Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Fußball

„Die Nummer eins im Pott sind wir“

Die Schalker Mannschaft setzte sich am Sonntag im 152. Revierderby in der Veltins Arena gegen Borussia Dortmund durch. Nach einem kämpferischen Spiel der Schalker und einem schwachen Spiel auf Seiten der Dortmunder, gewannen die „Knappen“ verdient mit 2:0. Dieser Sieg könnte für die Schalker noch ganz wichtig werden im Bezug auf die Champions League Plätze. Zuerst sicherten sie sich aber damit den zweiten Platz. Neben der kämpferischen Leistung der Schalker ragte ein Spieler besonders heraus.

Veröffentlicht am 16. April 2018 von

Es war wohl das wichtigste Spiel der Saison für die Fans, wie auch für die Mannschaften. Das war auch den Spielern klar: „Wir wissen, was dieser Sieg allen Schalkern bedeutet“, verkündete Naldo nach dem Spiel. Schließlich war es das Derby. Das heißeste Spiel der Saison. Die Ergebnisse der vorherigen Spieltage rückten an diesem Tag in den Hintergrund. Nun hieß es Schwarz-Gelb gegen Blau-Weiß. Schalke gegen Dortmund. Es ging um den Sieger im Pott-Duell. Das 152. Revierderby wurde am Sonntag um 15:30 angepfiffen und ab dem Moment hieß es kämpfen. In der ersten Halbzeit zeigten sich die Dortmunder schwach und spielerisch schlecht. Schalke drängte die Dortmunder immer wieder energisch in ihre eigene Hälfte zurück und die Dortmunder fanden nicht wirklich den Zug zum Tor. Von den Dortmundern kam kaum Gefahr aus. Zum Abpfiff der ersten Hälfte konnte sich auch keine Mannschaft belohnen. Es ging mit einem 0:0 in die Kabinen. Nach der Halbzeit ging es weiter, wie es in Halbzeit eins aufgehört hatte. Die dominanten Schalker waren auf den Sieg aus. In der 50. Minute war es dann soweit, die Schalker belohnten sich für ihren kämpferischen Aufwand. Nach einem Ballverlust von Marcel Schmelzer konnte Yevhen Konoplyanka den Ball im Tor versenken. Auch nach dem Tor der Schalker, sahen die Dortmunder kein durchkommen. Sie strahlten keinerlei Gefahr nach dem Rückstand aus. Das wurde ihnen dann auch zum Verhängnis.

Derbyheld Naldo

In der 82. Minute wurde den Schalkern ein Freistoß aus 25 Metern zugesprochen. Ziemlich schnell war klar, wer diesen schießen sollte. Naldo. Er hatte bereits im Hinspiel, bei der 4:0 Aufholjagd, den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit zum 4:4 geköpft. Und auch diesmal war er der Held im Derby. Mit 126 Stundenkilometer hämmerte Naldo den Freistoß ins untere linke Eck und erzielte somit die Entscheidung. Der 35-jährige Innenverteidiger verpasste keine Sekunde in der Schalker Saison und erzielte in dem Derby sein siebtes Saisontor. Der Hammer-Freistoß zeigte umso mehr, wieso der Brasilianer auch liebevoll von den Schalke Anhängern „Knaldo“ gerufen wurde. Nun hatte er bereits zwei wichtige Derbytore auf seinem Konto. Ein richtiger Derbyheld, der Naldo. Das sah auch der Schalker Stadionsprecher so, denn dieser sagte schon voraus, dass „demnächst viele Neugeborene am Schalker Markt seinen Namen tragen“ werden.

Freude auf Seiten der Schalker

Das 2:0 konnten die Schalker dann auch sicher über die Zeit bringen. Es war der erste Derbysieg seit dem 27. September 2014 für die Schalker. Und dieser Sieg wurden natürlich gebührend gefeiert. Lautstark drang aus der Schalker Nordkurve „die Nummer eins im Pott sind wir“, von den Schalker Anhängern. Ganz Schalke feierte den Gewinn des Derbys als würden sie an diesem Tag die Meisterschaft gewinnen. Mit dem Schlusspfiff sank auch Schalker Trainer Domenico Tedesco vor lauter Freude und Erleichterung zu Boden. Sein blaues Poloshirt war bereits durchgeschwitzt, denn er war bis zum Ende wild durch die Coaching-Zone gerannt und hatte wild gestikuliert. Er hatte es geschafft. Er hatte nach dreieinhalb Jahren wieder einen Derbysieg geholt. Und dafür feierten die Fans ihren Trainer. Nachdem er gemeinsam mit der Mannschaft auf die Nordkurve zusteuerte, um sich für die Unterstützung der Fans zu bedanken, forderten die Schalker Ultras ihren Trainer auf dem Zaun, wo er sich das Mikrophon schnappte und die Fans anheizte. Auch wenn er etwas Angst hatte, dass die Fans das Stadion abrissen, wie er später im Interview gestand. Dennoch sah er es als „Privileg“, gemeinsam mit den Fans in der Nordkurve zu feiern. Denn er war der erste Trainer, der überhaupt in die Nordkurve der Schalker durfte. Nichtmal Trainer-Legende Huub Stevens hatte dieses Privileg. Dieser hatte bereits vor dem Derby gute Worte für den jungen Tedesco übrig: „Endlich wieder ein Trainer, der den Klub mit jeder Faser lebt.“, gestand Stevens.

Blick in die Zukunft

Auch die Spieler waren noch nach dem Spiel voller Adrenalin. Torhüter Ralf Fährmann gestand den Reportern, dass er noch etwas Zeit brauchen würde, bis er wieder klar denken könne. Und auch wenn Derbyheld Naldo sich „wie ein kleines Kind“ freute, wie er selber sagte, blickte er aber auch schon in die Zukunft. Denn morgen müsse man wieder analysieren, was man für Mittwoch zu korrigieren hatte. Denn Mittwoch steht das nächste wichtige Spiel an. Im DFB-Pokal Halbfinale gegen Frankfurt geht es um den Einzug ins Finale und die damit verbundene Reise nach Berlin.

Und trotz des gelungenen Derbys und der guten Leistung der Schalker, war sich Manager Christian Heidel sicher, dass die Entwicklung der Schalker „noch nicht am Ende“ war, wie er in einem Interview nach dem Spiel bei Sky verkündete. Trotzdem standen die Chancen gut, dass der FC Schalke 04  Vize-Meister werden könnte und in nächstem Jahr in der Champions League spielen werde.

(Ein Bericht von Katharina Weykopf, Kurs: BA-SJ-10-H-VZ)


Schlagworte: 1. Bundesliga, Borussia Dortmund, Derby, Domenico Tedesco, FC Schalke 04, Fußball, Fußball Bundesliga, Naldo

Artikelinformationen


Datum: 16. April 2018
Veröffentlicht von:


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: