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Ausrufezeichen im Abstiegskampf – Thommy sprintet Fortuna zum Erfolg in Freiburg

Fortuna Düsseldorf gelang am 23. Spieltag ein wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Bei harmlosen Freiburgern gewann die Fortuna verdient mit 2:0 und sicherte sich drei wichtige Punkte gegenüber der Konkurrenz im Fernduell der Abstiegskandidaten.

Veröffentlicht am 22. Februar 2020 von

(Freiburg.) Fortuna Düsseldorf sendet ein Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller. Beim SC Freiburg gewannen die Fortunen um Trainer Uwe Rösler mit 2:0, dank der Tore von Andre Hoffmann und Erik Thommy.

Am Samstagmittag empfing der SC Freiburg im heimischen Schwarzwaldstadion die Fortuna aus Düsseldorf zum 23. Spieltag der Fußball Bundesliga. Während die Freiburger im Dunstkreis der Europapokalplätze schweben, befindet sich die Fortuna nach der 1:4 Derbyniederlage gegen Mönchengladbach im Kampf um den Klassenerhalt. Freiburgs Trainer Christian Streich musste im Vergleich zum 1:1 gegen Augsburg, verletzungsbedingt auf Mittelfeldspieler Amir Abrashi verzichten und setzte auf Chang-Hoon Kwon an dessen Stelle. Bei Düsseldorf gab es gleich drei Wechsel im Vergleich zum Spiel gegen Gladbach. Andre Hoffmann, Routinier Adam Bodzek und Rückkehrer Kenan Karaman ersetzten Zanka, Alfredo Morales und Nana Ampomah.

Düsseldorf setzt Akzente – Freiburg harmlos

Die Düsseldorfer kamen zu Beginn deutlich besser in die Partie und übernahmen früh die Initiative. Schon nach sechs Minuten durften die Rheinländer das erste Mal vermeintlich jubeln. Das Eigentor von Christian Günter wurde jedoch durch eine Abseitsposition von Düsseldorfs Matthias Zimmermann aberkannt. Besonders Düsseldorfs Flügelspieler Erik Thommy war ein ständiger Unruheherd für die rechte Defensivseite der Freiburger. Vom Sportclub kam zu Beginn der Partie erstaunlich wenig. Nur der Koreaner Kwon sorgte auf Seiten des SC für etwas Torgefahr für die Düsseldorfer Defensive. In der 37. Spielminute belohnten sich die Düsseldorfer mit dem verdientem 1:0. Eine Ecke von Kevin Stöger verwandelte Andre Hoffmann zum Führungstreffer. Es war das erste Pflichtspieltor seit sieben Jahren für den ehemaligen Hannoveraner und Duisburger. Mit diesem Spielstand gingen die Teams dann auch in die Halbzeitpause.

Düsseldorf nutzt das Momentum – Freiburgs Offensive kommt zu spät

Zur Halbzeit wechselte Christian Streich seinen erfolgreichsten Torjäger Nils Petersen für den erfolglosen Kwon ein. Aber auch der erfahrene Angreifer sollte nicht den nötigen Schwung für die Offensive der Breisgauer bringen. Ein Volleyschuss von Haberer in der 60. Minute parierte Keeper Florian Kastenmeier gekonnt. Der zuletzt kritisierte Torhüter der Fortuna, zeigte eine fehlerfreie Partie und war, wenn gefordert, zur Stelle. Die Fortuna nutze nach einer Freiburger Ecke den Ballverlust von Jonathan Schmid, um in der 60. Minute auf 0:2 aus Sicht der Gastgeber zu erhöhen. Erik Thommy vollendete nach einem Sololauf allein gegen Torhüter Alexander Schwolow. Kurios dabei war die Abwesenheit von Freiburgs Nicolas Höfler. Der Mittelfeldmann wurde laut Trainer Streich für mehrere Minuten in der Kabine behandelt, nachdem er zuvor umgeknickt war. Erst nach dem Gegentreffer kehrte der 29-Jährige auf das Spielfeld zurück. Erst in der Schlussviertelstunde wurden die Hausherren gefährlich. Ein Volley von Luca Waldschmidt verfehlte das Düsseldorfer Gehäuse, genauso wie ein Kopfball von Robin Koch in der Nachspielzeit. Die mangelnde Torgefahr der Freiburger, sowie mutig aufspielende Fortunen sorgten am Ende für einen verdienten Sieg der Gäste aus der Rheinmetropole.

Düsseldorf mit wichtigem Sieg im Abstiegskampf – Freiburg verpasst Sprung auf Europapokalplatz

Es war der erst zweite Auswärtserfolg für die Düsseldorfer in der laufenden Saison. Dafür sind die drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt wichtig für die Rheinländer. Mit nun 20. Punkten ist man zwar weiterhin auf dem Relegationsplatz, profitiert jedoch von der Niederlage der Werder Bremen gegen den BVB und dem gestrigen Erfolg der Bayern gegen Paderborn. Die Nichtabstiegsplätze bleiben damit in realistischer Reichweite. Nächste Woche Freitag (20:30 Uhr) empfängt Fortuna Düsseldorf dann Hertha BSC. Der zuletzt viel kritisierte, selbst ernannte „Big City Club“ unterlag Mitkonkurrent Köln zu Hause mit 0:5! Ein Sieg gegen die Berliner würde die Fortuna bis auf drei Punkte an die Hertha ran bringen.

Der SC Freiburg verliert mit der Niederlage zwar Boden auf die Europapokalplätze, jedoch bleiben die Breisgauer mit 33. Punkten auf Platz acht der Tabelle und damit in der oberen Tabellenhälfte. Nächsten Samstag (15:30 Uhr) steht für die Mannschaft um Christian Streich dann vor einer wahren Herkulesaufgabe. Dann reist man zum Auswärtsspiel zu Borussia Dortmund mit Wunderkind Jadon Sancho und Torgarant Erling Haaland. Auch wenn dies auf dem Papier nach einem einseitigen Spiel klingt, so haben die Freiburger in der Vergangenheit bereits öfter bewiesen dass die durchaus ein Favoritenschreck sein können.

Aufstellungen:

SC Freiburg: (4-2-3-1), Trainer: Christian Streich

Schwolow(TW)- Schmid, Gulde (82.Heintz), Koch, Günter(C), Höfler, Haberer, Kwon (45.Petersen), Höler, Grifo (67.Sallai), Waldschmidt.

Fortuna Düsseldorf: (5-3-2), Trainer: Uwe Rösler

Kastenmeier(TW)- Zimmermann, Ayhan, Hoffmann (77.Jörgensen), Suttner (20.Gießelmann), Thommy, Berisha (67.Morales), Bodzek, Stöger, Karaman, Hennings (C).

Tore:  0:1, (37.)  Hoffmann, 0:2, (61.) Thommy.

 

Max Ehlers, Sportjournalismus & Sportmarketing

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Schlagworte: Abstiegskampf, Bundesliga, Christian Streich, Düsseldorf, Erik Thommy, Fortuna Düsseldorf, Freiburg, SC Freiburg

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Datum: 22. Februar 2020
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