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Historischer Neuanfang beim SV Straelen!

(Straelen.) Inka Grings übernimmt ab sofort das Kommando an der Seitenlinie. Die ehemalige Nationalspielerin ist die erste Trainerin in der Regionalliga-West. Ihr zukünftiger Verein ist der SV Straelen.

Veröffentlicht am 03. April 2019 von

Es ist jedoch keine Premiere mehr, eine Frau an der Seitenlinie einer höherklassigen Herren-Mannschaft coachen zu sehen. Diesen Meilenstein hatte die 30-jährige Imke Wübbenhorst bereits im Dezember 2018 gelegt, als sie beim niedersächsischen Oberligisten BV Cloppenburg unterschrieb. Nun schließt sich auch der Verein am Niederrhein, SV Straelen, einer neuen Ära an.

Nachdem die Mannschaft von Marcus John das Spiel gegen den Tabellenletzten TV Herkenrath mit 1:0 verlor und damit fünf Mal in Folge sieglos blieb, trennte sich der Verein mit sofortiger Wirkung von John. Die 40-jährige Inka Grings soll nun den abstiegsbedrohten Regionalligisten aus der Misere retten. Dass die Wahl dabei auf die ehemalige Europameisterin fiel, ist für den sportlichen Leiter Stephan Houben, nichtsabwegiges: „Es geht doch hier um Qualität. Und die ist unabhängig vom Geschlecht“. Das sagte der 47-jährige gegenüber der Rheinischen Post.Auch Bauunternehmer und Investor des SV Straelen, Herrmann Tecklenburg, war maßgeblich an der Trainer-Auswahl beteiligt: Grings ist die Ex-Freundin seiner nun Ehefrau Martina Tecklenburg-Voss. Laut Tecklenburg seien Frauen ehrgeiziger und präziser in ihrer Arbeit als manche Männer, wie er der Welt erklärte.

Unterstützung gibt es von den Kollegen

Wübbenhorst freut sich für ihre neue Trainer-Kollegin „Ich freue mich für Inka“, sagte die gebürtige Ostfriesin der Welt. Grings habe es schon lange angestrebt im Männerbereich zu arbeiten. Es sei schön, dass sie ihre Chance bekommen hat und nun ihre Qualitäten beweisen könne. Die Chance möchte die Düsseldorferin auf jeden Fall nutzen. Auf die Frage, wohin ihre Reise gehen soll, lächelt sie verlegen: „Ich möchte nach oben, gar keine Frage. Herrenbereich. Am liebsten Bundesliga. Ich will auch ein Stück weit Geschichte schreiben.“ So berichtet die Welt. Ein Stück Geschichte hat sie bereits geschrieben. Sie geht als erste Trainerin der Regionalliga in die Geschichtsbücher ein.

Womöglich schafft sie es nun auch, in einer Zeit geprägt von Gleichstellungsdebatten, eine Feminisierungsbewegung im professionellen Männerfußball ins Rollen zu bringen.

Grings kommt mit Vorerfahrungen

So ganz klischeefrei sieht Tecklenburg die Trainerfrage allerdings noch nicht. Deswegen soll zusätzlich Thomas Drotboom als „starker Mann“ das Trainer-Duo vervollständigen. Bisher hat er allerdings keine Freigabe seines aktuellen Vereins bekommen, sodass Grings sich weiterhin alleine beweisen muss – schließlich hat sie bereits Erfahrungen im Männerfußball gesammelt. Sowohl beim MSV Duisburg, als auch bei Viktoria Köln hat sie die U17-Junioren gecoached, wie der Spiegel berichtet.Da Männer bekanntlich nie erwachsen werden, ist die Umstellung nicht allzu groß. Und Trainertipps hat sie ebenfalls, laut Wübbenhorst stellen Frauen nach Schwanzlänge auf.

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Frauen im Profi-Fußball/ Nils Böckling, Beatrice Mellon / Software Grundlagen / Sören Oelrichs / BA-SJ-09-K-VZ


Schlagworte: BV Cloppenburg, DFB, Feminismus, FHM, Fußball, Inka Grings, Köln, MSV Duisburg, Sport, SV Straelen, TV Herkenrath, Viktoria Köln, Voxpop

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Datum: 03. April 2019
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