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Kann Werder dem Abstiegskampf fernbleiben?

Der SV Werder hat mit dem 3:1 auf Schalke eine Reaktion auf die 1:4 Heimniederlage gegen Hertha BSC gezeigt. Die Bedeutung des Sieges war den Bremern nach dem Abpfiff anzumerken, schließlich war die Ernüchterung nach dem Auftaktspiel groß.

Veröffentlicht am 30. September 2020 von

(Bremen.) „Sowohl das Ergebnis als auch die Leistung sind ernüchternd – insbesondere ab der 40. Minute“. So lautete Frank Baumanns Analyse nach der 1:4 Auftaktpleite gegen Hertha im wohninvest Weserstadion. Auch Stürmer Davie Selke fand deutliche Worte: „Das fühlt sich nicht gut an. Wir hatten ein gutes Gefühl nach der Vorbereitung und wollten gewinnen und gut starten“. Die von Selke angesprochene Vorbereitung ließ mit sieben von sieben gewonnenen Tests nicht auf die schwache Leistung zum Saisonstart schließen. Auch die erste Runde des DFB-Pokals hatte Bremen überstanden. Beim 2:0 in Jena tat sich der Bundesligist zwar lange schwer, zog allerdings schlussendlich verdient in die zweite Runde ein.

Gute Ergebnisse, aber kleine Teams

 

Die Vorbereitung lief für Werder Bremen besser als die im Vorjahr. Das lag vor allem daran, dass sich nicht die gesamte Viererkette von Trainer Florian Kohfeldt verletzt ausfiel. Doch auch die Ergebnisse stimmten, unter anderem ein 4:0 gegen den FC Groningen oder auch das 4:1 gegen den LASK. Dies waren jedoch auch schon die schwersten der sieben Testspiele, man testete noch gegen 3 deutsche Zweitligisten und einen Regionalligisten sowie den österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau. Trainer Florian Kohfeldt wird zur Vorbereitung in der „NWZ Online“ wie folgt zitiert: „Wir haben eine ordentliche bis gute Vorbereitung gespielt. Die Basis haben wir gelegt, aber jetzt wird’s wichtig“. Der Trainer wusste aber auch die Euphorie zu bremsen: „Jeder, der bei unserer Vergangenheit jetzt einen Höhenflug hat, den kannst du nicht gebrauchen“. Damit bezog sich Kohfeldt auf die Rettung in der Relegation gegen den 1.FC Heidenheim, ordnete die Vorbereitung gleichzeitig klar ein und dämmte die Erwartungen vor dem Saisonstart etwas ein. Wie in den letzten Jahren an der Weser üblich hielt man sich mit der Formulierung von Saisonzielen erst einmal zurück. Man wolle sich nicht auf eine genaue Platzierung einschießen, sondern sein eigenes Spiel wiederfinden und mit Leben füllen, sagte Kohfeldt auf der Pressekonferenz gegen Hertha BSC. „Das Schöne dabei ist, dass wir nichts finden müssen, was es noch nie gab. Zwei Jahre lang waren wir in der Liga anerkannt für unseren attraktiven und offensiven Fußball“, so Kohfeldt. Diesen habe man ein halbes Jahr lang verloren, aber man sei gewillt ihn Wiederzufinden.

Personelle Änderungen nach dem fast Abstieg

 

Nach der Rettung über die Relegation gab es bei Werder sowohl bei den Spielern als auch im Trainerstab einige Änderungen. Bei den Spielern kamen Felix Agu, Tahith Chong, Patrick Erras und die beiden nach Leihe fest verpflichteten Bittencourt und Toprak neu dazu, während außerdem wurden Leihrückkehrer wie Jean-Manuel Mbom oder auch Romano Schmid in der Vorbereitung an das Team heran geführt. Andere ältere Spieler, wie Sebastian Langkamp, Claudio Pizarro, Philipp Bargfrede oder auch Fin Bartels verließen den Verein. Auch beim Trainerstab nahm Florian Kohfeldt Veränderungen vor. Die beiden Co-Trainer Thomas Horsch und Ilia Gruev wurden durch Danijel Zenkovic ersetzt. Neben ein paar kleineren Sprachproblemen habe sich der neue allerdings noch. „Wir haben uns schon gefragt, was ein Wechselball ist, oder ein Lochpass. An seinem Hochdeutsch müssen wir noch arbeiten“, sagte Kohfeldt über seinen neuen Co-Trainer. „Danijel bringt sich sehr gut ein, wir diskutieren viel im Trainerteam über Trainingsplanung und Trainingsdurchführung“.

Alte Muster gegen die Hertha – Hoffnung nach Schalke

 

Trotz der Vorbereitung und den personellen Umstellungen zeigte Werder am ersten Spieltag eine, wie von Frank Baumann anfangs benannte, ernüchternde Leistung. „Am Ende ist es eine verdiente Niederlage für die es einige Gründe gibt“, so Florian Kohfeldt zur 1:4 Niederlage. Ebenso deutlich seine Aussage: „In vielen Dingen, insbesondere im gruppentaktischen Bereich, war das nicht gut genug um Bundesliga zu spielen“. Der Ausgang des Schalke Spiels beruhigte die Bremer Gemüter zumindest etwas, Kohfeldt sah eine „über weite Strecken ordentliche“ Leistung und hob die Intensität hervor. Doch Werder hat noch eine lange Saison vor sich und noch viele Punkte zu holen, wenn man dem Abstiegskampf fernbleiben will, wird man weiterhin Leistungen wie gegen Schalke zeigen müssen.

Unter den Fans zählt Werder offenbar nicht unbedingt zu den Abstiegskandidaten, hören sie hier die Absteiger der Fans:


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Datum: 30. September 2020
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