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Darf man als FC-Fan schon sicher an den Aufstieg glauben?

(Köln.) Der 1. FC Köln marschiert mit dem fünften Sieg in Folge immer zielstrebiger dem Aufstieg entgegen. Am Sonntag überzeugte die Mannschaft mit einem 4:0 Heimspiel-Erfolg gegen Kiel. Die Ex-Mannschaft des Kölner Trainers Markus Anfang begann in Müngersdorf zwar ambitioniert, hatte den Kölnern letztendlich aber doch zu wenig entgegenzusetzen. Die Kölner Fans scheinen schon sicher an den Aufstieg zu glauben. Während des Spiels und auch noch nach Spielende wurde, vor allem von der Südkurve, immer wieder lauthals „Nie mehr zweite Liga“ skandiert.

Veröffentlicht am 03. April 2019 von

„Wir haben jetzt noch acht Spiele, davon noch ein Nachholspiel, das ist auch ganz gut. Das haben wir, wie mit Aue, so ein bisschen in der Hinterhand. Wir wollen eigentlich kein Spiel mehr hergeben, sind zu Hause sehr selbstbewusst“ sagte Dominic Drexler nach dem fünften Pflichtspielerfolg in Serie dem Fanzine effzeh.com. Die Geißböcke haben jetzt bei einem Spiel weniger (Nachholspiel in Duisburg am 10. April) drei Punkte mehr als der Tabellen-Zweite Hamburger Sport Verein. Mit einer Tordifferenz von +37 hat der 1. FC Köln außerdem die mit Abstand beste Tordifferenz der Liga.

Sturm als Prunkstück

Wie auch beim jüngsten 4:0 Erfolg gegen Holstein Kiel ist die Offensive um Top-Torjäger Simon Terodde das Prunkstück der Kölner Mannschaft. Tatkräftig unterstützt wird der 27-Tore-Mann dabei von Jhon Cordoba (13 Tore) und Rückkehrer Anthony Modeste, der in sechs Spielen seit Beginn der Rückrunde bereits fünf Tore erzielte. Dabei spielte Modeste nur ein Spiel von Anfang an,  meistens wurde er erst gegen Ende der zweiten Halbzeit eingewechselt. Alle drei Stürmer wussten beim Sieg gegen den Kieler SV Holstein zu überzeugen und erzielten jeweils einen Treffer. Mit dieser Offensive müsste sich der Geißbock auch in der 1. Liga nicht verstecken.

Kein Gegentor gegen Kiel

Gegen Kiel war die Abwehr zwar nicht frei von kleineren Wacklern, aber immerhin spielten die Geißböcke mal wieder zu Null, nachdem sie in den letzten Spielen immer mal wieder ein Gegentor kassierten. Nachdem der Start in die Rückrunde für den Aufstiegs-Favoriten eher stotternd erfolgte, scheinen sich die Domstädter gefangen zu haben. Die jüngsten Schützenfeste im heimischen RheinEnergieSTADION in Köln Müngersdorf scheinen die Spieler jedoch nicht aus der Ruhe zu bringen. „Wenn man 4:0 zu Hause gewinnt, kann man sehr zufrieden sein. Kiel ist eine Mannschaft, die mitspielen will. Wenn wir nicht überzeugt von uns wären, würden wir nicht solche Leistungen wie in den letzten beiden Heimspielen abrufen können. Wir werden die nächsten Wochen genauso angehen, um unser Ziel zu erreichen“, kommentierte Jonas Hector den Erfolg über die Kieler nüchtern, kurz nach dem Spiel für den Kölner Stadt-Anzeiger. Der zuletzt nicht mehr von Bundestrainer Joachim Löw berücksichtigte Nationalspieler war mit zwei Assists und einem eigenen Treffer zu großen Teilen am Heimsieg beteiligt.

Fans geben Rückenwind

Umso euphorischer zeigten sich die Effzeh-Fans, die nicht nur von der ersten Liga träumen, sondern, gewohnt jeck, wie die Kölner eben sind, gleich auch vom Europa-Pokal sangen. Träumer sind unter den loyalen Fans der Kölner (50.000 Zuschauer gegen Kiel/RheinEnergieStadion ausverkauft) bekanntlich zahlreich vertreten. Fans und Spieler feierten nach Abpfiff zusammen vor und auf der Südtribüne. Markus Anfang zeigte sich im Express erfreut über die „Vor-Aufstiegsparty“ im Kölner-Fanblock und auf den Rängen: „Je näher wir unserer Zielsetzung kommen, desto mehr habe ich das Gefühl, dass sich die Leute mit uns freuen.“

Aufstieg nur eine Frage der Zeit?

Darf man als Fan des 1. FC Köln also schon sicher an den Aufstieg glauben? Im Umfeld des Vereins scheint das eher eine Frage nach dem Wann als nach dem Ob zu sein. Der rheinländische Optimismus und die Kölsche Frohnatur lassen den Kölnern eigentlich gar keine andere Wahl, als an den Aufstieg zu glauben. Die Meisten tun das sowieso schon seitdem sicheren Abstieg aus der Bundesliga am 32. Spieltag der Vorsaison. Die Zahlen sprechen ebenfalls für den Effzeh. Mit bereits sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und sogar zehn Punkten auf einen Nicht-Aufstiegs-Platz, bei einem Spiel weniger, scheint der FC nur noch theoretisch am Aufstieg gehindert werden zu können, zumal die direkte Konkurrenz an den letzten Spieltagen schwächelte und patzte. Diese Patzer wussten die Kölner für sich zu nutzen. „Man soll ja nur auf sich schauen, aber wir haben mit einem Auge schon die Ausrutscher der Konkurrenz gesehen. Jetzt haben wir das ausgenutzt“, erklärte Top-Torjäger Simon Terodde gegenüber dem Express. Die Domstädter haben sich auch nicht von den internen Querelen und dem Abgang von Präsident Werner Spinner aus dem Tritt bringen lassen und scheinen das erklärte Ziel, direkter Wiederaufstieg, konzentriert und mit der nötigen Ernsthaftigkeit anzugehen.

Steigt der 1. FC Köln jetzt sicher auf? Das sagen die Kölner:

 

Ein Bericht von: Alex Dierke, Janina Huck, Simon Lorscheid (Modul: Software Grundlagen; Studiengang: BA-SJ-09-K-VZ)


Schlagworte: 1. FC Köln, 2. Bundesliga, Aufstieg, Effzeh, Fußball, Kiel, Nachholspiel, Wiederaufstieg

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Datum: 03. April 2019
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