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Handball

Für die Recken kehrt der Bundesligaalltag zurück

(Hannover). Nach dem „vielleicht wichtigsten Spiel des Jahres“ steht bei den Recken wieder der Bundesligaalltag im Mittelpunkt. Auf die Gala Vorstellung im ehf Cup gegen RK Nexe Nasice ist am Sonntag um 13:30 Uhr die HSG Wetzlar zu Gast.

Veröffentlicht am 29. März 2019 von

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Dezember letzten Jahres hat Wetzlar knapp gewonnen. Beim 29:28 (16:12) hatten die Recken kaum Chancen auf die 2 Punkte und haben über die 60 Minuten nicht einmal geführt. Das Spiel war der Höhepunkt der Sieglosserie im letzten Jahr, in der die Recken zwischen November und Dezember 7 Spiele in Folge verloren. Damals hatte die Mannschaft von Carlos Antonio Ortega jedoch die Ausfälle von Thorge Johannsen, Mait Patrail und Pavel Atman zu beklagen. Bis auf den Langzeitverletzten Esten Patrail, sind am Wochenende voraussichtlich alle Spieler wieder mit an Bord.

Nachdem Ortega im Anschluss an das Weiterkommen im ehf Cup sagte „träumen ist ab sofort erlaubt!“, gilt der Fokus nun wieder dem Alltagsgeschäft in der Bundesliga, bevor es am kommenden Wochenende zum nächsten Abenteuer geht. Dort findet nämlich das DHB Pokal Final Four statt, bei dem die Recken nun im zweiten Jahr in Folge zu Gast sein dürfen. Letztes Jahr konnte man sich trotz einer Niederlage im Finale gegen die Rhein Neckar Löwen für den ehf Cup qualifizieren und so den Grundstein für die diesjährige Erfolgsgeschichte legen.

Der Gegner

Die Hessen reisen nach einer kleinen Erholungspause gestärkt nach Hannover. Das letzte Spiel der HSG Wetzlar ging am 17.03. in der heimischen Rittal Arena gegen den HC Erlangen verloren. Maximilian Holst scheiterte in der Schlussminute vom 7m Punkt am Ex- Hannoveraner Nikolas Katsigiannis, der so den wichtigen Sieg für Erlangen festhielt. Trotz Platz 14 in der Tabelle sind die Wetzlarer von jeglichen Abstiegssorgen befreit. Die SG BBM Bietigheim als 17. und somit auf dem ersten Abstiegsplatz, ist 10 Punkte entfernt, sodass bei 9 verbleibenden Spielen jedenfalls keine Panik ausbrechen dürfte. Zu den Toptorschützen gehören Maximilian Holst auf Linksaußen und der Rückraum Rechte Stefan Cavor, mit je knapp über 100 Toren.

Längerfristig verletzt sind die Rückraumspieler Alexander Herrmann – der österreichische Nationalspieler leidet seit der WM Vorbereitung an einem Mittelfußbruch und arbeitet an seinem Comeback – und Lenny Rubin, der sich einen Muskelfaserriss im Bauch zugezogen hat. Nach einer Erkältungswelle während der Spiele gegen die Rhein Neckar Löwen und Erlangen ist der Kader wieder weitestgehend komplett. Die Ausfälle in den letzten beiden Spielen sind sicherlich auch ein Grund für die beiden Niederlagen, deshalb sollte man vor allem die Niederlage gegen Erlangen, wo man den Rückraum mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen musste, nicht zu hoch hängen.

Natürlich ist nach dem Hype am Mittwoch und vor dem vermeintlichen Saisonhöhepunkt in Hamburg durchaus Vorsicht geboten. Die Wetzlarer haben vor allem im Hinspiel gezeigt, dass sie durchaus in der Lage sind, die Mannschaft der Recken zu dominieren und so zu einem ernst zu nehmenden Gegner werden. Linksaußen Cristian Ugalde betonte die Wichtigkeit des Heimspiels trotz der kommenden Aufgabe und sagte, dass man weiterhin versuchen wolle, jedes Bundesligaspiel zu gewinnen. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Nexe Nasice gab er sich aber auch zuversichtlich und meinte, das Team würde nun sehr viel besser arbeiten.

Trotzdem liegt natürlich der Fokus auf der Vorbereitung des Final Four und auf den Aufgaben im ehf Cup. Zu weit ist das internationale Geschäft mittlerweile in die Ferne gerückt – zu viele Punkte müsste man noch aufholen, um sich über die Bundesliga für den ehf Cup zu qualifizieren. Bei den Restaufgaben, bei denen es unter anderem noch gegen die Rhein Neckar Löwen, den SC Magdeburg und nach Kiel geht, führt der einzige Weg nach Europa über den DHB Pokal. Dort geht es im Halbfinale ebenfalls gegen den SC Magdeburg, der gestern in einem packenden Spiel gegen die SG Flensburg Handewitt, den Tabellenführer stürzen konnte. Dies ist also alles andere als eine leichte Aufgabe, zudem der Gegner im Finale aus Kiel oder Berlin kommen könnte. Die Berliner kämpfen noch darum, den ehf Cup über die Liga zu erreichen, sollte ihnen dies jedoch nicht gelingen, müssten die Recken bei einem möglichen Aufeinandertreffen im Finale sogar gewinnen, um von ihrem Coach weiterhin die Erlaubnis zum „träumen“ zu bekommen.

In jeder Hinsicht kommen also spannende und vor allem entscheidende Wochen auf die Recken zu. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben kann ein Sieg gegen Wetzlar in der Tui Arena nur hilfreich sein, um weiter Selbstvertrauen zu tanken. Karten für das Spiel sind im Online Ticketshop und voraussichtlich auch an den Tageskassen noch verfügbar.

Lars Schwarz (BA-SJ-H-12-VZ) – Sportlehrredaktion I


Schlagworte: FHM Hannover, Handball, Recken

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Datum: 29. März 2019
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