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Corona: Fehlende Einnahmen bei den Bundesliga-Clubs

Die Corona-Lage spitzt sich Deutschlandweit wieder zunehmend zu. Die Bundesweite Inzidenz liegt inzwischen bei 239,9 und die hochansteckende Omikron-Variante verbreitet sich zunehmend. Das führt nicht nur im alltäglichen Leben zu erneuten Einschränkungen, sondern auch Großveranstaltungen wie Fußballspiele können wiederholt nur eingeschränkt stattfinden. Das hat große Auswirkungen auf die Einnahmen der einzelnen Clubs.

Veröffentlicht am 04. Januar 2022 von

(Frankfurt.) Laut den aktuellen Beschlüssen des Landes sollen maximal 30 bis 50 Prozent der Stadionkapazität genutzt werden und insgesamt nicht mehr als 15.000 Zuschauer dürfen zum Start der Rückrunde in die Stadien. „Einige Bundesländer werden noch weitreichendere Beschränkungen ergreifen.“ Sagte der neue Bundeskanzler Olaf Scholz nach den Bund-Länder-Beratungen am vergangenen Donnerstag. So wird im vorliegenden Beschluss erläutert, dass Sportveranstaltungen in Ländern mit hohem Infektionsgeschehen ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen. In Sachsen, Bayern oder Baden-Württemberg sind Geisterspiele bereits eingeführt worden. Die Deutsche Fussball Liga (DFL) bedauert die Entscheidungen des Bunds, kann diese allerdings nachvollziehen, da der allgemeine Gesundheitsschutz und die Entlastung der Gesundheitssysteme oberste Priorität haben. Sie appelliert in einem Statement erneut an die Bevölkerung sich impfen zu lassen.

Starke Einbußen bei den Bundesliga-Clubs

Die Bundesliga-Clubs generieren aufgrund der Maßnahmen der Regierung deutlich weniger Geld als im Regelbetrieb. Borussia Dortmund beispielsweise hatte im Geschäftsjahr 2020/21 aufgrund der Pandemie einen Gesamtverlust von rund 72 Millionen Euro verbucht. Bis zu 4 Millionen Euro verlieren die Bundesligisten bei Geisterspielen pro Spieltag durch den Verlust der Spielbetriebs-Einnahmen (Tickets, Fanartikel, Verpflegung etc.) errechnete das Internetportal Web.de. Die Verluste variieren jedoch von Verein zu Verein aufgrund der unterschiedlichen Stadiongrößen und Ticketpreise. Der FC Augsburg oder Union Berlin verlieren beispielsweise pro Geisterspiel rund 800 Tausend Euro. Neben den fehlenden Spielbetriebseinnahmen droht den Vereinen nun auch ausbleibende TV-Einnahmen in Millionenhöhe. Hinzu kommen die Ausgaben für die wöchentlichen Antikörpertestungen und weiteren Kosten für die Einhaltung der jeweiligen Hygienekonzepte, die pro Spielzeit und pro Verein auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt werden.

Möglicher Gehaltsverzicht bei den Vereinen ?

Aufgrund dieser fehlenden Einnahmen will Fussball-Bundesligist Borussia Dortmund seine Profis laut einem Bericht der Ruhr-Nachrichten erneut zu einem Gehaltsverzicht bewegen. Geschäftsführer Hans Joachim Watzke bestätigte das Vorhaben allerdings nicht. “Es hat bis jetzt nicht ein Gespräch in diese Richtung gegeben“, sagte Watzke dem SID am Mittwoch. Wenn sich jedoch im Januar oder Februar abzeichne, dass das unumgänglich ist, werden wir diese Gespräche führen, so der 62-jährige. Die Dortmunder Spieler um Kapitän Marco Reus hatten schon zweimal auf Teile ihres Gehalts verzichtet. In der Vorsaison sparte der DFB-Pokalsieger so 8,25 Millionen Euro ein, in der Spielzeit 2019/20 waren es Fünf Millionen Euro. Das hatte Watzke auf der Jahreshauptversammlung Anfang Dezember berichtet. Es wird eher versucht durch weitreichendere Vermarktung, Spielerverkäufe oder Genussrechte erneut ein Kapital und gegebenenfalls auch Rücklagen aufzubauen.

Klar ist: Die Bundesligisten haben ab der Rückrunde mit einer weitgehend vollen Auslastung geplant. Dies lässt die aktuelle epidemische Lage und die Beschlüsse der Bundesregierung nicht zu und zwingt die Vereine und die Liga zum Umdenken und zum erneuten Haushalten.

 

Veröffentlicht von Luca Flock, BA-SJ-17-K-VZ (Modul Sportjournalistik)

Quellenangaben :

https://www.kicker.de/so-verteilt-die-dfl-ab-2021-22-die-tv-gelder-791599/artikel

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/wehrles-letzter-millionen-kampf-doch-keine-fc-geisterspiele-83933?cb=1641301127280

https://www.ran.de/fussball/bundesliga/news/gehaltsverzicht-beim-bvb-watzke-bisher-nicht-ein-gespraech-gegeben-138916

https://web.de/magazine/sport/fussball/geisterspiele-bundesliga-das-verdienen-klubs-fc-bayern-trifft-wenigsten-34987918

https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/zuschauer-corona-auslastung-bundesliga-100.html


Schlagworte: Beschlüsse, Borussia Dortmund, Bundesliga, Corona, Fans, Fußball, Geisterspiele, Watzke

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Datum: 04. Januar 2022
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