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Furioses Freitagsspiel – Düsseldorf und Hertha teilen sich Punkte im Abstiegsduell unter Flutlicht

Fortuna Düsseldorf hat es verpasst, nach dem Sieg in Freiburg den nächsten Erfolg im Abstiegskampf der Bundesliga zu ergattern. Am 24. Spieltag der Fußball Bundesliga gegen Hertha BSC hieß es nach einer starken Aufholjagd der Berliner schlussendlich 3:3.

Veröffentlicht am 29. Februar 2020 von

(Düsseldorf.) Nach dem zuletzt überzeugendem 2:0 Auswärtserfolg beim SC Freiburg konnte Fortuna Düsseldorf am Freitagabend keinen weiteren Sieg erringen. Im Duell gegen den Tabellen vierzehnten aus Berlin stand am Ende nur ein Remis zu Buche. Vor den gut 47.000 Zuschauern in der Merkur-Spiel Arena überrannte die Fortuna ihren Gegner in der ersten Halbzeit förmlich, ehe ein kurioses Eigentor die Aufholjagd der Hertha einleitete.

Im Vergleich zum letzten Spiel in Freiburg nahm Trainer Uwe Rösler keinen Wechsel in seiner Startformation vor. Dieselbe Elf welche auch in Freiburg triumphierte sollte auch gegen den kriselnden Hauptstadtklub die Punkte einfahren.

Bei der Hertha wechselte Coach Alexander Nouri nach der enttäuschenden 0:5 Pleite gegen Köln gleich sieben Mal. Dabei viel vor allem auf, dass Stammtorhüter Runne Jarstein für Ersatzmann Thomas Kraft seinen Platz zwischen den Pfosten räumte. Auch Abwehrtalent Jordan Torunarigha und Lukas Klünter erhielten ihre Chance. Zudem wurde das gesamte Mittelfeld neu aufgestellt.

Fortuna furios – Karaman und Thommy schocken schwache Berliner

Gleich zu beginn der Partie präsentierte sich Düsseldorf als die präsentere Mannschaft. Die Rheinländer kamen deutlich besser in das spiel und profitierten in der sechsten Minute von einem Berliner Abwehrfehler. Ein 50. Meter Pass von Kevin Stöger wird von der kompletten Hintermannschaft der Hertha unterschätzt, sodass Kenan Karaman überlegt zur 1:0 Führung für die Fortunen einschob. Der frühe Treffer beflügelte die Gastgeber. Nur vier Minuten später war es Erik Thommy welcher auf 2:0 erhöhter. Der Flügelflitzer spielte nach einer Berliner Ecke einen sauberen Konter aus, dabei ließ er unter anderem Lukebakio gar nicht gut aussehen und gab Keeper Kraft im direkten Duell keine Chance zur Parade

Fortuna diktiert das Geschehen – Hertha zu passiv und lustlos

Nach gut einer Viertelstunde und zwei Blitztoren der Fortuna schien es so als ob die große Rotation der Hertha keine Früchte tragen sollte. Die Berliner wirkten verunsichert und mit der Gesamtsituation überfordert. Die Düsseldorfer überspielten das Berliner Mittelfeld immer wieder mit langen Bällen und verließen sich dabei auf ihre schnellen Flügelspieler Thommy, Zimmermann und Sturmspitze Rouwen Hennings. Die Alte Dame trat dementsprechend zahnlos auf, was die aktiveren Rheinländer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte konsequent bestraften. Wieder war es Karaman der zum 3:0 und zur vermeintlichen Vorentscheidung einnetzte. Erneut wurde ein langer Ball aus der eigenen hälfte gut verarbeitet, diesmal von Zimmermann. Dieser hatte das Auge für Karaman, der seinen Doppelpack verbuchte. Mit einer mehr als beruhigenden Führung ging es in die Halbzeitpause und die Anhänger der Düsseldorfer stimmten sich bereits auf die erste Feier nach Karneval ein.

