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Leichtathletik

Gemeinsam gegen die Übermacht Fußball

Vergangenen Sonntag endeten die European Championships in Berlin und Glasgow. Dieses „Mini-Olympia“ fand so zum ersten Mal statt. Die Kombination der beiden Städte und der sieben Sportarten überzeugte nach der TV-Quote scheinbar. Aber wie groß war das Zuschauerinteresse wirklich?

Veröffentlicht am 16. August 2018 von

Vom 02. bis zum 12. August profitierten ARD und ZDF von den sieben Sportarten, die sonst medial kaum Aufmerksamkeit bekommen. Sportler/-innen wie Gina Lückenkemper oder auch Florian Wellbrock prägten den Sport in den vergangenen zehn Tagen.

Die neuen Gesichter des Sports

Athleten aus Schwimmen, Radfahren, Turnen, Golf, Leichtathletik, Triathlon und Rudern sorgten für Begeisterung. Im Berliner Olympiastadion zeigten sich die Leichtathleten. Alle anderen Wettbewerbe wurden in Glasgow ausgefochten.

Das Konzept überzeugte besonders durch das starke Interesse an der Leichtathletik, die die höchsten Einschaltquoten brachte. Andere Sportarten profitierten sehr davon. Durch die European Championships konnten sich neue und alte „Helden des Sports“ herauskristallisieren. So wurde aus Gina Lückenkemper das neue Gesicht der Leichtathletik und begeisterte ein ganzes Land. Zwei Mal schaffte sie die 100-Meter unter 11 Sekunden. Als erste Frau seit 23 Jahren in Deutschland. Nur die Britin Dina Asher-Smith war mit 10,85 Sekunden schneller als die 21-Jährige. Auch mit der Staffel 4×100-Meter holte die Deutsche Bronze.

Starke Zuschauerquoten

Bei den einzelnen Europameisterschaften gab es unterdurchschnittliche Einschaltquoten. Sie sollten nicht mehr übertragen werden. Daher die Zusammenlegung der Sommersportarten nach dem Vorbild der Winterspiele. Die Leichtathleten konnten mit fast 5 Millionen Zuschauern am meisten verbuchen. Doch auch die anderen Sportarten sahen sich mehr als 2 Millionen Menschen an. An die Fußballübertragungen reicht es nicht heran, aber die TV-Quoten sind trotzdem ein gutes Ergebnis. Insgesamt wurden mehr als 100 Stunden Sport übertragen.

Auch die Stadien waren mit über 400.000 Zuschauern gut besucht. In Berlin waren es circa 300.000, der Rest teilte sich auf die Glasgower Arenen auf. Die Stimmung in den Stadien begeisterte die Athleten und Athletinnen. „Ich glaube, so etwas werde ich nie wieder erleben“, meint Pamela Dutkiewicz nach ihrem Silberlauf über 100-Meter Hürden.

Das Konzept für die Zukunft?

Die nächsten European Championships sollen in vier Jahren in nur einer Stadt ausgetragen werden. Berlin und Hamburg zeigen Interesse an der „Mini-Olympia“-Austragung. Sportfunktionär Sebastian Coe widersprach dem Gerücht, dass das Olympiastadion zu einem reinen Fußballstadion von Hertha BSC Berlin werden soll. Auch ein Athletendorf für eine bessere Kommunikation untereinander wird in die Überlegungen mit einbezogen.

Bei den möglichen nächsten European Championships sollen dann vielleicht auch noch Ballsportarten hinzukommen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Hockey und Beachvolleyball.

So haben die Hannoveraner die European Championships verfolgt:

Ein Bericht von Katharina Weykopf und Louisa Reinhardt

(BA-SJ-10-H-VZ, Modul: Sportlehrredaktion I)

Quellen:

https://ecs.sportschau.de/ecs2018/nachrichten/Leichtathletik-European-Championships-2018,leichtathletik1334.html

http://www.spiegel.de/sport/sonst/european-championships-mit-mini-olympia-hat-das-nichts-zu-tun-zum-glueck-a-1222797.html

https://rp-online.de/sport/andere/austragungsort-fuer-naechste-european-championships-gesucht_aid-24368333

https://www.dw.com/de/european-championships-2018-ein-voller-erfolg/a-45053461

https://www.sueddeutsche.de/sport/european-championships-im-fernsehen-gemeinsam-gegen-die-uebermacht-des-fussballs-1.4088900-2


Schlagworte: 2018, ARD, Berlin, Dina Asher-Smith, European Championship, Florian Wellbrock, Gina Lückenkemper, Glasgow, Golf, Leichtathletik, Mini-Olympia, Pamela Dutkiewicz, Radfahren, Rudern, Schwimmen, Sport, Triathlon, Turnen, TV-Quoten, ZDF

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Datum: 16. August 2018
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