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VfB Stuttgart mit „großer Drucksituation“ vor Relegations-Rückspiel

„Es ist jetzt Halbzeit und in einer Halbzeit hältst du als Trainer auch eine Ansprache“, antwortete VfB-Trainer Nico Willig vor dem Relegations-Rückspiel gegen Union Berlin auf die Frage, wie er das alles entscheidende Spiel an der alten Försterei (Montag, 20:30 Uhr) angeht. Inhaltliche Aspekte, motivierende Aspekte und Einzelgespräche – der Interimstrainer hat vor dem „Finale“ allerhand zu tun.

Veröffentlicht am 26. Mai 2019 von

Was die Schwaben in diesen Tagen überhaupt nicht gebrauchen können, ist „dauernd das große Bild der Drucksituation zu malen“, so Nico Willig.  Der Druck ist sowieso da – und nach dem nicht zufriedenstellenden Hinspielergebnis (2:2) auch nicht wegzureden. Teils von Pfiffen und verbalen Angriffen begleitet, stellte sich die Mannschaft um Kapitän Christian Gentner nach Abpfiff den Anhängern in der Cannstatter Kurve. Jene Kurve, die ihren Job als „Signalspieler“ erwartungsgemäß erfüllte – nicht wie die elf Spieler auf dem Platz. Zwar ging der VfB Stuttgart am Donnerstag im Hinspiel durch Christian Gentner und Mario Gomez zweimal in Führung, doch gelang es den Berlinern jeweils wieder auszugleichen und zwei wichtige Auswärtstore mit ins Rückspiel zu nehmen. Und wäre VfB-Torwart Ron-Robert Zieler in den letzten Minuten nicht mehrfach überragend zur Stelle gewesen, hätte es auch noch schlimmer laufen können für den Tabellensechzehnten.

Tipps vom Vater

Berlins Heimstärke, Stuttgarts Auswärtsschwäche, die Ausgangslage und der psychologische Vorteil. Vieles spricht dafür, dass die Unioner am Montagabend den Aufstieg perfekt machen und der VfB Stuttgart nach  2016 erneut den Gang in die 2. Liga antreten muss. Doch Nico Willig gibt sich nicht geschlagen, solange es noch nicht vorbei ist. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Union zu besiegen. So wie es am Donnerstag lief, soll es nicht mehr laufen. Wir müssen die richtigen Hebel bedienen. […] Im Angriff war Union besser, in den Zweikämpfen waren wir besser. Wir müssen im gegnerischen Strafraum besser werden“, resümiert Willig, der sich vor dem Rückspiel auch Tipps von seinem Vater holt. Dieser arbeitet hauptberuflich als Psychologe und weiß, worauf es ankommt. „Mein Vater musste mir einige Tipps geben, wir unterhalten uns oft über die Situation. Wie geht man an so etwas ran? Wie verarbeitet man so was? Mein Vater hat mir viel geholfen“, verrät Willig.

Personelle Änderungen?

Ein großes Fragezeichen stellt der Einsatz von Daniel Didavi dar, der mit muskulären Problemen auszufallen droht. Dagegen steht Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar nach einer 6-Spiele-Sperre zumindest wieder im Kader. Ob der Argentinier direkt in die Anfangself zurückkehrt, ist noch offen. Generell „dürfen [wir] es aber nicht an einzelnen Spielern festmachen. Die ganze Mannschaft kann besser angreifen und auch besser verteidigen als im Hinspiel“, so Willig auf der Pressekonferenz am Sonntag.

Aktuell spricht nicht viel für den Klassenerhalt des VfB Stuttgart, doch es ist erst „Halbzeit“ und ein Sieg am Montag – was nicht im Bereich des Unmöglichen liegt – würde den Schwaben reichen, um die Saison doch noch zu retten.

Ein Bericht von Luis Rewwer (BA-SJ-12-H-VZ) Sportlehrredaktion I.


Schlagworte: 1. Fc Union Berlin, Daniel Didavi, Fußball Bundesliga, Nico Willig, Relegation, Rückspiel, Sport, VfB Stuttgart

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Datum: 26. Mai 2019
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