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Stuttgarter Junioren mit Pokalsieg vor Rekordkulisse

Vor der beeindruckenden Kulisse von 8040 mitgereisten Fans im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion krönten sich die U19-Junioren des VfB Stuttgart am vergangenen Freitag zum Sieger des DFB-Pokals der Junioren. Mit einem souveränen 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg legte der VfB bereits vor der Pause den Grundstein für den verdienten Triumph.

Veröffentlicht am 26. Mai 2026 von

(Potsdam.) Die Stuttgarter stellten die Wolfsburger Hintermannschaft bereits in der Anfangsphase immer wieder vor größere Probleme. Innerhalb der ersten zehn Minuten erspielte sich die Mannschaft von Trainer Tobias Rathgeb einige wenige Halbchancen, welche Wölfe-Schlussmann Jakub Zielinski mit viel Mühe parieren konnte. Die erste Möglichkeit der Niedersachsen ließ jedoch auch nicht lange auf sich warten: Nach einem präzisen Steckpass von Mittelfeld-Motor Darwin Soylu tauchte Elia Dittrich auf einmal frei vor dem Stuttgarter Sechzehner auf und wurde kurz vor dem Fünfmeterraum per Tackling gestoppt. „Da hätten wir einen Elfmeter bekommen können – der wurde dann leider nicht gegeben“, analysierte VfL-Rechtsverteidiger Jan Bürger im Wolfsburg-Internen Club-TV. „Das tat in der Phase natürlich weh.“
Die Stuttgarter ließen sich von dieser ersten Tor-Annäherung jedoch nicht beeindrucken und drückten dem Spiel weiter ihren Stempel auf. Die Wolfsburger konnten sich in dieser Phase bei Innenverteidiger Jean Miguel Boog bedanken, welcher eine doppelte Abschlusschance der Stuttgarter mit vollem Körpereinsatz abblockte.

Stuttgarter Doppelschlag

In der 22. Spielminute belohnte sich der VfB schließlich für seine Dominanz: Nach einer flachen Hereingabe von der rechten Seite schob Enis Rezepi das Spielgerät aus zentraler Position in die Maschen. „Ich finde, dass die Situation gar nicht entstehen darf, da dem Treffer ein klares Foul im Zentrum hervorgeht“, haderte VfL-Coach Niklas Bräuer nach dem Spiel bei WölfeTV. „Danach war es so, dass das Spiel so hin und her ging und Stuttgart immer besser ins Spiel gefunden hat.“
Und das wussten die Cannstatter für sich zu nutzen: In der 30. Spielminute verlängerte Mirza Catovic einen Freistoß von der linken Strafraumkante sehenswert per Hacke ins Wolfsburger Tor. „Das verteidigen wir einfach nicht gut“, kritisierte Bräuer seine Hintermannschaft. „Wir haben die Räume beim Freistoß einfach nicht richtig geschlossen gekriegt. Das war sehr ärgerlich.“
Seine Mannschaft ließ jedoch den Kopf nicht hängen und erarbeitete sich kurz vor der Pause den vermeintlichen Anschlusstreffer. Dieser wurde jedoch vom Schiedsrichter postwendend einkassiert. Aus Bräuers Sicht eine Fehlentscheidung: „Mein erster Eindruck aus dem Video und von der Seitenlinie aus war, dass die Rücknahme des Tores nicht zurecht war. Das werden wir uns nachher aber noch einmal anschauen“, so der VfL-Coach.

Die Entscheidung

Dem VfL war das Fehlen von Top-Spielern anzumerken, Kapitän Till Neininger, Top-Torjäger Karlo Simic und Außenstürmer Trevor Benedict waren verletzt ausgefallen. Nach der Pause wurde das Spiel etwas chancenärmer: Beide Mannschaften versuchten mehr über lange Bälle und erhöhte Robustheit und weniger über schöne Passkombinationen in die zweiten 45 Minuten zu kommen. Zwar schlossen Pharrel Hensel und Flügelstürmer Bruno Katz auf Wolfsburger Seite zwei Mal ab, jedoch parierte Florian Hellstern im Tor der Stuttgarter beide Torschüsse mühelos.
In der 88. Spielminute zog der VfB dann einen Schlussstrich unter die Partie: Nach einer Balleroberung tief in der Hälfte der Wölfe umkurvte Neno Zezelj zwei Verteidiger und erzielte mit seinem Schuss in die lange Ecke das dritte Tor der Stuttgarter. „Das war dann natürlich der Killer“, schloss Jan Bürger seine Spielanalyse.

Wolfsburger Spiel-Resümee

„Grundsätzlich reden wir über eine verdiente Niederlage“, resümierte VfL-Akademie-Direktor Michael Gentner. „Es gab zwar einige Situationen, ein paar Momente, wo wir das Spiel nochmal hätten spannender machen können oder sogar in Führung gehen können. So wie das Spiel aber gelaufen ist kann man dem VfB Stuttgart nur gratulieren.“
Mittelfeldmann Pharrel Hensel, welcher bereits ein paar Kurzeinsätze in der Bundesligamannschaft der Wölfe feiern durfte, zog dennoch ein positives Fazit aus der beendeten Pokalsaison: „Wir können am Ende trotzdem sehr stolz auf uns sein, immerhin haben wir die beiden Meisterschaftsfinalisten rausgehauen und haben auf dem Weg hierhin viele Verlängerungen und Elfmeterschießen überstanden.“

Tore: 1:0 (22.) Rezepi, 2:0 (30.) Catovic, 3:0 (88.) Zezelj.

Ein Bericht von Tom Fabig im Modul Journalistische Darstellungsformen im Studium BA-SJ-32-H-VZ-KS

Quellen:

Selbst vor Ort

https://www.fussball.de/spiel/vfl-wolfsburg-u19-vfb-stuttgart/-/spiel/030AV4CEMC000000VS5489BTVV61V7H6#!/

https://www.youtube.com/watch?v=ZEPAOkuqPKA

https://www.waz-online.de/sport/regional/ex-boss-christiansen-schaute-zu-u19-des-vfl-wolfsburg-verliert-das-pokalfinale-gegen-stuttgart-3EUAZ56HSZEP5LVIX6GBWH5U7E.html


Schlagworte: DFB-Pokal, Fans, Fußball, Potsdam, Sport, Sportjournalismus, U19 DFB Pokal, VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg, Wölfe, Zuschauerrekord

Artikelinformationen


Datum: 26. Mai 2026
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