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Fußball

Der VfL Wolfsburg taumelt der 2. Liga entgegen

Nach der 1:3 Heimniederlage im Abstiegsduell gegen den Hamburger SV ist der VfL Wolfsburg auf den Relegationsplatz 16 der Fußball-Bundesliga abgerutscht. Nur noch 2 Punkte trennen die Wolfsburger von einem direkten Abstiegsplatz. Trainer Bruno Labbadia wurde trotzdem gefeiert.

Veröffentlicht am 30. April 2018 von

Vor der Partie tönte Wolfsburgs Daniel Didavi motiviert: „Den HSV in die zweite Liga schießen – mehr geht nicht“, wird Didavi in der Sport Bild zitiert. Die Leistung, die der VfL dann in jenem Spiel an den Tag legte, war alles andere als motivierend. Noch vor der Pause führte der HSV mit 2:0. Zwar kamen die Wolfsburger noch zum Anschlusstreffer, doch Luca Waldschmidt machte kurz vor Schluss mit seinem Tor zum 3:1 alles klar. Auf Didavis Aussage, welcher selbst gar nicht spielen konnte, antwortete HSV-Kapitän Sakai nach dem Abpfiff: „So was darfst du als Profi niemals sagen. Das bekommst du immer zurück. (…)“

Fans sind unzufrieden

Schon seit längerer Zeit läuft es nicht rund für den VfL Wolfsburg. In den 9 Spielen seit Bruno Labbadia, das Amt von seinem Vorgänger Martin Schmidt übernommen hat, konnte nur ein einziges Spiel gewonnen werden. Dazu gab es 3 Remis und 5 Niederlagen. Dem millionenschweren Kader der Wolfsburger droht der Fall in die Zweitklassigkeit oder eine erneute Teilnahme an den Relegationsspielen. Besonders die Anhänger des VfL sind alles andere als zufrieden über die aktuelle sportliche Situation und stellten die Spieler nach der Partie gegen den HSV zur Rede. Einige versuchten sogar das Spielfeld zu stürmen. Einzig Maximilian Arnold und Ersatztorwart Max Grün stellten sich den Fans. „Ich kann das alles nachvollziehen, aber in der Situation hilft uns das nicht. Wenn wir uns selbst zerfleischen, haben wir keine Chance“, so Arnold nach dem Spiel. Während die Wolfsburger aus den vergangen 4 Partien nur 4 Punkte holten, konnte der HSV im gleichen Zeitraum 9 Punkte holen. Nach der Partie konnten sich die HSV-Fans einen Seitenhieb auf ihren ehemaligen Trainer nicht verkneifen. Sie feierten Labbadia.

Intern brodelt es

Labbadia selbst hat den Ernst der Lage bereits erkannt: „Wir liegen jetzt ein Stück weit am Boden.“ Aber nicht nur die sportliche Leistung des VfL wirft Fragen auf. Am vergangen Freitag musste Sportdirektor Olaf Rebbe gehen, der bereits seit Wochen in der Kritik stand. Allerdings waren einige Spieler mit dieser Entlassung alles andere als zufrieden. „Das ist eine Entscheidung der Chefs, da haben wir keinen Einfluss drauf. Aber natürlich ist das nichts, was uns hilft in dieser Situation“, sagte Torhüter Koen Casteels dem NDR. Ein Nachfolger war mit Horst Heldt bereits gefunden. Allerdings scheiterte der Wechsel Heldts von Hannover 96 zum VfL Wolfsburg an einer hohen Ablösesumme.

In 2 Jahren: Vom Bayern-Jäger und Pokalsieger zum Abstiegskandidaten

Nach dem Gewinn des DFB-Pokals 2015 und der Vize-Meisterschaft, waren sich viele Experten in Deutschland sicher, Wolfsburg würde neuer Bayern-Jäger werden. 2 Jahre später, nach den Abgängen von damaligen Leistungsträgern wie Kevin de Bruyne und Daniel Caligiuri und einem Viertelfinaleinzug in der Champions League ist von all dem Glanz nichts mehr übrig. Der VfL Wolfsburg muss seine letzten beiden Spiele gewinnen, denn die Konkurrenz, allen voran der HSV, hat neuen Mut im Abstiegskampf getankt. Die Spieler geben sich trotzig zu einem möglichen Abstieg. „Darüber rede ich nicht“, so VfL-Keeper Casteels.

 

Ein Bericht von Lukas Köller (BA-SJ-08-H-VZ)


Schlagworte: Abstiegskampf, Bundesliga, HSV, Labbadia, VfL Wolfsburg

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Datum: 30. April 2018
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