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Nullnummer im Topspiel – Bielefelds Auswärtsserie reißt

Im Topspiel zum Abschluss der Hinrunde teilten sich Arminia Bielefeld und der 1.FC Heidenheim die Punkte. Unter dem Strich stand ein verdientes Unentschieden und auch der Riss der Bielefelder Auswärsserie. Heidenheim präsentierte sich defensiv zu stark und kam selber vereinzelt zu Möglichkeiten, Bielefeld ließ die Effektivität der letzten Auswärtsspiele vermissen.

Veröffentlicht am 14. Dezember 2019 von

(Heidenheim.) Arminias Trainer Uwe Neuhaus wechselte im Vergleich zur Punkteteilung mit dem KSC einmal: Edmundsson rückte für Seufert auf die Achterposition neben Marcel Hartel und vor Sechser Manuel Prietl. Bielefeld agierte wie immer im 4-3-3 System. Frank Schmidt wechselte im Vergleich zum Auswärtscoup in Hamburg ebenfalls nur auf einer Position die Besetzung: Griesbeck, der mit einem Innenbandriss im Knie ausfällt, wurde von Jonas Föhrenbach vertreten, der gegen Hamburg das Siegtor erzielt hatte. Die Schwaben traten mit einem 4-2-3-1 an, Föhrenbach war als linker Außenverteidiger aufgeboten, Theuerkauf rückte auf die Sechs.

Mutiger und offensive Start der Gastgeber

Mit Anstoß Heidenheim begann eine äußerst interessante Anfangsphase, denn beide Teams versuchten es bei gegnerischem Ballbesitz mit Pressing. Die Gastgeber gingen dabei etwas aggressiver zu werke. Die erste Chance bot sich den Gastgebern, die mit Kleindienst über die rechte Seite kamen. Die Leihgabe aus Freiburg ließ zwei Gegenspieler aussteigen und flankte in die Mitte. Nach einer Kopfballverlängerung kam Kerschbaumer an den Ball, der aus spitzem Winkel das Außennetz traf. Bielefeld agierte bei Ballbesitz gewohnt geduldig und setzte immer wieder gezielt auf hohe Bälle, während Heidenheim eher auf schnelles Umschaltspiel setzte. Ein Konter führte dann zu einem Foul und einem Freistoß aus aussichtsreicher Position für die Gastgeber. Theuerkauf scheiterte am sicheren Stefan Ortega. Bielefeld hatte wie schon beim letzten Auswärtsspiel Probleme mit der defensiven Konsequenz und Stabilität des Gegners und brachte offensiv in der Anfangsphase zu wenig auf den Platz.

Bielefeld kontrolliert – Heidenheim immer passiver

Mit der Zeit fand der Spitzenreiter aber immer mehr in das Spiel. Nach einer längeren Ballbesitzphase ergab sich die erste kleine Chance, in der 21.Minute wurde Voglsammers Abschluss aber geblockt. Drei Minuten später fischte Heidenheims Schlussmann einen schwachen Schlenzer von Hartel ohne Probleme aus dem langen Eck. Heidenheim lief in dieser Phase zunehmend hinterher, das mündete in der ersten Großchance für Bielefeld: Hartherz steckte für Klos durch, der verzog aber mit seinem linken Fuß allein vor Müller. Nach wie vor wurde nur Bielefeld gefährlich: Voglsammer spielte bei einem vielversprechenden Konter nach rechts in den Strafraum zu Clauss, dessen Flanke in den Rücken der Verteidiger fand den lauernden Klos. Seinen Kopfball konnte Müller aber abwehren. Der Auftritt des Spitzenreiters hatte bei Heidenheim sichtlich Eindruck hinterlassen. Die Schwaben stellten ihr Pressing ein und kamen zu keinen Offensivaktionen. Pünktlich beendete Tobias Stieler die erste Halbzeit.

Theuerkaufs Hammer leitet die zweite Hälfte ein

Ohne personelle Veränderungen ging es in die zweite Halbzeit. Heidenheim wirkte etwas verbessert und hatte die erste gefährliche Szene nach dem Seitenwechsel: Theuerkauf schoss aus über 25 Metern wuchtig ab, Ortega konnte die Situation im Nachfassen entschärfen. Heidenheim kam gut in die zweite Halbzeit. Sie fanden wieder vermehrt in ihre gefährlichen Umschaltsituationen. Nachdem Kleindienst bei einem Konter zunächst geblockt wurde, holte er einen gefährlichen Freistoß heraus. Eigentlich war die Position wie gemacht für Marc Schnatterer, seine kraftvolle Hereingabe war allerdings kaum gefährlich. Kurz darauf verpasste Clauss nach einer tollen Einzelaktion nur knapp die Gästeführung auf der anderen Seite. Die hätte zwei Minuten später beinahe Klos hergestellt. Nach einem Steilpass von Hartel scheiterte der Toptorjäger aus spitzem Winkel an Müllers Fußabwehr. Bis 20 Minuten vor Schluss passierte dann eine Weile nicht allzu viel. Voglsammer hatte einen Distanzschuss, den er weit über das Tor jagte, brenzlich wurde es erst in der 76. Minute: Nach einer Flanke von rechts kam Kleindienst am Fünfmeterraum zum Kopfball, brachte den Ball aber nicht auf den Kasten.

Schlussphase ohne viel Risiko – Otto fast mit dem letzten Wort

Die Schlussphase war kaum von Angriffsaktionen der Mannschaften geprägt, es schien so, als fänden sich beide Mannschaften mit dem Ergebnis ab. In der 89. Minute tauchte plötzlich der eingewechselte Yari Otto vor Ortega auf. Der Youngster konnte die Vorlage vom ebenfalls eingewechselten Schimmer nicht im Tor unterbringen. Bielefeld brachte nur noch einen Klos-Kopfball nach einem Freistoß zu Stande, womit die Partie torlos zu Ende ging.

Das Unentschieden geht mehr als in Ordnung. Heidenheim schaffte es nach der Schwächephase in der ersten Halbzeit wieder zurück zu kommen und sich vereinzelt Chancen heraus zu spielen. Die Bielefelder Effektivität, die sie in den vergangenen Auswärtsspielen noch so stark gemacht hatte, reichte an diesem Tag einfach nicht für die defensive Qualität der Schwaben aus, auch wenn besonders in der ersten Hälfte das Tor hätte fallen können.  Für Bielefeld geht es am nächsten Wochenende ans Millerntor, wo es zum Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli kommt. Heidenheim empfängt die Überraschungsmannschaft aus Osnabrück.

Tom Stahmann, Sportjournalismus & Sportmarketing (BA-SJ-14-H-VZ, Sportlehrredaktion)


Schlagworte: 1.FC Heidenheim, 17. Spieltag, 2. Bundesliga, 2. Liga, Andreas Voglsammer, Arminia Bielefeld, Bielefeld, Fabian Klos, Heidenheim, Marc Schnatterer, Niklas Dorsch, Spielbericht

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Datum: 14. Dezember 2019
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