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Wolfsburg mit Comeback Remis- wieder Schmähplakate

Der VFL Wolfsburg trennt sich von Union Berlin 2:2 Unentschieden. Dabei kämpften sich die Wölfe nach einem 0:2 Rückstand zurück in die Partie. Überschattet wurde aber auch dieses Spiel durch Schmähplakate gegen Hoffenheim Mäzen Dietmar Hopp.

Veröffentlicht am 03. März 2020 von

(Berlin.)  Am Sonntag trat der VFL Wolfsburg auf Grund des Europa League Spiels am Donnerstag in Malmö schon um 13:30 bei Union Berlin an. Mit einem Sieg könnten die Wölfe auf den Europapokalplatz sechs springen. VFL Trainer Oliver Glasner nahm im Vergleich zum letzten Spiel zwei Änderungen vor: Daniel Ginczeck und Kevin Mbabu ersetzten Admir Mehmedi und Xaver Schlager. Bei den Unionern rotierte Trainer Urs Fischer Keven Schlotterbeck und Christopher Trimmel für Hübner und Ryerson in die Partie.

Weghorst scheitert an Gikiewicz

Die ersten Minuten auf dem Platz tasten sich beide Teams jedoch zunächst nur im Mittelfeld ab und konzentrierten sich au die eigene Defensivarbeit. Torgefahr kam zunächst kaum auf, oft endeten Angriffe schon in der Entstehung durch weite Pässe in das Nichts. Die erste große Torchance gab es dann in der 22. Minute. Nach einer Eckenflanke von rechts tauchte Stürmer Wout Weghorst vollkommen frei vor dem Tor von Union auf. Doch Torhüter Rafal Gikiewicz war zur Stelle, parierte erst den Kopfball und dann auch noch den Nachschuss des Wolfsburgers. Der VFL hatte in der Folge merklich die Kontrolle über die Partie übernommen, allerdings fehlten die guten Möglichkeiten.

Casteels Patzer bringt Führung

Das erste Tor der Partie fiel in der 41. Minute. Jedoch anders als man erwarten könnte nicht für den VFL, sondern für die Berliner. Bei einer Freistoßflanke der Unioner aus halblinker Position segelte Wölfe Torhüter Koen Casteels am Ball vorbei, Stürmer Sebastian Andersson musste den Ball nur noch ins leere Tor einköpfen. 1:0 für Union. Durch den Spielverlauf auf jeden Fall überraschend, wenn auch begünstigt durch einen Patzer des VFL Keepers.

In der Folge kam es wieder zu unschönen Szenen aus dem Fanblock der Unioner. Wie schon am Vortag während der Partie Hoffenheim gegen Bayern wurde auch in diesem Spiel ein deformierendes Plakat gegen Hoffenheim Mäzen Dietmar Hopp gezeigt. Schiedsrichter Sebastian Dankert unterbrach die Partie für elf Minuten, danach wurde die restliche Spielzeit der ersten Halbzeit absolviert. Mit 1:0 für Union Berlin ging es kurz darauf in die Pause.

Dieses deformierende Plakat der Union Fans sorgte für eine elf Minütige Unterbrechung. (Foto via gettyimages)

Gehrhardt schnelle Antwort für Friedrich

Nach der Pause nahm die Partie in den ersten Minuten merklich an Tempo zu. In der 57. Minute baute dann Union Berlin die Führung aus, wieder nach einem Standard. Bei einer Ecke von rechts lief Unions Verteidiger Marvin Friedrich ein und köpfte den Ball ungehindert von der VFL Abwehr zum 2:0 ins Tor. Doch es dauerte nur 60 Sekunden, bis der VFL eine Antwort fand. Auch hier kam diese durch eine Ecke. Bei einer Flanke von Arnold kam Mittelfeldspieler Yannick Gehrhardt ebenfalls völlig frei zum Kopfball. Sein wuchtiger Kopfball landete im kurzen Eck, Wolfsburg erzielte somit den Anschlusstreffer zum 2:1 in Minute 58.

Weghorst rettet den VFL

Nach den Toren fehlte es beiden Mannschaften lange an guten Torchancen. Oftmals scheiterten gute Ansätze im Angriffsspiel am letzten Pass. In der 80. Minute gab es dann doch noch den Ausgleich für die mitgereisten Anhänger des VFLs zu bejubeln. Der eingewechselte Joao Victor dribbelte sich an der rechten Grundlinie in den Strafraum von Berlin. Seine wuchtige Flanke, die mehr einem Schuss ähnelte, prallte vom Kopf von Stürmer Weghorst, der zentral eingelaufen war, ins Tor der Unioner ab. Somit war dem VFL Wolfsburg doch noch der erlösender 2:2 Ausgleich gelungen. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch am Ende.

Wolfsburger mit Comeback- Qualitäten

Unterm Strich ist das Unentschieden leistungsgerecht. Der VFL Wolfsburg hatte zahlenmäßig die Kontrolle über die Partie. Union nutzte jedoch seine Chancen eiskalt aus und ging mit 2:0 in Führung. Auch mit kräftiger Mithilfe der Defensive des VFLs. Doch Wolfsburg kämpfte sich zurück in die Partie. Am Ende belohnten sich die Wölfe für ein gutes Spiel mit dem späten Ausgleich. Leider wurde aber auch diese Partie überschattet von einem Machtkampf zwischen Fanszene und DFL/DFB, der wohl aktuell kein Ende in Sicht hat.

Durch das Remis bleibt der VFL Wolfsburg auf dem siebten Tabellenplatz, einen Punkt hinter dem Europapokalplatz sechs. Union Berlin hingegen steht nach dem 24. Spieltag mit 30 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz. Mit 13 Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz rückt ein Klassenerhalt immer näher. Einen nächsten Schritt können die Eisernen am kommenden Wochenende dafür tun. Dann ist man zu Gast beim SC Freiburg. Für die Wolfsburger geht der Kampf um die internationalen Plätze im Heimspiel gegen RB Leipzig weiter. Beide Spiele starten am Samstag um 15:30 Uhr.

Timm Ottenberg, Sportjournalismus & Sportmarketing (BA-SJ-14-VZ)

 


Schlagworte: Bundesliga, Bundesliga 24. Spieltag, Dietmar Hopp, Eiserne, Europapokal, Fanproteste, Joao Victor, Klassenerhalt, Oliver Glasner, Sebastian Andersson, Sebastian Dankert, Spielunterbrechung, Union Berlin, Urs Fischer, VfL Wolfsburg, Wölfe, Wout Weghorst, Yannick Gehrhardt

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Datum: 03. März 2020
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