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DFB – Der Neuaufbau

Köln – In neun Tagen ist es wieder so weit. Die deutsche Nationalmannschaft wird in München auf den neuen Weltmeister Frankreich treffen. Dabei ist das Aufeinandertreffen kein einfaches Freundschaftsspiel, sondern der 1. Spieltag der neuen UEFA Nations League. Ein Aufbaugegner für einen Neuaufbau sieht sicherlich anders aus. Jogi Löw hat bereits bekanntgegeben, dass er den Neuaufbau der Nationalelf hinsichtlich der EM 2020 leiten will. Welche neuen Spieler er nominieren könnte und welche Änderungen es sonst beim DFB gab, haben wir für euch zusammengefasst.

Veröffentlicht am 28. August 2018 von

Die Erdogan-Affäre

Im Vorfeld und während der WM verging kaum einen Tag, an dem das Treffen von den deutschen Nationalspielern Özil und Gündogan mit dem türkischen Präsidenten nicht mit neuen Erkenntnissen in der Zeitung stand oder öffentlich diskutiert wurde. Selbst nach der WM verlor die Thematik kaum an Brisanz. Erst trat Mesut Özil mit einem Paukenschlag aus der Nationalmannschaft zurück und nutzte dabei die Gelegenheit dem DFB Rassismus vorzuwerfen, dann äußerte sich Gündogan erst gestern abermals. Nun darf man hoffen, dass sportliche Themen wieder in Vordergrund rücken.

Jogi Löw macht weiter

Nicht wenige kritisierten das ideenlose Auftreten der Nationalelf und forderten den Rücktritt des Weltmeistertrainers. Doch nur wenige Tage nach der WM bezog Löw öffentlich Stellung und verkündete, seinen erst wenige Wochen vor der WM bis 2022 verlängerten Vertrag, erfüllen zu wollen. Rückendeckung bekam das Duo Löw/Bierhoff zuletzt vom DFB-Vorstand sowie der DFL. Reinhard Grindel, der DFB-Präsident hingegen steht nach wie vor in der Kritik. Der ehemalige Politiker wurde in der Rücktrittserklärung von Mesut Özil scharf kritisiert und muss sich nicht zuletzt für Aussagen wie: „Multikulti ist in Wahrheit Kuddelmuddel“ (Der Tagesspiegel: Schon der Politiker Reinhard Grindel war gegen Multikulti) verantworten.

„Die Mannschaft“ der Zukunft

Neben Mesut Özil ist auch der langjährige Nationalstürmer Mario Gomez aus der Nationalmannnschaft zurückgetreten. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Löw weitere Spieler nicht mehr berücksichtigen wird, um den Umbruch in der Nationalmannschaft voranzutreiben. Streichkandidaten sind Innenverteidiger Jerome Boateng und Mittelfeldspieler Sami Khedira, die zwar einiges für den DFB geleistet haben und Weltmeister geworden sind, allerdings ihren Leistungszenit überschritten haben und der jungen Generation möglicherweise nicht länger im Weg stehen sollen. Dem gegenüber stehen die jungen Wilden, allen voran der Nachwuchsspieler des Jahres in England Leroy Sane, der kurz vor der WM aus dem Aufgebot gestrichen wurde. Weitere Talente, die kurz vor dem Sprung auf die internationale Bühne stehen sind der Leverkusener Kai Havertz und Innenvertediger Thilo Kehrer, der erst kürzlich für 37 Millionen Euro zu Paris St. Germain gewechselt ist.

Insgesamt sind jedoch nur vereinzelte Veränderungen zu erwarten. Jogi Löw ist nicht dafür bekannt „alte Bekannte“ fallen zu lassen. Es bleibt also zu hoffen, dass Löw den richtigen Mix aus alt & neu bzw. alt & jung findet.

Ein Bericht von: Nick Zander (BA-SJ-07-K-VZ)


Schlagworte: deutsche Fußballnationalmannschaft, DFB, Neuaufbau

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Datum: 28. August 2018
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