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Wolfsburg verpatzt Rückrundenstart gegen eisklate Kölner

Der VFL Wolfsburg unterliegt dem 1. FC Köln mit 1:3. Damit ist der Start in die Rückrunde 2020 für die Mannschaft aus der Autostadt missglückt. Gerade die Abschlussschwäche machte sich in den ersten Minuten bemerkbar.

Veröffentlicht am 20. Januar 2020 von

(Köln.) Zum Rückrundenstart ging es für den VFL Wolfsburg am Nachmittag zum 1. FC Köln. Beim 15. der Tabelle hoffte die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner den aktuellen Abwärtstrend aus der Hinrunde mit einem Sieg stoppen zu können und den neunten Tabellenplatz in Richtung der Europapokalplätze zu verlassen.

Bei den Gastgebern aus dem Rheinland lief erstmals Mark Uth im offensiven Mittelfeld auf. Der ehemalige Wolfsburger Elvis Rexhbecaj blieb gegen die alten Kollegen auf der Bank. Beim VFL rückten Daniel Ginczeck und Josip Brekalo in der Offensive in die Startaufstellung. Rückkehrer Mehmedi und Nachwuchsstürmer Joao Victor nahmen zunächst auf der Bank platz.

Wolfsburgs fulminante 120 Sekunden

Und der VFL schien sich einiges vorgenommen zu haben. Bereits nach 20 Sekunden tauchte Stürmer Wout Weghorst nach einer Flanke zentral vor dem Kölner Tor auf. Der Kopfball landete allerdings über dem Tor. In Minute zwei war es erneut Weghorst, der von Schlager in halbrechter Position durch einen Steilpass angespielt wurde. Dieses Mal scheiterte der Niederländer allerdings am gut reagierenden Kölner Torhüter Timo Horn. In den ersten 15 Minuten fehlte es den Kölnern insgesamt an der Ruhe und auch am Selbstvertrauen auf dem Platz, auch weil der VFL seine Aufgaben defensiv gut löste und die Passwege der Rheinländer gut zustellte. Offensiv enttäuschte der VFL allerdings auf Grund der fehlenden Chancenverwertung. Auch mangelte es nach den starken 2 Minuten zu Spielbeginn an weiteren guten Tormöglichkeiten.

Cordoba trifft aus dem Nichts

Der Fc Köln kam in der Folge dann doch immer besser in die Partie und nutzte gleich die erste gute Möglichkeit zur Führung. In der 23. Minute tauchte Stürmer Jhon Cordoba nach einer Freistoßflanke von Jonas Hector völlig frei vor dem Tor der Wölfe auf und köpfte ins untere rechte Eck zur Führung für den FC ein. Köln übernahm in der Folge die Kontrolle über das Spiel, jedoch ohne zwingende Chancen auf das 2:0. Wolfsburg wirkte auf Grund des plötzlichen Kölner Treffers sichtlich geschockt, ein Offensivspiel fand bei den Gästen kaum noch statt. Kurz vor der Pause baute Köln dann seine Führung aus. Innenverteidiger Marcel Tisserand geriet unter Druck und spielte den Ball direkt in den Fuß von Ellyes Skhiri, der auf Cordoba ablegte. Der Stürmer schob den Ball souverän zum 2:0 ein. Mit diesem Stand ging es dann auch in die Halbzeitpause. Insgesamt ging die Führung für den FC in Ordnung. Wolfsburg bot nach fulminanten 120 Sekunden offensiv nichts mehr und Köln hingegen nutzte seine Chancen eiskalt aus.

Wolfsburg vergisst Hector

In Halbzeit zwei starten beide Teams hochmotiviert. Zunächst hatte Jonas Hector die Chance in der 50. Minute auf 3:0 zu erhöhen, sein Flachschuss aus halbrechter Position verfehlte allerdings das kurze Eck um wenige Zentimeter. Nur eine Minute später fand Xaver Schlager mit einem Steilpass in die Tiefe Stürmer Daniel Ginczeck, dessen Schuss Kölns Torhüter Horn allerdings parieren konnte. In der 62. Minute gab es dann die Vorentscheidung zu Gunsten der Kölner. Eine Ecke von der linken Seite verlängerte Rafael Czichos den Ball per Kopf an den langen Pfosten. Dort stand Jonas Hector vollkommen allein gelassen von der Wolfsburger Defensive und köpfte zum 3:0 ein.

Steffens Treffer kommt zu spät

Doch noch war eine gute halbe Stunde zu spielen. In der 66. Minute zeigte der VFL noch einmal ein Lebenszeichen. Josip Brekalo spielte am rechten Strafraumrand den eingewechselten Renato Steffen an. Der Schweitzer schob den Ball eiskalt an Timo Horn vorbei ins lange Eck zum 3:1 Anschlusstreffer. Jedoch gab es kein richtiges Aufbäumen der Wölfe gegen die drohende Niederlage. Einzig in der 82. Minute gab es durch einen Freistoß von Maximilian Arnold aus zentraler Position einen Hauch von Torgefahr. Der Flachschuss scheiterte jedoch an einer starken Parade von Timo Horn. Es blieb beim 3:1 Sieg für Köln.

Negativtrend setzt sich fort

Auch 2020 zeigen sich beim VFL Wolfsburg die selben Probleme auf dem Platz: Offensiv spielen sich die Niedersachsen zu wenig Chancen heraus; die wenigen guten Torchancen werden meist zu leichtfertig vergeben. In der Defensive hingegen zeigen sich zu häufig zu große Lücken wie beim 3:0 von Jonas Hector. Somit startet der VFL eine weitere kleine Negativserie. Aus den letzten drei Spielen konnte man nur einen Punkt holen (1:1 gegen Schalke, d. Red.). Somit bleibt der VFL Wolfsburg auf Platz neun in der Tabelle stehen. Mittlerweile sind es schon fünf Punkte Differenz auf einen Europapokalplatz. Der 1. FC Köln hingegen verschafft sich mit dem Sieg etwas Luft zum Atmen im Abstiegskampf und springt auf den 13. Tabellenplatz. Fakt ist: Der VFL Wolfsburg braucht in der nächsten Woche gegen Hertha BSC dringend einen Sieg. Sonst droht dem Team von Oliver Glasner nicht nur der verlorene Anschluss im Kampf um die Europapokalplätze, sondern bald vielleicht der Abstiegskampf.

Timm Ottenberg, Sportjournalismus & Sportmarketing (BA-SJ-14-H-VZ)


Schlagworte: 1. FC Köln, Abstiegskampf, Bundesliga, Glasner, Jhon Cordoba, Jonas Hector, Renato Steffen, Rückrundenstart, VfL Wolfsburg, Wölfe, Wout Weghorst

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Datum: 20. Januar 2020
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