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Herrliche Bescherung: Rolfes neuer Sportdirektor in Leverkusen

Die Fußball-Bundesliga-Saison 2018/2019 befindet sich seit ungefähr drei Monaten im Spielbetrieb. Bislang gab es mit dem BVB an der Tabellenspitze bereits die erste große Überraschung der laufenden Spielzeit und auch Teams wie die Eintracht aus Frankfurt, sowie Borussia Mönchengladbach überraschten die Bundesliga mit einem mehr als souveränen ersten Saison-Drittel.

Veröffentlicht am 07. Dezember 2018 von

Anders sieht die Welt dagegen bei den Rheinländern aus Leverkusen aus. Nach 13 gespielten Partien in der Liga steht die Werkself gerade einmal auf Rang 11 der Tabelle. Auch im internationalen Geschäft lief die Saison bislang schleppend. Zwar steht man bereits sicher im Sechszehntel-Finale der Europa League, trotzdem ist man in der vermeintlich schwächsten Gruppe des Turniers mit zehn Punkten einen Spieltag vor der K.O.-Phase nichtmal als Gruppensieger sicher.

Erneuter Fehlstart unter Herrlich

Dass sich weder die Fans, noch der Vorstand mit den bisherigen Leistungen zufrieden geben, dürfte auch bei Trainer Heiko Herrlich angekommen sein. Mal wieder schaffte es der 47-Jährige nicht mit seiner Bayer-Elf erwartungsgemäß in die Saison zu starten. Zwar schaffte Leverkusen in der vergangenen Spielzeit durch eine starke Rückrunde noch den Sprung auf die europäischen Plätze, allerdings gibt es momentan nichts was den Fans zu einer erneuten Aufholjagd Mut machen könnte. Mal wieder fehlt es den Rheinländern an Beständigkeit einen „Lauf“ zu starten, was die jüngsten Ereignisse aus dem Remis gegen den 1. FC Nürnberg belegten. Natürlich ist die Europa League in Leverkusen noch immer Saisonziel, um dieses zu erreichen dürfen Punkte wie am vergangenen Montag beim „Klub“ aus Franken in Zukunft jedoch nicht mehr so einfach liegen gelassen werden.  Mit Spielern wie Julian Brandt, Jonathan Tah und Kai Havertz hat man drei junge Talente in den eigenen Reihen, welche über außergewöhnliche Qualitäten verfügen. Zudem kommt Ex-Nationalspieler Karim Bellarabi, welcher den jüngeren mit seiner Erfahrung zugutekommt. Trotzdem schaffte Herrlich es nicht das perfekte Mittel zu finden, um diese unheimliche Qualität an Offensive perfekt miteinander zu kombinieren.

Schafft Rolfes mit Leverkusen die Kehrtwende?

Personalveränderungen hat es bei Bayer 04 in dieser Saison bislang allerdings weder im Kader, noch beim Trainer gegeben, jedoch machte Bayer Leverkusen mit der Verpflichtung von Simon Rolfes als neuen Sportdirektor erste Anzeichen einer grundlegend anstehenden Veränderung. Der ehemalige Nationalspieler bringt im direkten Vergleich zum Vorgänger Jonas Boldt die gewisse Fußballexpertise, eine geballte Bundesliga-Erfahrung und kennt gewisse vereinsinterne Abläufe.  Rolfes kennt das Alltags-Business Fußball Bundesliga und gilt bei der Werkself durch seine Amtszeit als Spieler als klare Identifikationsfigur.

Jonas Boldt hatte sich beim Werksklub kontinuierlich hochgearbeitet, war Scout, Manager und schließlich Völlers rechte Hand. Der ihm im Sommer verliehene Titel sollte den Entdecker von Arturo Vidal und Dani Carvajal noch stärker in den öffentlichen Fokus stellen.  Dieser Plan misslang und es wurde laut unter dem Bayer-Kreuz. Nach wie vor war es nicht die Stimme Boldts, sondern die von Völler, die gehört werden wollte. Nach dem verkorksten Saisonstart und einem zu dem Zeitpunkt nicht den Erwartungen entsprechenden Tabellenplatz, entschied sich der ehemalige Weltmeister dazu Jonas Boldt von der Stelle des Sportdirektors freizustellen. Ein Hauch Nostalgie wird zweifellos durch die BayArena  wehen, wenn Rolfes zum 01.12.2018 der neue Sportdirektor wird.

Um genauer herauszufinden was die Leverkusen Fans über Simon Rolfes denken, habe ich ein paar Stimmen auf dem Leverkusener Weihnachtsmarkt eingesammelt.

Nick Degner

Studiengang Sportjournalismus & Sportmarketing (BA-SJ-07-K-VZ)


Schlagworte: 1. Bundesliga, Bayer 04 Leverkusen, Fußball, Leverkusen

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Datum: 07. Dezember 2018
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