Thommy mit ungewolltem Doppelpack – Hertha durch Slapstick Eigentor wieder im Spiel

Nouri reagierte in der Halbzeitpause auf den desolaten Auftritt seiner Mannschaft und wechselte gleich doppelt. Maxi Mittelstädt ersetzte den wirkungslosen Dilrosun und Marius Wolf durfte sich für Dodi Lukebakio beweisen. Die Wechsel zeigten gleich auf Anhieb Wirkung. Die Berliner waren nun besser im Spiel und präsentierten tatsächlich ein ansehnliches Fußballspiel. Einzig die Durchschlagskraft fehlte. Als die Partie drohte wegen Langeweile zu kippen, war es die Fortuna welche für erneute Spannung sorgte. Ausgerechnet der aktive Thommy markierte einen Doppelpack auf den er gern verzichtet hätte. Nachdem Darida irgendwie einen fast verlorenen Ball in den Fünfer der Düsseldorfer schaufelte, ist es Thommy der völlig von diesem überrascht wurde und den Ball mit der Hand in das eigene Tor abfälschte. Das 1:3 aus Berliner Sicht brachte erneute Hoffnung für die alte Dame. In der 66. Minute nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer war es Matheus Cunha, welcher von Wolf mustergültig bedient wurde und zentral aus 20. Metern den Ball im rechten unteren Eck versenkte.

Piatek gleicht nach Strafstoß aus – Schlussphase mit Schlagabtausch auf beiden Seiten

Berlin erhöhte nun richtig den Druck und zeigte, dass der „Big-City Club“ auch im Stande war, „Big Plays“ zu produzieren. So war es Winterneuzugang Krzysztof Piatek, der in der 75. Minute einen Strafstoß für die Berliner ergattern konnte. Der flinke Pole wurde von Torhüter Kastenmeier entscheidend mit der Fußspitze getroffen. Der gefoulte trat selbst an und verwandelte eiskalt. Im Anschluss stellten beide Mannschaften das Verteidigen ein und versuchten ihrerseits den vierten Treffer zu erzielen. Erst parierte Kastenmeier gegen Cunha glänzend, anschließend prüfte der eingewechselte Ampomah Kraft. In der 81. Minute jubelte dann Düsseldorf, doch der Treffer von Ampomah wurde nach einer Abseitsstellung korrekt zurückgenommen. Für den Schlusspunkt und einen kurzen Schocker für alle Anhänger der Fortuna sorgte dann Cunha. Der Brasilianer traf aus 17. Metern den Pfosten und verfehlte den sehr späten Sieg für die Berliner nur knapp.

Verdientes Remis nutzt keiner Mannschaft – Beide Teams vor entscheidenden Spielen im Abstiegskampf

Das Unentschieden ging aufgrund der starken Leistungssteigerung der Hertha in Hälfte zwei durchaus in Ordnung. Jedoch bringt die Punkteteilung im Tabellenkeller keinen der beteiligten wirklich weiter. Die Fortuna bleibt mit nun 21. Punkten auf dem Relegationsplatz 16. Hängen, die Hertha kann sich mit 27. Punkten und Tabellenplatz 14. Ebenfalls nicht aus der Abstiegszone lösen. Zudem stehen für beide Teams in der nächsten Woche entscheidende Partien an. Für Düsseldorf geht es zunächst im DFB-Pokal weiter. Dort ist man am Mittwoch (18:30 Uhr) im Viertelfinale bei Regionalligist Saarbrücken zu Gast. Nach dem sportlichen Tapetenwechsel steht dann am Sonntag (18:00) das direkte Duell mit Mainz 05 auf dem Programm. Ein Sieg gegen den Tabellen fünfzehnten ist für die Elf von Uwe Rösler Pflicht. Die Berliner Hertha hat eine etwas längere Pause und darf sich den DFB-Pokal vom eigenen Sofa aus anschauen, bevor man am Samstag (15:30 Uhr) den SV Werder Bremen zum Abstiegsgipfel im Olympiastadion empfängt. Auch für Berlin gilt in diesem Spiel verlieren verboten.

Aufstellungen:

Fortuna Düsseldorf: (5-3-2), Trainer : Uwe Rösler

Kastenmeier(TW)-Zimmermann, Ayhan, Hoffmann, Suttner, Thommy (69.Zanka), Stöger, Bodzek, Berisha (74.Morales), Karaman (63.Ampomah), Hennings (C).

Hertha BSC: (4-4-2), Trainer: Alexander Nouri

Kraft(TW)-Klünter, Boyata, Rekik, Torunarigha, Lukebakio (45.Wolf), Skjelbred (C), Darida, Dilrosun (45.Mittelstädt), Piatek (91.Ibisevic), Cunha.

Tore: 1:0, (6.) Karaman, 2:0, (9.) Thommy, 3:0, (46.) Karaman, 3:1, (64.) Thommy (ET), 3:2, (66.) Cunha, 3:3, (75.) Piatek (Elf.).

 

Max Ehlers, Sportjournalismus & Sportmarketing

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Schlagworte: 1. Bundesliga, Abstiegskampf, Berlin, Düsseldorf, Fortuna Düsseldorf, Fußball, Hertha BSC

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Datum: 29. Februar 2020
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