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Zehn Wolfsburger schaffen Befreiungsschlag aus der „Krise“

Der VFL Wolfsburg kommt siegreich nach der Länderspielpause zurück. Bei Eintracht Frankfurt setzte sich das Team von Trainer Oliver Glasner mit 0:2 durch. Große Hilfe bekamen die Wölfe dabei ausgerechnet von Frankfurts Torwart Felix Wiedwald.

Veröffentlicht am 24. November 2019 von

(Wolfsburg.)  Am zwölften Spieltag der aktuellen Bundesliga Saison empfing Eintracht Frankfurt den VFL Wolfsburg. Beide Teams brauchten dringend einen Sieg, um den Anschluss an die Europapokalplätze zu halten. Gerade die Gäste benötigten nach vier Niederlagen in Folge besonders dringend diesen Sieg, um nicht endgültig in eine sportliche Krise zu rutschen.

Wie bereits vor dem Spiel vermutet rückten beim VFL Wolfsburg mit Torhüter Koen Casteels und Außenstürmer Admir Mehmedi nach Verletzungen zurück in die Startaufstellung. Der dritte Rückkehrer Xaver Schlager nahm, wie ebenfalls vermutet, zunächst auf der Bank platz. Bei der Eintracht rückten unter anderem Evan Ndicka und Erik Durm in die Startaufstellung.

Beide Teams starten fulminant

Die erste Aktion auf dem Platz setzten dann die Gastgeber aus Frankfurt. Nach einer Freistoßflanke von Filip Kostic kam Stürmer Goncalo Paciencia zum Kopfball, doch Koen Casteels war bei seinem Comeback im VFL Tor zur Stelle. Nur eine Minute später kam es dann zur ersten Großchance für die Wolfsburger. Ein tiefer Pass in den Strafraum von Mittelfeldspieler Joshua Guilavogui landete bei Außenverteidiger William. Dieser kam aus halbrechter Position frei zum Abschluss, doch auch Felix Wiedwald im Tor der Eintracht war zur Stelle und parierte den Schuss des Brasilianers. Beide Teams starteten somit fulminant in die Partie und drängten bei Ballbesitz sofort nach vorne.

Weghorst steht goldrichtig

Doch noch hatte sich keine Mannschaft für die offensive Spielweise belohnt. Das änderte sich in der 19. Minute. Bei einem Abschluss von Mittelfeldspieler Maximilian Arnold aus der Distanz stand Stürmer Wout Weghorst goldrichtig und fälschte den Ball per Kopf unhaltbar für Wiedwald ins Tor der Eintracht ab. Somit ging der VFL verdient mit 0:1 in Führung. Zwar hatte die Eintracht mit 61 % deutlich mehr Ballbesitz, Wolfsburg hingegen nutzte seine Chancen konsequent. Es war Weghorsts sechstes Saisontor für Wolfsburg.

Michael Tisserand (rechts) musste vor der Pause den Platz mit Gelb- Rot verlassen. (Foto via gettyimages)

Wölfe“ dezimieren sich selbst

Doch kurz vor der Pause erwies Innenverteidiger Marcel Tisserand dem VFL, der bis dahin eine starke Mannschaftsleistung gezeigt hatte, einen „Bärendienst“. Tisserand war bereits in der 39. Minute mit dem Ball in der Hand nach einen Pfiff von Schiedsrichter Daniel Siebert weggelaufen und deshalb mit der gelben Karte verwarnt wurden. In der Nachspielzeit verpasste der 26- jährige Innenverteidiger in einem Kopfballduell Eintracht Stürmer Paciencia einen Schlag mit dem Ellenbogen. Eine klare gelbe Karte und in der Folge ein vollkommen unnötiger Platzverweis für Tisserand binnen zehn Spielminuten. Mit 0:1 für den VFL Wolfsburg ging es in die Halbzeitpause.

