Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Fußball

Dank Rashica- Bremer Minimalisten gewinnen Nordduell

Der SV Werder Bremen hat nach dem 2:3 (1:2) Sieg beim VFL Wolfsburg den Abwärtstrend der vergangenen Wochen gestoppt. Dabei zeigten sich die Spieler von Trainer Florian Kohlfeldt mit nur drei Torschüssen äußerst minimalistisch. Eine gut bekannte Schwäche kriegten die Spieler von der Weser allerdings auch gegen spielerisch vermeidlich stärkere „Wölfe“ nicht in den Griff.

Veröffentlicht am 02. Dezember 2019 von

(Wolfsburg.) Am gestrigen Abend kam es in Wolfsburg zum aktuell einzigen „Nordduell“ in der aktuellen Spielzeit in der Bundesliga: Der VFL Wolfsburg empfing den SV Werder Bremen. Die Gäste (14. Tabellenplatz) von der Weser brauchten dringend nach zuletzt acht sieglosen Spielen in Folge einen Sieg, um wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.  Der VFL Wolfsburg (siebter Tabellenplatz)  hingegen wollte mit einem Sieg den Anschluss an die Europapokalplätze zu halten.

„Wölfe“ Trainer Oliver Glasner musste auf den gesperrten Innenverteidiger Marcel Tisserand verzichten. Ersatzmann Robin Knoche rückte somit in die Startaufstellung. Bei Werder rückten Bittencourt und Groß für Sahin und Langkamp in die Mannschaft von Florian Kohlfeldt.

VAR hilft Werder

Im Spiel selber hatten die Gastgeber bereits sehr früh die erste gute Möglichkeit. In der fünften Minute kam Joao Victor frei in Bremens Strafraum zum Kopfball. Doch sein Aufsetzer landete über dem Lattenkreuz. Das erste Tor hingegen fiel auf der anderen Seite. Bei einem Freistoß bekam Wolfsburg Mittelfeldmann Joshua Guilavogui den Ball an den erhobenen Arm. Nach Ansicht der Videobilder traf Schiedsrichter Robert Kampka die einzig richtige Entscheidung: Handelfmeter für Werder Bremen. Offensivspieler Milot Rashica trat an und verwandelte eiskalt per Flachschuss zum 0:1 für Werder Bremen. Torhüter Koen Casteels hatte sich für die falsche Ecke entschieden.

Werder und die Standardsituationen 

Allerdings hat Bremen in dieser Saison eine klare Schwäche: Standardsituationen. Bereits zehn Gegentore kassierte die Mannschaft von der Weser bereits im Vorfeld der Partie durch Standardsituationen. In der 36. Minute folgte dann Gegentor Nummer elf. Innenverteidiger Anthony Brooks verlängerte per Kopf eine Ecke von rechts vor das Tor von Bremen. Dort stand Stürmer Wout Weghorst genau richtig vor dem Tor der Bremer und schob zum verdienten 1:1 Ausgleich ein. Lange wehrte die Führung der Niedersachsen allerdings nicht. In der 39. Minute kam es in Folge von einem der vielen Fehlpässe, die Wolfsburg sich in der defensive an diesem Abend leistete, zu einem Konter der Bremer über Ludwig Augustinsson. Der linke Außenverteidiger schlug eine Flanke in den Strafraum der „Wölfe“, wo der eingelaufene Leonardo Bittencourt unhaltbar für Casteels zum 1.2 einköpfte. Wolfsburg hatte zwar noch eine Kopfballchance durch Guilavogui, doch Bremens Torwart Jiri Pavlenka konnte mit einer Parade den Halbzeitstand von 1:2 für Werder sichern.

