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Von VAR-Reform bis neuen Namen – viele Änderungen in der kommenden Bundesliga-Saison

Am letzten Spieltag der zweiten Liga stieg die SV Elversberg zum ersten Mal in der Geschichte in die Bundesliga auf und wird somit die 59. Mannschaft der Historie, die jemals im deutschen Oberhaus an den Start gehen wird. Doch der Erfolg des kleinen Vereins aus dem Saarland ist bei weitem nicht das einzige Neue in der Bundesliga. Die Änderungen, die die kommende Saison 2026/27 betreffen, beziehen sich zudem vor allem auf VAR und unter anderem einige neue Namensbezeichnungen. Doch was steckt eigentlich hinter diesen neuen Plänen der Beteiligten?

Veröffentlicht am 29. Mai 2026 von

Nachdem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor einiger Zeit verkündete zum Jahr 2027 die Zusammenarbeit mit Adidas zu beenden und sich stattdessen von Nike ausrüsten zu lassen, wird in der Bundesliga Adidas wieder stärker vertreten sein. Bereits von der Saison 2010/11 bis 2017/18 war das Logo der Weltmarke aus Herzogenaurach auf dem offiziellen Spielball der Bundesliga zu sehen. Nun kehrt die DFL zurück zu alten Traditionen und schloss einen Vertrag mit Adidas vorerst bis zum Jahr 2034. Auch in der 2. Bundesliga wird der neue Ball von Adidas zum Einsatz kommen. Das Spielgerät von „DERBYSTAR“ ist somit zunächst einmal Geschichte. „Adidas ist ein Unternehmen, das in Deutschland tief verwurzelt ist und zugleich über große weltweite Strahlkraft verfügt. Dies wollen wir ab der […] nächsten Spielzeit gemeinsam nutzen“, begründete DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel die Entscheidung auf der Homepage der DFL.

Nur noch Bundesliga statt DFL

Der Begriff DFL, der für die Deutsche Fußball Liga steht, wird in diesem Kontext ab der kommenden Saison nicht mehr zu hören sein. Die DFL e.V. bzw. DFL GmbH wird in Bundesliga e.V. bzw. Bundesliga GmbH umbenannt werden. Die hatten auf einer Mitgliederversammlung im März alle Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga einstimmig beschlossen. Gründe dafür seien laut DFL-Pressemitteilung unter anderem die stärkere Einheitlichkeit, die mit diesem Schritt geschaffen werden kann. Die DFL habe sich dabei andere europäische Ligaverbände als Beispiel genommen, in denen alle Institutionen, also Ligaverband, Liga-Organisation und Wettbewerb die gleiche Begrifflichkeit tragen würden und somit auch aus internationaler Sicht unverwechselbar seien. Zudem solle es aus Zuschauersicht einfach zu unterscheiden seien, wo der Zuständigkeitsbereich der DFL bzw. Bundesliga und der des DFB liegt. Dieser sei gerade in der externen Wahrnehmung nicht immer gegeben.

Zwei neue Stadionnamen

Ändern wird sich ab der kommenden Spielzeit auch der Name des Stadions zweier gestandener Bundesligisten. Bei der Borussia aus Mönchengladbach wird in Zukunft ein Namenszusatz an den traditionsreichen Borussia-Park angehangen. Der Energiedienstleister Ista steigt als Namenspartner mit ein, weshalb der Austragungsort der Gladbach-Heimspiele ab sofort Ista-Borussia-Park heißen wird. Der Verein kann sich durch diese Zusammenarbeit auf einen gehörigen Geldregen freuen. Der Vertrag läuft zunächst bis 2031 und soll bis dahin laut Kicker-Informationen knapp über 20 Millionen Euro einbringen. Die Namensänderung kam der Tatsache geschuldet, dass Borussia Mönchengladbach zu den einzigen Vereinen gehört, die bis dato keinen externen Namensgeber für das Stadion besaßen, nicht bei allen Fans des Vereins gut an. Borussia CEO Dr. Stefan Stegemann erwiderte jedoch: „Wir haben einen tollen Partner. Wir hatten von Anfang an das Gefühl, dass es passt – auch, weil unser Borussia-Park im Namen erhalten bleibt. Wir sehen auch Potential für die Zeit danach“. Auch die TSG Hoffenheim hat einen neuen Namensgeber für ihr Stadion gefunden. Die PreZero-Arena wird in Zukunft SNP-Arena heißen. „Die SNP-Arena steht für unseren Anspruch den Standort und die Infrastruktur der TSG kontinuierlich weiterzuentwickeln“, wird TSG-Geschäftsführer Daniel Förderer auf der Vereinswebsite zitiert