Wiedwalds Patzer ebnet den Weg

Auch nach der Pause hatten die Gäste aus Wolfsburg die klareren Torchancen. In der 53. Minute kam Innenverteidiger Jeffrey Bruma nach einer Flanke von Maximilian Arnold aus linker Position frei zum Kopfball auf das Tor der Eintracht. Doch erneut war Torhüter Wiedwald zur Stelle und parierte den Ball. Bis dahin hatte der 29- jährige Torwart ein souveränes Spiel im Tor der Frankfurter gezeigt. Das änderte sich aber in der 65. Minute. Nach einem weiten Abschlag von Casteels in die Frankfurter Hälfte schien die Spielsituation eigentlich geklärt. Der Ball war bei Wiedwald, der sich nun aber einen schweren Patzer leistete. Denn statt einen seiner Vereidiger an zu spielen, spielte er den Ball direkt in die Füße von VFL Stürmer Joao Victor. Dieser schob den Ball souverän zu 0:2 ein. Auch dieses Tor kann man allerdings als vollkommen verdient ansehen. Frankfurt hatte zwar mehr Ballbesitz, nutze diesen jedoch nicht. Wolfsburg hingegen zeigte sich in alter Stärke und nutze seine wenigen Chancen eiskalt aus.

Eintracht zeigt zu wenig

Auch für den Rest des Spiels zeigte sich dieses Bild. Frankfurt erspielte sich kaum Torchancen, Wolfsburg beschränkte sich auf das Kontern, spielte aber auch diese Angriffe nicht mehr konsequent zu Ende, vermutlich auch vor dem Hintergrund der 0:2 Führung und der Unterzahl. Die besten Chancen für die Eintracht hatten Filip Kostic (80. Minute) und Erik Durm (86.). Beide Male war allerdings Koen Casteels zur Stelle. Casteels zeigte insgesamt eine starke Leistung bei seiner Rückkehr und war auch für zehn Wolfsburger ein absoluter Rückhalt auf dem Platz. Am Ende siegten die „Wölfe“ insgesamt verdient mit 0:2.

Frankfurt bleibt ein gutes Pflaster

Nach vier Niederlagen in Folge feiert Wolfsburg wieder einen Sieg. Insgesamt ist es für das Team von Trainer Glasner der vierte Sieg in Folge in Frankfurt. Frankfurt bleibt somit ein gutes Pflaster für die „Wölfe“. Der Sieg für die Niedersachsen ist absolut verdient. Frankfurt konnte seine höheren Spielanteile nicht konsequent nutzen, auch nicht bei einer ganzen Halbzeit in Überzahl. Am Ende half auch Felix Wiedwald durch seinen Patzer außerdem kräftig mit, die Weichen für einen verdienten Sieg des VFL Wolfsburgs zu stellen. Durch diesen Sieg klettert Wolfsburg auf den siebten Tabellenplatz, punktgleich mit Borussia Dortmund auf dem Europapokalplatz sechs (Beide 20 Punkte). Nun gilt es für das Team von Glasner darum, wieder in die Form des Saisonstarts zu finden. Die Möglichkeit dazu bietet schon der nächste Spieltag in der Bundesliga. Der Gegner heißt dann Werder Bremen. Frankfurt hingegen braucht im „Kampf um Europa“ nach der ersten Heimniederlage am Montagabend gegen Mainz 05 dringend einen Sieg.

Fürs erste scheint die Krise beim VFL Wolfsburg überwunden. Es werden aber weitere Siege notwendig sein, um sie endgültig als überwunden anzusehen.

Timm Ottenberg, Sportjournalismus & Sportmarketing (BA- SJ- 14- H- VZ, Sportlehrredaktion)


Schlagworte: Bundesliga, Bundesliga 12. Spieltag, Eintracht Frankfurt, Joao Victor, Michael Tisserand, Oliver Glasner, SGE, VfL Wolfsburg, Wout Weghorst

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Datum: 24. November 2019
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