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Fußball

Ein Tag im Stadion von Eintracht Braunschweig

Hupende Autos, lautes Fangelächter und Sirenen. Das klingt nach einem typischen Fußballwochenende. Genau das erlebe ich soeben auf dem Weg ins Fußballstadion von Eintracht Braunschweig. Dort schauen mein Freund Maurice und ich heute das 2. Ligaspiel Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Nürnberg.

Veröffentlicht am 27. September 2023 von

(Braunschweig). Eine randvolle Straßenbahn, verschwitzte, nach Schweiß riechende Menschen und ein strenger Bier Geruch. Genau das durften Maurice und ich die letzten gut 25 Minuten vom Schlossplatz Richtung Eintracht-Stadion an der Hamburgerstraße in Braunschweig erleben. Die letzten 100 Meter von der Straßenbahn Station zum Eingang mussten wir zu Fuß bewältigen. Kein Regen und bestes Fußballwetter hatten wir uns für diesen Samstag ausgesucht. Durch die um uns herum aufkommenden Fangesänge verging der Fußweg zum Haupteingang des Stadions wie im Flug. Am Haupteingang angekommen mussten wir zu Beginn erst einmal durch die Sicherheitskontrolle, über die wir dann ins Stadion gekommen sind. Heute sind wir beide im VIP-Bereich und können so viel essen und trinken genießen, wie wir wollen. Genau dieser Essensgeruch ist mir schon im Treppengang in die Nase geflogen. Es riecht nach den verschiedensten Leckereien, es läuft die typische Pop Radiomusik und die meisten Menschen hier tragen einen Anzug. Einen Anzug tragen wir beide definitiv nicht. Eine schwarze Hose und das schwarze Auswärtstrikot der Vorletzten Saison von Eintracht Braunschweig tragen Maurice und ich. Somit passen wir hier zwar nicht in das typische VIP- Bild, allerdings vertreten wir unseren Verein, auch wenn wir nicht bei unseren Freunden in der Fankurve stehen. Genug von den typischen Fans hier, mit einer leckeren Currywurst und einem sechser Träger Bier geht es für Maurice und mich in Richtung unsere Sitzplätze. Vorbei an den verletzten Spielern, welche ebenfalls auf unserer Tribüne sitzen, haben wir genau zum Ausruf der Mannschaftsaufstellung unsere Ledergepolsterten Plätze gefunden. Wir schauen auf einen traumhaft gemähten grünen Rasen, wo soeben noch kurz vor Spielbeginn die Rasensprenger laufen und das Spielfeld befeuchten. Wir können schon förmlich den frischen Rasengeruch bis zu unseren Plätzen riechen. Und nun, wenige Minuten vor Anpfiff steht das ganze Stadion auf, richtet seinen Schal in die Luft und singt im Chor You Never Walk Alone. Das ist der Startschuss für beide Mannschaften das Spielfeld zu betreten und nun vor 19798 Zuschauern das Spiel zu eröffnen. Die Braunschweiger Fans haben mit blau-gelben Farben auf jedem vorhandenen Platz im Stadion eine Choreografie vorberietet, die an das schon mittlerweile sehr lange vorhandene Eintracht-Stadion erinnern soll. Maurice steht neben mir auf und schwenkt die blau-gelbe Fahne von links nach rechts, so wie es die anderen tausenden Zuschauer machen. Vor allem beide Fanlager beeindrucken uns sehr! Nur wenige 100 Meter von uns auf der linken Seite, befinden sich die Gästefans aus Nürnberg, welche trotz der weiten Entfernung mit einer großen Anzahl von Fans angereist sind. Wenn wir uns nach rechts drehen, schauen wir auf die Heimkurve von Eintracht Braunschweig, die vor allem hinter dem rechten Tor laute Fangesänge anstimmt. Mit genügend Bier aber wenig Torchancen im Spiel verfolgen Maurice und ich die erste gut halbe Stunde. Genau im wichtigen Moment, befinde ich mich natürlich im Innenraum der Arena und sehe das 1:0 für unsere Braunschweiger Eintracht durch Ujah nach einer halben Stunde auf dem Monitor im Essensbereich des Eintracht-Stadions. Immerhin haben wir nun für die kommenden Minuten genügend Bier. Gerade bin ich wieder bei Maurice angekommen, treffen die Nürnberger in der 38. Minute zum 1:1. Ob das nun gerecht ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber das Bier schmeckt meinem Sitznachbarn Maurice auf jeden Fall. Das die Nürnberger nun direkt nach dem 1:1 das 2:1 erzielen, beweist uns nun wohl, dass wir noch viel viel mehr Bier für die zweite Halbzeit brauchen werden. Als wir den Halbzeitpfiff vom Schiedsrichter hören und sehen, dass alle Zuschauer in den VIP- Bereich stürmen, war Maurice und mir direkt klar, dass wir mit unserem Bier Vorrat direkt auf unseren Plätzen warten können, bis es wieder los geht. Die Stimmung im Stadion wird auch nach der Pause nicht besser und so bekommen wir immer wieder kritische Kommentare gegen die Braunschweiger Mannschaft mit. Das genau jetzt ein Tor durch Ujah zum 2:2 fällt, kann kein Zufall sein. Das Stadion bebt, die Torhymne läuft und wir sind überwältigt davon, wie schnell sich die Stimmung durch ein einziges Tor ändern kann. Doch was das Stadion wieder verstummen lässt, ist die bittere Verletzung unseres Top-Stürmers Ujah. Bei einem Zusammenprall ist der nigerianische Stürmer auf die Schulter gefallen. Auch wenn wir von hier oben nicht alles zu 100% sehen können, sieht das nun absolut nicht gut aus. Vor allem fragen wir uns nun alle, wer vorne die Tore machen soll, wenn Ujah nun länger ausfallen sollte. Viel erreichen die Löwen in den letzten Minuten trotzdem nicht und so endet das Spiel am Ende mit 2:2 Unentschieden. Jetzt ist der erste Weg aber zum Buffet, bevor es für uns beide zurück in die Stadt geht, um dort den restlichen Bundesligaspieltag zu schauen.

Auch wenn wir am Ende keinen Heimsieg unserer Löwen feiern können, war es trotzdem ein ereignisreicher Tag, mit viel Essen, viel Bier und vielen schönen Toren

Eine Reportage von Julian Malügge (BA-SJ-22-H-VZ)

https://www.kicker.de/braunschweig-gegen-nuernberg-2023-bundesliga-4861720/spielinfo

https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga2/zweite-bundesliga-spielbericht-eintracht-braunschweig-fc-nuernberg-100.html

https://www.eintracht.com/news/artikel/schultereckgelenkssprengung-bei-tony-ujah

https://www.fcn.de/news/artikel/fan-info-zur-partie-in-braunschweig/

https://www.fussballdaten.de/2liga/tore/

 

 


Schlagworte: 1.FC Nürnberg, 2. Bundesliga, Eintracht Braunschweig, Fußball

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Datum: 27. September 2023
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