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Fußball

Alvarez bringt die „Bremer Brücke“ zum beben

Der VfL Osnabrück darf nach zwei sieglosen Monaten wieder jubeln. Marcos Alvarez markiert im Duell mit dem VfB Stuttgart den frühen Treffer des Tages und besorgt die drei Punkte für die Niedersachsen. Die Schwaben hatten im Spielverlauf zahlreiche erstklassige Gelegenheiten den Ausgleich zu erzielen, müssen sich jedoch die mangelnde Chancenverwertung ankreiden lassen.

Veröffentlicht am 09. November 2019 von

(Osnabrück.) VfL-Trainer Daniel Thioune entschied sich im Vergleich zu dem Auswärtsspiel in Regensburg (3:3) für drei Wechsel in der Startaufstellung. Für  Heider, Ouahim und Wolze, durften Agu, Schmidt und Amenyido von Beginn an starten. Beim VfB nahm Tim Walter nur eine Änderung nach dem 3:1-Sieg gegen Dynamo Dresden vor. Holger Badstuber kehrte nach abgesessener Sperre zurück in die Startelf und verdrängte Phillips auf die Ersatzbank.

Blitzstart für Osnabrück – Alvarez trifft früh

Der VfL Osnabrück startete mit Spielfreude in die Partie und konnte bereits in der zweiten Spielminute den ersten Abschluss verzeichnen. Alvarez Freistoß war jedoch kein Problem für Kobel, den Schlussmann der Schwaben. Zwei Minuten später war der Stürmer dann wieder zur Stelle. Nach einer Flanke von Ajdini stand Schmidt links im Strafraum völlig frei und konnte den Ball auf Alvarez ablegen. Der Volleyschuss des Angreifers wurde noch von Kempf abgefälscht und wurde somit unhaltbar für Kobel.

Stuttgart scheitert an eigener Chancenverwertung

Nach dem Führungstreffer der Osnabrücker begann der VfB Stuttgart das Spiel zu bestimmen und sich Chancen zu erspielen. Klement scheiterte mit einem abgefälschten Distanzschuss an Kühn (18.). Die erste Großchance der Stuttgarter hatte Ascacibar, der freistehend vor Kühn deutlich zu hoch gezielt hatte (29.). Kurz vor der Halbzeit war es dann wieder VfL-Schlussmann Kühn der im Eins-gegen-Eins-Duell mit Gonzalez den Ball parieren konnte (44.) und so die 1:0 Pausenführung der Osnabrücker festhielt.

Selbes Spiel in Halbzeit zwei

Im Vergleich zum ersten Durchgang änderte sich nichts. Stuttgart blieb weiterhin die tonangebende Mannschaft und erspielte sich zahlreiche Gelegenheiten. Jedoch war es immer wieder der Torwart der Hausherren, der die Chancen der Schwaben vereiteln konnte. Bei einem Distanzschuss von Stenzel (62.) und einem Kopfball von Badstuber (63.) musste Kühn eingreifen und sein ganzes Können zeigen. Mitten in der Drangphase der Stuttgarter waren es dann die Osnabrücker, die fast auf 2:0 erhöht hätten. Niklas Schmidt zielte bei seiner Direktabnahme nach Amenyidos Flanke knapp am linken Pfosten vorbei (66.). Stuttgart lies sich nicht beirren, spielte weiter mit viel Druck auf den Ausgleich und versuchte die gut sortierte Hintermannschaft der Osnabrücker zu knacken. Doch ein missglückter Klärungsversuch von Schmidt, der den Ball genau in den Fuß von Gonzalez spielte, führte zur besten Chance der Stuttgarter. Der Argentinier konnte jedoch auch seine zweite Großchance des Tages nicht nutzen und scheiterte erneut an Kühn (70.). Auch die letzten Gelegenheiten von Al Ghaddioui (84.), Gonzalez (90.+1) und Kempf (90.+3) konnten den Sieg der Osnabrücker nicht mehr verhindern. Der VfL brachte den Sieg glücklich über die Zeit und feiert den ersten Sieg seit Anfang September.

Chancenverwertung bleibt das Problem der Stuttgarter

„Wir haben es probiert, haben auch genug Torchancen gehabt, aber wie so oft ist es unser Laster, dass wir die Tore nicht schießen.“, sagt VfB-Coach Tim Walter nach dem Spiel. Auch mit der Einstellung mancher Spieler war der Trainer der Schwaben nicht zufrieden: „Wir haben das Spiel von Anfang an nicht so angenommen, wie ich es versucht habe den Jungs beizubringen. Es ist ein enges Stadion, indem es viele Emotionen gibt. Dann denken noch manche es geht von alleine.“ Daniel Thioune hingegen war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Ich habe von Beginn an das gesehen, was wir eingefordert hatten. Wir waren sehr frech und mutig in unseren Aktionen.“

Durch den Sieg verbessert sich der VfL in der Tabelle auf Position neun. Mit 16 Punkten haben die lila-weißen aktuell drei Punkte Abstand auf den Relegationsplatz. Der VfB Stuttgart hingegen hat den Sprung auf Platz eins verpasst. Die Schwaben bleiben mit 23 Punkten auf Rang drei der Tabelle.

Nach der Länderspielpause gastiert Osnabrück am Freitag (22. November, 18:30 Uhr) in Bochum. Stuttgart empfängt den Karlsruher SC am Sonntag (24. November, 13:30 Uhr).

Tom Maassmann, Sportjournalismus & Sportmarketing (BA-SJ-14-H-VZ, Lehrredaktion)


Schlagworte: 2. Bundesliga, Fußball, VFB, VfB Stuttgart, VfL, VFL Osnabrück

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Datum: 09. November 2019
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