Erstmals zwei Wochen Länderspielpause

Ein weiterer neuer Beschluss betrifft den Terminplan der Bundesliga. Anstatt drei Länderspielpausen im Herbst wie bisher, wird es ab sofort nur noch zwei im ersten Halbjahr der Saison geben. Eine von diesen, die von Ende September bis Anfang Oktober andauern wird, wird sich allerdings über gleich zwei Wochen erstrecken. In dieser Zeit soll jede Nation im Normalfall dann auch vier Spiele austragen. Dies beschloss die Fifa bereits im letzten Jahr. „Oberste Ziele sind klare Verhältnisse sowie sinnvolle Spiele. Grundlegend ist aber auch der Schutz des Wohlergehens der Spieler“, erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Entscheidung in einer Mitteilung.

Videoassistent zieht um

Auch der berühmtberüchtigte „Kölner Keller“, wo der Video Assistant Referee (VAR) seit der Einführung seinen Sitz hat, wird sich aus dem Sprachgebrauch des deutschen Profifußballs verabschieden. Entscheidungen des Schiedsentscheidungen werden nun in Frankfurt überprüft und korrigiert. Grund dafür ist laut eines Artikels der „Hessenschau“, dass der DFB Campus ohnehin seinen Sitz in Frankfurt hätte und dort großzügigere Räumlichkeiten oder modernere Technik zur Verfügung stehen würden. „Gleichzeitig werten wir mit dem Umzug den DFB-Campus auf und schaffen Möglichkeiten für Besucher, sich einen eigenen Eindruck von der Arbeit des Video-Assistenten zu machen. Der VAR kommt vom Keller ans Tageslicht“, formuliert es der 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann in einer Mitteilung auf der DFB-Homepage passend.

Neue Entscheidungsgewalt des VAR

In diesem neuen Arbeitsraum können zur kommenden Saison auch neue Entscheidungen getroffen werden. Allen voran ist der VAR nun dazu berechtigt Gelb-Rote Karten zu korrigieren. Oft genug wurden in der Vergangenheit falsche Platzverweise dieser Art ausgesprochen, die in einigen Fällen sogar spielentscheidend waren. Zudem kann der VAR nun eindeutig falsche Eckballentscheidungen überprüfen. Dies soll aber laut DFB nur der Fall sein, sofern die Überprüfung keine grundsätzliche Verzögerung des Spielflusses verursacht. Auch Spielerverwechslungen, also wenn ein falscher Spieler eine gelbe oder rote Karte sieht, kann dies vom Videoassistenten zukünftig korrigiert werden.

Ein Bericht von Timon Schoppe im Modul „Journalistische Darstellungsformen“ im Studium BA-SJ-32-H-VZ-KS

Quellen:

https://www.sportschau.de/fussball/laenderspiele-anfang-september-es-war-letzte-mal,laenderspiele-fenster-neu-100.html

https://www.dfl.de/de/aktuelles/mitgliederversammlung-beschliesst-umfirmierung-aus-dfl-wird-bundesliga/

https://www.dfb.de/news/ab-2027-video-assist-center-zieht-von-koeln-an-den-dfb-campus-nach-frankfurt

https://www.dfl.de/de/aktuelles/rueckkehr-in-die-bundesliga-adidas-stellt-offiziellen-spielball-ab-2026-27/

https://www.kicker.de/stadionnamen-ball-pause-das-aendert-sich-2026-27-in-der-bundesliga-1221064/artikel

https://www.kicker.de/ueber-20-millionen-euro-bis-2031-gladbach-spielt-kuenftig-im-ista-borussia-park-1169199/artikel

https://www.kicker.de/von-prezero-zu-snp-tsg-hoffenheim-aendert-stadionnamen-1219624/artikel

https://www.kicker.de/mehr-var-weniger-zeitspiel-ifab-beschliesst-sechs-regelaenderungen-1197391/artikel


Schlagworte: Adidas, Änderungen, Ball, Borussia Mönchengladbach, Bundesliga, Derbystar, DFL, Fehlentscheidungen, Gelb-Rote Karten, Gladbach, Kölner Keller, Länderspielpause, Neuerungen, Saison 2026/27, Schiedsrichter, Stadion, SV Elversberg, TSG Hoffenheim, VAR

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Datum: 29. Mai 2026
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