auch zwei Einwechslungen kurz vor Ende sorgten für die Bundesliga-Debüts von Shafiq Nandja und Louis Lemke. Mit 16 Jahren und 214 Tagen löst Lemke damit Omar Megeed als jüngsten HSV-Debütanten ab. Für die beiden Eigengewächse wurden Vuskovic und Fabio Vieira ausgewechselt wobei Letzterer ebenfalls nur per Leihe beim HSV spielt und auch für seine Verdienste gefeiert wurde. Beim portugiesischen Spielmacher dürfen sich die Anhänger aber eine höhere Chance auf einen Verbleib ausrechnen, als bei Vuskovic und seinen besagten 0,1 Prozent.
Saisonziel erreicht
Der HSV hat mit dem Klassenerhalt das Saisonziel erreicht. Mit Blick auf die neue Saison steht ein weiterer Umbruch bevor. Für viele Leihspieler, die nicht fest verpflichtet werden sollen oder können müssen Alternativen gefunden werden. Finanzvorstand Eric Huwer kündigte im NDR-Interview an: „Wir haben einen Umbruch. Der wird aber nicht so intensiv sein wie der im letzten Jahr.“ Vor dem HSV steht also eine spannende Transfer- und Sommerpause. Und gerade in Sachen Luka Vuskovic sollten die HSV-Fans nicht traurig sein, dass es zu Ende ist, sondern viel mehr glücklich sein das es überhaupt passiert ist.
Ein Bericht von Paul Muschalik (Modul: Journalistische Darstellungsformen Kurs: BA-SJ-32-H-VZ-KS)
Quellen:
Selbst vor Ort
https://www.mopo.de/sport/hsv/hsv-juwel-stange-gaensehaut-selbstkritik-und-krasse-tor-ansage/
https://www.youtube.com/watch?v=9m-eQ_QOp_M&t=428s
https://www.kicker.de/der-hsv-feiert-vuskovic-und-braucht-ersatz-1218184/artikel
https://onefootball.com/de/news/kampf-um-die-goldene-ananas-der-hsv-plan-fuer-den-endspurt-42842880
https://www.hsv.de/news/ein-tolles-gefuehl-den-fans-noch-einmal-etwas-zurueckzuge
https://www.kicker.de/hsv-gegen-freiburg-2026-bundesliga-5051047/aufstellung
Schlagworte: 1. Bundesliga, Abschied, Debütant, Fußball Weltmeisterschaft, Hamburg, Heimsieg, HSV, Klassenerhalt, SC Freiburg, Sommerpause, Umbruch, Volksparkstadion





