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Vor Frankfurt-Spiel: VfB-Verantwortliche ermahnen Sosa – Gentner als Ascacibar-Ersatz?

(Stuttgart.) Nach der Länderspielpause geht es für den VfB Stuttgart am Sonntagabend (18:00 Uhr) gegen die im Jahr 2019 noch ungeschlagene Eintracht aus Frankfurt. Und für die abstiegsbedrohten Schwaben gilt es nach dem zarten Aufwärtstrend der letzten Wochen genau dort anzuknüpfen, wo sie aufgehört haben. Doch vor dem wichtigen Endspurt in der Liga sorgte Linksverteidiger Borna Sosa während der Länderspielpause für Störfeuer – zum Ärger von Sportdirektor Thomas Hitzlsperger und Trainer Markus Weinzierl.

Veröffentlicht am 29. März 2019 von

Der Kroate hatte sich unter der Woche gegenüber heimischen Medien über zu wenig Spielzeit beschwert und ließ auch ein paar Spitzen in Richtung Trainer ab. „Was mit mir in Stuttgart geschieht? Etwas Unbegreifliches. Wir stehen derzeit schlecht in der Tabelle, und wir jungen Spieler erhalten immer weniger Chancen“, sagte Sosa gegenüber der Zeitung „Sportske Novosti“. Seit dem Trainerwechsel kam der 21-Jährige erst zu vier Einsätzen (in Summe 56 Minuten) – auch aufgrund mehrerer kleinerer Verletzungen, wie der VfB öffentlich bekannt gab. „Es wurde berichtet, dass ich ein Problem mit einer Verletzung hätte, dies wurde selbst im Rahmen einer Pressekonferenz in Stuttgart erwähnt. Das ganze Jahr 2019 bin ich absolut gesund, ich habe keine Verletzungen“, beklagt Sosa. „Aus meiner Perspektive gebe ich alles. […] Der Trainer hat keinerlei Einwände – da heißt es immer ´Bravo Borna, super Borna, ausgezeichnet´. Aber wenn es zum Spiel kommt, ist Borna nicht da!“

Unruhe im Abstiegskampf, die die Schwaben aktuell alles andere als gebrauchen können, weshalb am es am Mittwoch zum klärenden Gespräch mit Sportvorstand Thomas Hitzlsperger kam. „Wir haben mit Borna gesprochen und ihm klar zu verstehen gegeben, was wir von Spielern des VfB Stuttgart auf und neben dem Platz erwarten“, so Hitzlsperger gegenüber dem „Kicker“. Ob weitere Sanktionen folgen, ließ der Klub offen. Auf der heutigen Spieltagskonferenz äußerte sich Cheftrainer Markus Weinzierl wie folgt: „Solche Aussagen können wir in unserer Situation natürlich nicht gebrauchen. Er hat uns erklärt, dass er missverstanden worden wäre.“ Die Wahrheit werde irgendwo in der Mitte liegen. „Dass sowas nicht mehr vorkommen darf, ist klar. Für mich ist die Angelegenheit damit erledigt.“ Ob Linksverteidiger Sosa am Sonntag im 18er-Kader steht, ließ er offen.

Wer ersetzt Santiago Ascacibar?

Gegen Frankfurt wird es wie so oft im Abstiegskampf auf Leidenschaft und Aggressivität ankommen. Zwei Komponenten, die Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar lebt wie kein anderer im VfB-Dress. Doch der Argentinier fehlt am Sonntag aufgrund einer Gelbsperre (10. Gelbe Karte). Erste Alternative wird kein Geringerer als Kapitän Christian Gentner sein, der sich in den vergangenen Spielen nur auf der Ersatzbank wiederfand. Doch festlegen will sich Weinzierl noch nicht. „Wir haben da mehrere Optionen. Gentner, Aogo, Thommy oder Didavi“, so der Trainer gegenüber den Medienvertretern auf der obligatorischen Pressekonferenz.

„Nicht nur verteidigen!“

Die Eintracht bezeichnete Coach Weinzierl derweil als eine „Spitzenmannschaft. Sie haben eine brutale Qualität in der Offensive“, die es zu bremsen gelte – ohne den Fokus auf die eigene Offensive zu verlieren. Seine Mannschaft brauche mehr Ballbesitzphasen, so Weinzierl, der womöglich auch mit einem Auge auf die Konkurrenz schielen wird. Hannover 96 spielt daheim gegen Schalke 04, Nürnberg empfängt Augsburg.

Ein Bericht von Luis Rewwer (BA-SJ-12-H-VZ) Sportlehrredaktion I


Schlagworte: FHM Hannover, Fußball Bundesliga, Sportjournalismus, VfB Stuttgart

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Datum: 29. März 2019
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