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Eishockey

Serie gerissen, DEG unterliegt Ingolstadt nach Overtime mit 2:3.

Die Düsseldorfer EG konnte am Freitagabend ihre seit vier Spieltagen andauernde Siegesserie nicht weiter auszubauen und verliert das Duell um die Playoffs beim ERC Ingolstadt nach Verlängerung. Ein wichtiger Punkt konnte gegen die Konkurrenz dennoch gerettet werden.

Veröffentlicht am 15. Februar 2020 von

(Ingolstadt.) Schlafmützige Düsseldorfer! Die Düsseldorfer EG haben einen großen Sprung Richtung DEL Playoffs verpasst. Die Eishockey-Cracks aus der Nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt verloren beim Tabellennachbarn aus Ingolstadt eine umkämpfte Partie mit 2:3 (0:1, 1:0,1:1,0:1) nach Verlängerung. Damit büßte die Mannschaft um Trainer Harold Kreis wertvolle Punkte im Kampf um den direkten Einzug in das Viertelfinale der DEL-Playoffs.

Diese Niederlage ist umso ärgerlicher für die DEG, da unter der Woche vor heimischer Kulisse noch ein 1:0 Erfolg gegen die Panther aus Augsburg zu Buche stand. Die Erwartungshaltung der Fans war vor dem Verfolgerduell in Ingolstadt dementsprechend hoch, reisten die Düsseldorfer um Goalie Mathias Niederberger doch mit der besten Defensive der Liga zum ERC. Lediglich 95 Gegentore kassierten die Rather in 44 Spielen. Trotzdem stand bei dem Gastauftritt in Oberbayern Wiedergutmachung an, verlor die Kreis-Truppe das letzte Spiel in Ingolstadt mit 2:3, nach 2:0 Führung.

Ingolstadt beginnt furios, Düsseldorf undiszipliniert

Den Startschuss für eine spannende Partie setzten die Schanzer nach lediglich 76 Sekunden, als nachdem Michael Collins einen abgefälschten Schuss im Düsseldorfer Gehäuse versenkte. Die Antwort der DEG blieb zunächst aus, vielmehr viel die Mannschaft durch zwei unnötige Zeitstrafen aufgrund von Stockschlägen, verursacht von Nicholas Jensen und Reid Gardiner auf. Kurz vor der Pause verpassten die Gäste zusätzlich die Chance zum Ausgleich nachdem Flaake  den Puck nach einem Fehlpass erobert und Sturmpartner Adam mustergültig bedient. Der Kanadier scheiterte jedoch am Pfosten des Ingolstädter Gehäuses. So ging es mit einer 1:0 Führung für die Hausherren in die Pause.

Ingolstädter Pfostenfluch bringt Düsseldorf zurück ins Spiel

Der zweite Spielabschnitt zeigte zunächst ein gleichbleibendes Bild wie im ersten Drittel. Ingolstadt drängte weiterhin auf das 2:0 und die DEG war zu sehr mit Verteidigen und dem vermeiden von Zeitstrafen beschäftigt. Umso überraschender war der plötzliche Ausgleich der Gäste in der 25. Minute durch Nicholas Jensen, welcher Timo Pielmeier mit einem halbhohen Schlenzer keine Chance lies. Leider vielen die Gäste nach dem Ausgleich in alte Muster zurück und handelten sich erneut unnötige Strafen und das damit verbundene Unterzahlspiel ein. Den Ingolstädtern gelang es jedoch nicht diese Einladungen der DEG zu nutzen und so verabschiedeten sich die Teams mit einem 1:1 in die letzte Drittelpause.

Ingolstadt erneut mit Frühstart, Düsseldorf kann kontern

Das finale Drittel begann wie seine Vorgänger mit einer erneut schnellen Führung der Schanzer, welche in der 43. Minute durch Tim Wohlgemuth erneut in Führung gingen. Diesmal schaffte es die DEG jedoch selber die Initiative zu übernehmen und Druck auf die Gastgeber auszuüben. So nutzten die Rheinländer ein Überzahlspiel resultierend aus einer Zeitstrafe gegen Brandon Mashinter wegen Beinstellens, um durch Maximilian Kammerer zum erneuten Ausgleich zu kommen. Der 23. Jährige Offensivspieler verwertete einen Abpraller von ERC Verteidiger Jobke mühelos zum 2:2. Die letzten Minuten innerhalb der regulären Spielzeit entwickelten sich zu einem offenem Schlagabtausch der beiden Mannschaften. Dabei brillierte vor allem Pielmeier im Ingolstädter Tor mehrmals, als dieser unter anderem einen Schuss der DEG im Stile eines Fußballtorhüters grandios entschärft. Düsseldorf setzte letztlich zu Schlussoffensive an, schaffte es aber nicht die Scheibe an Pielmeier vorbei zu schieben. Dies bedeutete, dass die Entscheidung in der Overtime getroffen werden musste.

Verlängerung, Videobeweis und Düsseldorf zieht den kürzeren

Also begaben sich die Teams für die Verlängerung erneut auf das Eis, um die Partie letztlich noch für sich zu entscheiden. Das entscheidende Tor des Abends erzielten jedoch die Gastgeber aus Ingolstadt in Person von Maurice Edwards, welcher in der vierten Minute der Verlängerung einen Abstauber nutzte und nach der Klärung über die Gültigkeit des Treffers durch den Videobeweis dem ERC damit den umkämpften Heimsieg bescherte. Die Düsseldorfer belohnten sich damit Schlussendlich nicht vollkommen für ein gutes Schlussdrittel, nehmen aufgrund der Overtime aber immerhin einen Punkt mit nach Hause.

Playoff-Rennen bleibt spannend und Vorfreude auf das Rhein-Derby

Der ERC Ingolstadt kommt durch den Sieg auf 67. Punkte und verkürzt den Abstand auf die DEG auf vier Punkte, verweilt dabei weiterhin auf Platz sieben . Die Cracks aus Rath stehen bei 71. Punkten und auf Platz sechs, was aktuell zum direkten Einzug in das Viertelfinale der DEL-Playoffs reichen würde.

Für den ERC Ingolstadt geht am kommenden Spieltag auswärts bei den Straubing Tigers um eine weitere Möglichkeit den direkten Playoff Einzug noch zu erreichen.

Die Düsseldorfer EG empfängt derweil am Sonntag (16:30 Uhr) im Rather-Dome die kriselnden  Kölner Haie zum Rheinderby und wollen sich neben weiteren Punkten im Kampf um die Playoff Plätze, auch die Vorherrschaft am Rhein gegenüber dem ewigen Rivalen sichern wollen.

ERC Ingolstadt – Düsseldorfer EG 3:2 (1:0,0:0,1:1,1:0) nach Verlängerung

Tore: 1:0 (1:16) Seigo, Collins (Assist), 1:1 (24:15) Jensen, Urbom (Assist), 2:1 (42:41) Wohlgemuth, Höfflin (Assist), 2:2 Kammerer (49:43), Gardiner (Assist), 3:2 (63:50) Edwards, Collins (Assist)

Strafen in Minuten: ERC Ingolstadt: 6, DEG: 8.

 

Max Ehlers, Sportjournalismus & Sportmarketing

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Schlagworte: DEL, Düsseldorfer EG, Eishockey, ERC Ingolstadt, Playoffs

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Datum: 15. Februar 2020
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