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Eishockey

Dritter Auswärtserfolg in Serie – DEG gewinnt nach spannenden Spiel auch bei Playoff Konkurrent Eisbären Berlin mit 2:1 in der Overtime

Die Düsseldorfer EG setzt ihre Siegesserie auf fremdem Eis fort. Bei dem Tabellenvierten aus Berlin setzten sich die Rheinländer in einer hart umkämpften Partie schlussendlich mit 2:1 nach Verlängerung durch. Torhüter Mathias Niederberger wird zum Helden des Spiels.

Veröffentlicht am 29. Februar 2020 von

(Berlin.) Der 49. Spieltag der DEL hielt ein wahres Topspiel parat. Die Düsseldorfer EG traf auswärts auf die Eisbären Berlin. Dabei setzte die DEG ihren Siegeszug gegen Ende der regulären Saison weiter fort. Bei dem direkten Tabellennachbarn aus Berlin zeigte die Mannschaft von Headcoach Harold Kreis vor 14.200 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena eine kämpferische Topleistung und endschied die Partie am Ende mit 2:1 nach Verlängerung für sich. Besonders Goalie Mathias Niederberger stach gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber besonders hervor.

Berlin bestimmt die Anfangsphase und lässt Chancen liegen – Niederberger hält mehrfach glänzend

Bereits zu Beginn des Spiels zeigten beide Mannschaften, dass es ihnen wichtig war das direkte Duell für sich zu entscheiden. Besonders die Eisbären zeigten einen starken ersten Durchgang, scheiterten aber mehrmals an Mathias Niederberger. Der starke Schlussmann der DEG ließ die Offensivreihe der Berliner regelrecht verzweifeln. Sowohl Landon Ferraro als auch Leonhard Pfördel schafften es nicht den Goalie der DEG im eins gegen eins zu überwinden. Zwar waren die Düsseldorfer im Spiel, jedoch hatte man als Zuschauer die Annahme, dass der DEG noch der Karnevalskater in den Knochen steckte. Erst in der 15. Minute gelang es den Rheinländern gefährlich vor dem Kasten von Justin Pogge zu kommen. Charlie Jahnke verbuchte die Chance, scheiterte jedoch am Berliner Schlussmann. Trotz fehlender Tore im ersten Drittel erlebten die Anhänger beider Seiten, attraktives Eishockey welches einem Playoff Spiel durchaus ebenwürdig war.

Berlin mit leichtem Chancenplus – Niederberger wächst über sich hinaus

Im zweiten spielabschnitt gelang es der DEG erste richtige Akzente im Offensivspiel zu setzen. Alexander Urbom prüfte Pogge zunächst mit einem strammen Schuss von der blauen Linie ehe Luke Adam den Goalie der Hauptstädter zur Parade zwang. Aber auch Berlin versuchte weiterhin den erlösenden Führungstreffer zu erzielen. Zunächst verzog Austin Ortega aus spitzem Winkel, dann parierte Niederberger gegen Louis-Marc Aubry überragend. Der Mittelabschnitt des Drittels entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in welchem beide Mannschaften versuchten Torgefahr zu erzeugen, dies aber zu keinen Großchancen führte. Erst gegen Ende des Spielabschnitts zog Berlin das Tempo an. Jonas Müller zwang Niederberger zu einer Parade mit dem Schoner, John Ramage scheiterte mit einem One Timer. Die Düsseldorfer mussten sich bei ihrem Schlussmann bedanken, der gegen sein zukünftiges Team eine sehr starke Partie zeigte und hielt das Remis beinahe im Alleingang fest.

Düsseldorf trifft spät – Eisbären treffen noch später und Adam entscheidet Overtime für die DEG

Das Schlussdrittel sollte die Zuschauer endlich für deren Geduld belohnen. Nach mehreren kleinen Strafen waren es die Gäste aus Nordrhein-Westfalen welche dann allerdings die Führung für sich verbuchten. Nach einer weiteren Niederberger Parade war es Charlie Jahnke, welcher einen abgefälschten Schuss zum Abstauber in der 50. Minute verwerten konnte. Während der zukünftige Eisbär die eigene Offensive traumatisierte, war es ausgerechnet der Ex-Spieler welcher den vermeintlichen Siegtreffer markierte. Das Ende der Partie war jedoch noch lange nicht erreicht. Die Eisbären kämpften sich tatsächlich noch einmal zurück. Noch einer Strafe für Reid Garnier war es ein Überzahltor welches für den Ausgleich der Hauptstädter sorgte. Mark Oliver netzte nach einem perfekt vorbereiteten Pass von Maxim Lapierre ein, überwand den bis dahin unbezwingbaren Niederberger und brachte die Arena endgültig zum Explodieren. Spätestens jetzt hatte die Partie einen wahren Playoff Charakter. Mit dem 1:1 endete die Reguläre Spielzeit schlussendlich und die Zuschauer durften sich für die anstehende Overtime bereithalten. Diese wahr dann aber schneller vorbei als der bisherige Spielverlauf es andeutete. Denn nach nur 84. Sekunden sorgte Luke Adam für die Entscheidung. Mit einem Querpass wird der Angreifer der DEG perfekt eingesetzt und versenkt die Scheibe unhaltbar im linken unteren Eck.

Düsseldorf nach drittem Streich zu nächstem Topspiel – Berlin ist gegen Wolfsburg auf Wiedergutmachung aus

Für die Düsseldorfer EG geht es nach dem nun dritten Auswärtserfolg am stück darum, die Serie auf fremden Eis mit einem weiteren Sieg bei einem Playoff Konkurrenten zu endgültig zu krönen. Bereits am Sonntag (13:45 Uhr) trifft die Mannschaft von Coach Kreis auf die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Mit einem Sieg über den Tabellensechten würden die Rheinländer ihre Ambitionen auf eine lange Playoff Serie und einen möglichen Gewinn der Meisterschafft untermauern. Mit nun 82. Punkten ist eine Teilnahme an der Endrunde ohnehin bereits sicher.

Die Eisbären Berlin müssen sich nach der unglücklichen Niederlage dennoch nicht verstecken. Mit 86. Punkten und einem Nachholspiel gegen Tabellenschlusslicht Schwenningen, hat die Mannschaft aus der Hauptstadt der Republik weiterhin beste Karten einen direkten Platz für das Viertelfinale der Endrunde zu buchen. Der Fokus liegt jedoch zunächst auf das Gastspiel bei den Grizzlys aus Wolfsburg am kommenden Sonntag (13:45 Uhr). Dort möchte das Team des ehemaligen NHL Profi Serge Aubin wieder mit Siegen überzeugen und sich ein gutes Gefühl für die anstehenden Playoffs verschaffen.

Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 1:2 (0:0,0:0,1:1,0:1) nach Verlängerung

Tore: 0:1 (49:19) Jahnke, Burkarts (Assist), 1:1 (54:12) Oliver, Lapierre (Assist), 1:2 (61:24) Adam, Olimb (Assist).

Strafen in Minuten: Eisbären Berlin: 14, Düsseldorfer EG: 14.

 

Max Ehlers, Sportjournalismus & Sportmarketing

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Schlagworte: Berlin, DEL, Düsseldorf, Düsseldorfer EG, Eisbären Berlin, Eishockey, Playoffs

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Datum: 29. Februar 2020
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