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Hält die Arminia im Kampf um die Spitze Schritt?

Die Arminia reist am Sonntag nach Nürnberg und peilt dort den sechsten Auswärtssieg in Folge an. Die Nürnberger hingegen wollen nach der Entlassung von Daniel Canadi das fünfte Unentschieden in Folge in Heimspielen verhindern und eine Trendwende schaffen.

Veröffentlicht am 08. November 2019 von

(Hannover.) 25 Punkte, Platz 2. Dass das beim Spiel Nürnberg und Bielefeld am Sonntagmittag auf die Gästemannschaft aus Bielefeld zutrifft, hätte vor der Saison wohl kaum jemand gedacht. Die Nürnberger stehen hingegen mit 14 Punkten nur auf dem elften Platz. Zudem wurde am Montag auf die anhaltende Misere hin Cheftrainer Daniel Canadi entlassen. Nun will man mit dem ehemaligen Erfolgsstürmer Marek Mintal als Interimstrainer den Bock gegen die Arminia umstoßen. Es soll endlich mal wieder ein Heimsieg her, spielte man schließlich zuletzt viermal Unentschieden im heimischen Max-Morlock-Stadion. Das weiss auch der ehemalige slowakische Nationalspieler: „Es wird schon langsam Zeit“. Es ist beinahe ein Muss, nachdem man aus den letzten zehn Spielen nur zwei Siege holte, in der bisherigen Zweitligasaison sind es ohnehin erst drei. Für den Kader und die Ansprüche sind die Leistungen einfach nicht passend. Die Cluberer müssen darüber hinaus wie schon in Bochum auf ihren U-19 Keeper Benedikt Willert zurückgreifen, da alle anderen Keeper nach wie vor ausfallen. Marek Mintal bestätigte dies auf der Pressekonferenz. „Es haben sicherlich alle die Information bekommen was gestern im Training passiert ist“, äußerte Mintal sich und bezog sich damit auf die Verletzung des dritten Torhüters Andreas Lukse. Dieser war nach Erkrankung ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und zog sich direkt einen Muskelfaserriss zu, sodass er für das Spiel und die nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. „Wir haben am Sonntag wieder Benedikt Willert im Tor“, bestätigte der ehemalige Stürmer daraufhin. Mintal steht allerdings voll hinter dem jungen Keeper: „Wir vertrauen ihm, der junge hat seine Qualität“. Über weitere mögliche Mannschaftsänderungen wollte sich der Fußballlehrer jedoch nicht in die Karten schauen lassen, es würde sicherlich „zwei bis drei“ Änderungen geben, wen diese genau betreffen würden erwähnte er jedoch nicht. Der Interimscoach kann außerdem nicht auf Misidjan, Schleusener, Sorg und Zrelak zugreifen.

Die Stärkste Auswärtsmannschaft will oben angreifen

Schlecht für die Nürnberger ist, dass mit Arminia Bielefeld die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga zu Gast ist. Der DSC ist auswärts noch ungeschlagen, hat sogar fünf seiner sechs Auswärtsauftritte in Folge gewonnen. Ohnehin ist die Arminia zurzeit in einer sehr guten Form. Was Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus für das Spiel plante, wurde natürlich etwas über den Haufen geworfen: „Es wird schwierig, Nürnberg einzuschätzen“, so der Coach. Zumal er beim Gegner von Sonntag „Viele Spieler mit viel Qualität“ sieht. Neuhaus erwartet ein Spiel gegen eine „engagierte, willige und konzentrierte“ Nürnberger Mannschaft, gegen die er wieder auf den Österreicher Manuel Prietl vertrauen kann. Dass er auf seine Nummer 19 setzen wird, gab der Trainer auf der Pressekonferenz bekannt. „Er wird sicherlich spielen“, so Neuhaus. Es ist recht wahrscheinlich, dass die Startaufstellung leicht von der gegen Kiel abweichen wird, nicht nur aufgrund Prietls Rückkehr. Spieler wie Edmundson, Lucoqui und auch Cebio Soukou drängen sich auf. Zu dieser Gruppe zählt auch Nils Seufert, der sich seit letztem Sommer  Armine nennt. Dieser hat seine langanhaltenden Verletzungsprobleme hinter sich gelassen und ist nicht nur durch seine zwar kurzen, aber guten Auftritte aufgefallen. „Ich fühle mich sehr gut, bin aktiv im Training und kann mich dort glaube ich auch gut zeigen“, sagt der 22-jährige. Dass Seufert zuletzt noch keine Chance von Anfang an bekam, wurmt den Mittelfeldspieler allerdings wenig: „Enttäuscht ist man immer, man will immer spielen, das ist klar“. Der ehemalige Lauterer gibt sich viel mehr geduldig und zeigt mit seinen Aussagen, dass bei der Arminia in dieser Saison ein gutes Mannschaftsklima herrscht: : „Die Mannschaft macht das einfach im Moment gut, da muss man persönliche Dinge auch mal hintenanstellen, das ist einfach so“, so Seufert. Er weiss um die Verfassung, in der sich das Team befindet und stellt sich nicht in den Vordergrund, sondern wartet auf weitere Chancen, die er vielleicht ja schon am Sonntag von Uwe Neuhaus bekommt.

Neuhaus sieht in Nürnbergs Torwartproblem eher einen Nachteil für sein Team

Dieser möchte den Fokus auf die Eigene Leistung legen. Vor allem da er die „Torwartproblematik nicht unbedingt als Vorteil“ ansieht, da dies die Nürnberger dazu bewegen könnte „dem Torwart möglichst viel Arbeit abzunehmen“.  Wie schwer sich dieses Problem am Ende wirklich auf das Ergebnis der Partie auswirken wird, hängt stark von der Leistung Willerts ab. Gegenüber dem Spiel gegen Bochum wird er sich steigern müssen, sah er doch beim 0:2 aus Sicht der Nürnberger nicht sonderlich gut aus. Doch Mintal wird ihm gezwungener Maßen eine Chance geben, sich zu verbessern. Diese wird er auch bekommen, vor voraussichtlich 29.000 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion. Es erwartet uns eine kleine Überraschungstüte, denn was Marek Mintal mit den Nürnbergern auf die Beine stellen wird, bleibt abzuwarten. Die Chance gegen die sehr Auswärtsstarken Bielefelder ist klein, aber vorhanden. Sollte die Arminia jedoch ihr Spiel abrufen können, sollte für sie in Nürnberg auf jeden Fall etwas zählbares drin sein.

Tom Stahmann, Sportjournalismus & Sportmarketing (BA-SJ-14-H-VZ, Sportlehrredaktion)

https://www.transfermarkt.de/

https://www.kicker.de/


Schlagworte: 1.FC Nürnberg, Arminia Bielefeld, Benedikt Willert, Daniel Canadi, Marek Mintal, Nils Seufert, Uwe Neuhaus

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Datum: 08. November 2019
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