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Wie mache ich bloß Sport bei dieser Hitze?

Ein gesundes Maß an Sport ist für jeden Menschen wichtig. Viele nutzen diese Hitze als Ausrede zum Faulenzen. Doch wie gefährlich ist Sport bei diesen Temperaturen wirklich? Gibt es Tipps, die einem helfen können?

Veröffentlicht am 26. Juli 2018 von

Dienstag morgen. Kurz nach zehn. Gefühlt 33 Grad im Schatten. Ich sitze an meinem Schreibtisch. Alle Fenster sind auf und trotzdem ist es stickig. Mein Kopf raucht und es kribbelt mir in den Beinen. Mein Körper will Sport. Also los!

Schnell packe ich meine Sporttasche mit dem Wichtigsten: eine kurze schwarze Sporthose, weiße Trainingsschuhe, ein weißes Top mit der schwarzen Aufschrift Ivy Park, ein waldgrünes Handtuch und natürlich Wasser. Fast zwei Liter schleppe ich mit mir mit. Zehn Minuten später bin ich bei meinem Objekt der Begierde angekommen. Mein Fitnessstudio. Zwei Stockwerke, keine Klimaanlage und das Trainingsfeld habe ich bei über dreißig Grad schön für mich alleine. Schon beim Aufwärmen kriege ich die Folgen der Temperaturen zu spüren. Mein normales Niveau erreiche ich nicht. Aber kein Problem, wofür gibt es denn sonst die Geräte? 

Die Folgen des Schweißes 

Dort habe ich erst kein Problem. Locker schaffe ich mein übliches Gewicht. Zwei Geräte später bin ich dann auf meinem Hassobjekt. Meine Beine sind zwischen zwei Stangen eingeklemmt und ich muss dagegen drücken. Aber auch das schaffe ich. Schweißperlen laufen mir schon lange über die Stirn. Als ich aufstehen will, stelle ich fest, dass es nicht geht. Meine Beine kleben an der oberen Metallstange fest. Der Schweiß hat meine Motivation gebrochen. Zum Glück bin ich alleine! Während ich da sitze und versuche mich zu befreien, frage ich mich, ob es wirklich so eine gute Idee war bei dieser Hitze zum Sport zu gehen.

Was kann ich tun?  

Und ich bin da sicher nicht alleine. Karim Bellarabi, Fußballprofi bei Bayer Leverkusen, brach bei einem Testspiel wegen der Hitze zusammen und musste eine Nacht im Krankenhaus bleiben. Nun ich bin sicher kein Fußballprofi und so starken Belastungen bin ich sicher auch nicht ausgesetzt. Trotzdem muss es doch Tipps geben, wie man auch als Normalo bei solchen Temperaturen Sport machen kann, ohne im Krankenhaus zu landen. Die Frage lässt mich nichtmehr los. Ich beende noch schnell mein Training und beeile mich zurück zu meinem Schreibtisch zu kommen.

Google – mein Freund und Helfer 

Dort angekommen mache ich erstmal alle Fenster auf und dann wird gegoogelt. Sport und Hitze tippe ich ein. Ungefähr 23.800.000 Ergebnisse. Na da wird doch etwas dabei sein. Ich stoße direkt auf einen Artikel von Spiegel online in dem Bereich Gesundheit. „ Sport und Hitze – verträgt sich das?“ 

Sie raten einem früh morgens oder spät Abends Sport zu machen. Am besten im Schatten oder im Haus. Viel Trinken sollte man auch. Okay, das sind jetzt nicht die weltbewegendsten Erkenntnisse. Schließlich habe ich nicht umsonst zwei Liter mitgenommen. 

Den Körper kennen

Also forsche ich weiter. Irgendwie bin ich bei einer Website namens Wunderweib gelandet. Die raten mir nicht nur zu kurzer Kleidung, sondern zu atmungsaktiver Funktionskleidung. Viel trinken ist wichtig und das nicht nur bei Durst. Und falls ich vorher in meinem Garten ein Sonnenbad genossen hätte, wäre Sport tabu. Doch die wichtigste Erkenntnis: Ich muss meinen Körper und meine Grenzen kennen. Nicht pushen und auf keinen Fall Schmerzmittel nehmen. Einfach aufhören!

Noch mehr Ausreden für Smoothies 

Na das kann ja trotzdem nicht alles sein. Soviel hätte ich mir bis jetzt auch selber denken können. Warum sollte ich mich denn jetzt nicht noch von Focus online belehren lassen. Auch sie raten mir zu Funktionskleidung und Morgensport. Beim Thema trinken gehen sie noch einen Schritt weiter. Viel und vor allem mineralreich sollte es sein. Also leichtes Sprudelwasser oder Apfelschorle. Obst und Gemüse ist genauso wichtig und dabei ist es egal, ob als ganze Frucht oder Smoothie. 

Schweiß=kühl?

Da kann ich ja gleich noch einkaufen gehen. Mal gucken, was mir Trainingsworld beibringen möchte. So ist das also. Bei den ersten heißen Tagen braucht der Körper zehn bis vierzehn Tage, um sich an die Temperaturen zu gewöhnen. Da sollte jeder Mensch sein Training anpassen. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Und noch etwas wichtiges. Schweiß ist gut! Er sorgt für Verdunstungskälte und damit für mehr Leistungsfähigkeit. Ha da habe ich endlich mal etwas gelernt. 

Sonnenschutz als wichtigstes Mittel

Jetzt will ich noch mehr. Wieder zurück zu Spiegel online. Aber diesmal lese ich ein Artikel über die fünf besten Tipps bei der Hitze. Sie raten mir zu Sport im Wald oder ganz früh morgens. Außerdem sollte man vorher die Ozonwerte checken und ganz wichtig: Sonnencreme. 

Das reicht jetzt erstmal mit dem googeln. Ich gehe jetzt lieber kurz einkaufen und dann steht dem eisgekühlten Smoothie vor dem nächsten Training nichts mehr im Wege. 

Eine Reportage von Louisa Reinhardt (BA-SJ-10-H-VZ)

Quellen: 

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/sport-bei-hitze-fuenf-strategien-um-bei-hitze-fit-zu-blieben-a-910615.html

https://www.trainingsworld.com/training/trainingsplanung/sommertraining-sollte-hitze-sport-treiben-2950487

https://www.focus.de/gesundheit/sport-bei-hitze-das-musst-du-jetzt-beachten_id_9010073.html

https://www.wunderweib.de/sport-bei-hitze-wann-es-ungesund-ist-und-welche-tipps-helfen-103571.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/sport-und-hitze-vertraegt-sich-das-a-1220100.html


Schlagworte: Fitness, Funktionskleidung, Hitze, Körper kennen, Smoothies, Training, Wasser

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Datum: 26. Juli 2018
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