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Es geht darum, „das Unmögliche möglich zu machen“

Nach der 1:3-Niederlage in München blickten alle, die es mit 96 halten, auf das Ergebnis in Berlin. Dort musste der VfB Stuttgart verlieren, damit die Hannoveraner weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt besitzen. Die Berliner boten Schützenhilfe und schlugen den VfB verdient ebenfalls mit 3:1. Nun geht es für Hannover am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg. Mit einem eigenen Sieg und einer Niederlage der Schwaben gegen Wolfsburg können sich die „Roten“ doch noch ein Endspiel in Düsseldorf erarbeiten.

Veröffentlicht am 10. Mai 2019 von

Natürlich wurden auf der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Freiburg-Spiel auch die beiden Champions-League Spiele thematisiert. Passend zur aktuellen Lage von 96 geschahen dort zwei Wunder. Nach jeweils aussichtsloser Lage kegelte Liverpool den FC Barcelona und die Tottenham Hotspurs Ajax Amsterdam aus dem Wettbewerb. „Unser Ligaverbleib wäre wohl das größte Wunder“, entgegnete Chefcoach Thomas Doll auf die Frage, ob der Klassenerhalt von 96 oder eines der beiden Champions-League Duelle das größte Wunder darstelle.

Doll erwartet von seiner Mannschaft eine „Trotzreaktion“, die bereits seit mehreren Wochen und Monaten insbesondere von vielen Journalisten abgeschrieben wurde. Dass Hannover sich die Chance auf den Klassenerhalt nicht selber erarbeitet hat, sondern nur dank der Schwäche anderer noch hoffen darf, steht dabei außer Frage. Doll wünscht sich, es den vielen Kritikern nun zu zeigen, die schon seit einigen Wochen den sicheren Abstieg der 96er prognostiziert haben.

Selber gewinnen und auf Gladbach sowie Wolfsburg hoffen

Höchste Priorität besitzt der eigene Sieg der Hannoveraner gegen den SC Freiburg. Nur dann lohnt es sich, auf die anderen Plätze zu schauen. Dabei muss Hannover einen Punkt auf den Club aus Nürnberg aufholen und sogar sechs auf den VfB Stuttgart. Gewinnt der Club nicht gegen Mönchengladbach und siegt 96 gegen Freiburg, so überholt die Mannschaft von Thomas Doll die Franken schon an diesem Wochenende. Die Nürnberger müssten aber ohnehin ihre beiden letzten Spiele gegen Mönchengladbach und in Freiburg gewinnen – dieses Szenario scheint nicht sehr realistisch. Von daher ist es viel wichtiger, was der VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg macht. Die mögliche Qualifikation für die Champions-League dürfte für die formstarken Wolfsburger Motivation genug sein, in Stuttgart zu gewinnen. „Ich glaube nicht, dass man Bruno mit einem Kasten Bier beeindrucken kann“, sagt Doll scherzhaft auf die Frage, ob er Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia vor dem Spiel in Stuttgart besonders motivieren will.

Füllkrug und Bebou „Optionen“ für den Kader

Zwei positive Überraschungen hatte Thomas Doll auf der Pressekonferenz zu bieten: Die schmerzlich vermissten langzeitverletzten Offensivspieler Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou stehen vor einer Rückkehr in den Kader. Bebou trainiert schon seit zwei Wochen mit einigen Unterbrechungen mit der Mannschaft – das Spiel in München kam allerdings zu früh für den Togolesen. Niclas Füllkrug, der erst zweimal mit der Mannschaft trainieren konnte, stünde als Joker bereit. „Fülle ist ein Spieler, den man die letzten Minuten bringen kann. Er ist ein Kopfballmonster, dass das Team nochmal pushen kann“, sagt Doll über den Angreifer, der im Sommer zu Werder Bremen wechseln wird.
Fehlen werden neben dem gelb-rot gesperrten Jonathas mit Felipe (Mittelfußbruch) und Kevin Wimmer (Gelbsperre) zwei wichtige Verteidiger. Die logische Konsequenz wäre, dass Innenverteidiger Josip Elez nachrückt. Doch der 25-jährige Kroate spielte unter Thomas Doll bislang noch keine Rolle. Insofern ist es möglich, dass Kapitän Marvin Bakalorz, der nach Gelbsperre wieder zur Verfügung steht, neben Waldemar Anton die Innenverteidiger-Position spielen wird.

Der Gegner: Klassenerhalt gesichert

Trotz sieben sieglosen Spielen in Folge sicherte sich der Sport-Club am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt. Mit 33 Punkten stehen die Breisgauer auf dem 13. Tabellenplatz. Während es für die Mannschaft von Kult-Trainer Christian Streich nach dem erreichten Klassenerhalt um nicht mehr viel geht, können sie noch entscheidend in den Abstiegskampf eingreifen. Am Samstag spielt der SC bei Hannover, nächste Woche dann zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg.

 

Ein Bericht von Jannik Meyer / Sportjournalismus & Sportmarketing (BA-SJ-12-H-VZ)


Schlagworte: Abstiegskampf, Bundesliga, Christian Streich, Felipe, FHM, Hannover 96, Ihlas Bebou, Niclas Füllkrug, SC Freiburg, Thomas Doll

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Datum: 10. Mai 2019
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