VAR hilft Werder „Reloaded“

Nach der Pause begann der VFL Wolfsburg äußerst offensiv und drängte auf den Ausgleich. In der 61. Minute war es dann vermeidlich soweit. Nach einer Freistoßflanke von Maximilian Arnold köpfte Innenverteidiger Jeffrey Bruma zum 2:2 Ausgleich ein. Doch nach einer erneuten Ansicht der Videobilder entschied Schiedsrichter Kampka mit Hilfe des VARs erneut richtig auf Abseits. Doch der VFL zeigte auf dem Platz die richtige Reaktion, spielte mit mehr Biss auf dem Platz und kam zu einigen guten Möglichkeiten, vor allem über Außenverteidiger Jerome Roussillon.

William belohnt „Wölfe“

So auch in der 73. Minute. Eine Flanke des Franzosen landete über Umwege in zentraler Position beim anderen Außenverteidiger Willian. Der halbhohe Abschluss des Brasilianers landete unhaltbar für Pavlenka im Tor der Bremer. Der- auf Grund der besseren Offensivaktionen-  verdiente 2:2 Ausgleich für Wolfsburg. Von den Gästen aus Bremen fand hingegen das offensive Spiel kaum noch statt. Die beste Chance für Werder gab es dann in der 78. Minute durch Maximilian Eggestein, der im Strafraum frei zum Abschluss kam.  Allerdings vergab Eggestein diese Chance sehr leichtfertig und setzte den Ball über die Latte.

Eiskalter Rashica

Doch Bremen hatte an diesem Abend einen eiskalten Offensivmann: Milot Rashica. Bei einem Konter der Bremer kam der Spieler aus dem Kosovo völlig frei aus halblinker Position im Strafraum der „Wölfe“ zum Abschluss und schob den Ball per Flachschuss ins lange Ecke zum 2:3 ein. Das Kuriose: Es war erst der dritte Schuss der Bremer auf das Tor der Wolfsburger. Dieser gelungene Minimalismus reichte den Spielern von der Weser dann auch aus, es blieb in einem unterhaltsamen Spiel beim 2:3 für Werder.

Bremer Negativtrend gestoppt

Zum achten Mal in Folge bleibt Bremen gegen Wolfsburg ungeschlagen und stoppt den Negativtrend der vergangenen Wochen. Durch den Sieg springt Bremen auf den zwölften Tabellenplatz und schafft sich etwas Luft im Abstiegskampf der Bundesliga. Was jedoch bleibt, ist die „Standardschwäche“ der Bremer in dieser Saison. Auch in diesem Spiel kassierte Bremen ein Tor nach einer Ecke, ein weiteres wurde nur durch den VAR zurück genommen. Hieran muss Trainer Kohlfeldt dringend arbeiten. Am Ende bleibt Werder jedoch trotz dieser Schwäche  die Freude über einen sehr wichtigen Sieg.

Den Wolfsburgern hingegen bleibt erneut nur die Ernüchterung. Nach zuletzt wieder zwei Siegen und dem Erreichen der K.O.- Phase in der Europa League rutschen die Niedersachsen wieder auf den neunten Tabellenplatz. Nun gilt es für die Mannschaft von Trainer Glasner darum nicht erneut in einen „Negativlauf“ zu starten. Leichter wird es allerdings für die Niedersachsen im nächsten Spieltag nicht. Am nächsten Wochenende geht es zur  diesjährigen Überraschungsmannschaft aus Freiburg. Werder Bremen hingegen empfängt Aufsteiger Paderborn. Mit einem weiteren Sieg könnte die Mannschaft von der Weser weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln und sich in der Tabelle weiter vom „Tabellenkeller“ distanzieren.  Möglicherweise könnte der Schwung aus dem Sieg gegen Wolfsburg der Mannschaft helfen.

Timm Ottenberg, Sportjournalismus & Sportmarketing (Ba-SJ-14-H-VZ, Sportlehrredaktion)

 


Schlagworte: 1. Bundesliga, 13. Spieltag Bundesliga, Absteigskampf, Bremen, Bundesliga, Florian Kohlfeldt, Milot Rashica, Oliver Glasner, SV Werder Bremen, VfL Wolfsburg, Werder, Wölfe, Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 02. Dezember 2019
Veröffentlicht von:


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi