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Mateta als Erlöser – Crystal Palace krönt sich zum Conference-League-Sieger

(Leipzig.) Der Traum von Europa fand am Mittwochabend in der Leipziger Red Bull Arena seinen ultimativen Höhepunkt. In einem packenden Finale der UEFA Conference League setzte sich der Favorit Crystal Palace hauchdünn mit 1:0 gegen den spanischen Außenseiter Rayo Vallecano durch. Das Tor des Tages erzielte ein in Deutschland bestens Bekannter: Ex-Mainzer Jean-Philippe Mateta.

Veröffentlicht am 29. Mai 2026 von

Historisches Novum in Leipzig

Schon vor dem Anpfiff war spürbar, dass es sich um ein historisches Aufeinandertreffen handelte. Weder die Engländer noch die Spanier standen jemals zuvor in einem großen europäischen Endspiel. Entsprechend groß war die Sehnsucht. Während die „Eagles“ aus London ihre einzigen internationalen Gehversuche 1998 im Intertoto Cup machten, lag Rayos einzige Europa-Reise ins Viertelfinale des UEFA-Pokals bereits ein Vierteljahrhundert (2000/01) zurück. Ein direktes Duell der beiden Teams gab es in Pflichtspielen noch nie.

Auf den Trainerbänken saß geballte Final-Erfahrung: Palace-Coach Oliver Glasner, der 2022 Eintracht Frankfurt zum Europa-League-Triumph geführt hatte, schickte unter anderem den damaligen Frankfurter Finaltorschützen Daichi Kamada von Beginn an aufs Feld. Auf den Rängen spiegelte sich diese historische Dimension wider: Eine überragende, ohrenbetäubende Stimmung peitschte beide Teams von der ersten Minute an nach vorne.

Nervöser Beginn und spanische Härte

Auf dem Rasen war die monumentale Bedeutung der Partie zunächst vor allem den Spielern anzumerken. Beide Mannschaften starteten extrem nervös, von spielerischer Leichtigkeit war wenig zu sehen. Stattdessen regierte der Respekt vor Fehlern. Den ersten echten Aufreger gab es in der 19. Minute, als Rayos Innenverteidiger Pathé Ciss am Ball vorbeilief und seinen Gegenspieler rüde abräumte, was eine klare Gelbe Karte, aber auch die Verhinderung einer guten Palace-Chance nach sich zog. Nur drei Minuten später holte sich auch sein Teamkollege Isi Palazón den gelben Karton ab.

Doch trotz der frühen Verwarnungen verbuchten die Spanier die erste Torannäherung des Spiels. In der 39. Minute wurde es dann richtig gefährlich: Rayos Unai López zog aus der zweiten Reihe ab, der Ball rauschte nur haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Die Engländer brauchten bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte, um gefährlich zu werden. Nach einer unübersichtlichen Situation versagten Tyrick Mitchell freistehend vor dem Tor die Nerven und er vergab die Riesenchance zur Führung.

Mateta lässt den Block explodieren

Dieser späte Weckruf zeigte Wirkung, denn Crystal Palace kam wie verwandelt aus der Kabine. Die Londoner dominierten plötzlich das Geschehen und belohnten sich prompt in der 51. Minute. Nach einem wuchtigen Distanzschuss von Adam Wharton konnte Rayo-Keeper Augusto Batalla den Ball nur klatschen lassen. Jean-Philippe Mateta stand goldrichtig und staubte eiskalt zum 1:0 ab. Im Londoner Fanblock herrschte daraufhin die komplette Ekstase.

Und Palace blieb weiter am Drücker. Kurz darauf in der 56. Minute hatten sie dann brutales Doppel-Alu-Pech: Yéremy Pino traf bei einem Freistoß aus gut 20 Metern erst den linken, dann den rechten Innenpfosten, ehe Rayo den Ball in höchster Not vor der Linie klären konnte. Kaum sechzig Sekunden später parierte Batalla glänzend gegen den entfesselten Mateta, und kurz darauf schoss Ismaïla Sarr nach einem starken Solo ans Außennetz. Rayo wankte, fiel aber nicht.

Rayos Schlussoffensive bleibt unbelohnt

Die Madrilenen brauchten Zeit, fanden ab der 68. Minute aber endlich wieder in die Partie. Nur eine Minute nach den dicken Palace-Chancen prüfte Álvaro García per Volley Palace-Keeper Dean Henderson, der jedoch sicher zupackte. Rayo warf nun alles nach vorne, ein vielversprechender Freistoß von Isi Palazón flog jedoch mitten hinein ins eigene, lautstarke Fan-Meer. Die Spanier bissen sich in der Schlussphase am Strafraum fest, blieben in ihren Aktionen um die 80. Minute herum aber nicht zwingend genug. Der englische Abwehrriegel hielt jedem verzweifelten Versuch stand.

Als der italienische Schiedsrichter Maurizio Mariani nach der letzten spanischen Angriffswelle abpfiff, brachen bei Crystal Palace alle Dämme. Völlige Ekstase bei den Engländern über den erstmaligen internationalen Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Welche Bedeutung der Titel auch für die Spieler selbst hatte, machte Matchwinner Jean-Philippe Mateta kurz nach dem Schlusspfiff deutlich. „Das ist der größte Moment meiner Karriere“, sagte er gegenüber dem britischen Sender TNT Sports.

Auf der Gegenseite bewiesen die mitgereisten Fans aus Vallecano absolute Größe: Sie feierten ihr Team trotz der Niederlage lautstark und trösteten die sichtlich geknickten Profis für eine heroische Reise durch Europa. Der Stolz über den Lauf bis ins Finale überwog auch bei Kapitän Isi Palazón, der auf der Pressekonferenz der UEFA betonte, dass „ganz Vallecano stolz auf diese Mannschaft sein kann.“

Aufstellungen:
Crystal Palace: Henderson – Canvot, Lacroix, Riad – Munoz, Wharton, Kamada, Mitchell – Sarr, Mateta (76. Larsen), Pino (80. Guessand)

Rayo Vallecano: Batalla – Ratiu, Lejeune, Ciss, Chavarria – Valentin (63. Mendy), Lopez (62. Díaz) – de Frutos (70. Camello), Palazon (77. Akhomach), Garcia (70. Pacha) – Alemao

Ein Bericht von Moritz Biermann im Modul Journalistische Darstellungsformen im Studium BA-SJ-32-H-VZ-KS

Quellen:

https://www.tntsports.co.uk/football/uefa-conference-league/2025-2026/jean-philippe-matetas-hilarious-reaction-crystal-palaces-uefa-conference-league-triumph-over-rayo-vallecano-i-feel-fantastic_vid60077584/video.shtml

https://www.sofascore.com/de/football/match/rayo-vallecano-crystal-palace/hstgb#id:15632649

https://tribuna.com/en/news/2026-05-27-i-feel-sad-isi-palazon-weeps-as-he-gives-postmatch-interview-after-conference-league-defe/

https://de.uefa.com/uefaconferenceleague/news/029a-1df9a3c358c5-19438b8d908e-1000–finale-der-uefa-conference-league-2026-wo-ist-es-wer-ist-da/

https://www.bild.de/sport/fussball/einer-gewann-schon-die-europa-league-so-viel-bundesliga-steckt-im-team-von-oliver-glasner-6a1614333b7096456ac83831


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Datum: 29. Mai 2026
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