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Zebras noch im Sommerschlaf – dunkle Wolken über der Wedau

Die Bilanz nach Spieltag drei ist ernüchternd. Der MSV Duisburg steht weiterhin ohne Punkte auf dem Abstiegsplatz der 2. Bundesliga. Die Tordifferenz von -6 verdeutlicht die Leistung. Ist die Mannschaft mit der Doppelbelastung aus DFB-Pokal und Ligaalltag überfordert?

Veröffentlicht am 27. August 2018 von

Während die 1. Bundesliga dieses Wochenende in die neue Saison startet, bestritt der MSV Duisburg an diesem Freitag bereits das dritte Spiel der Saison 18/19. Nach einem schwachen Saisonstart seht der MSV aktuell auf Platz 18, dem Abstiegsplatz, und das ohne Punkt und Tore, jedoch mit bereits sechs Gegentreffern. Diese Bilanz ist ernüchternd.

Nach dem Spiel in Darmstadt vergangenen Freitag äußerte sich Cheftrainer Ilia Gruev in der Mixed-Zone mehr als unzufrieden über seine Zebras: „Was mich ärgert, sind die Tore und dass wir unsere Chancen nicht nutzen. Das erste Tor müssen wir besser verteidigen und danach haben wir die Ordnung verloren.“ 

Déjà-vu: Erinnerungen an die vergangene Saison

Bereits in der vergangenen Saison hatten die Zebras eine lange Durststrecke. Schon damals wartete man ganze fünf Spieltage in Folge vergeblich auf einen Sieg, und das kurz vor Saisonende. Als fünftstärkste Auswärtsmannschaft und nach einem zwischenzeitlichen vierten Platz musste der MSV am Ende noch um den Klassenerhalt bangen. Erst durch einen Doppelpack von Kevin Wolze gegen Erzgebirge Aue konnte damals aufgeatmet werden.

Abgang von wichtigen Leistungsträgern 

Immer wieder macht den Zebras das enge Budget zu schaffen. Nach dem Zwangsabstieg aus der zweiten Liga und dem Lizenzentzug im Jahr 2013 ist die finanzielle Lage längst nicht entspannt.

Der Verkauf von Mark Flekken an den SC Freiburg spielte zwar 800.000 Euro in die Kasse, allerdings verließen außer Leistungsträger Flekken noch neun weitere Spieler die Wedau. Branimir Bajic, ebenfalls ein wichtiger Mann der Zebras, verabschiedete sich ins Karriereende, Mittelstürmer Kingsley Onuegbu wechselte zum zypriotischen Verein Nea Salamis Famagusta und Linksverteidiger Dan-Patrick Poggenberg spielt in der neuen Saison in der dritten Liga für die SG Sonnenhof Großaspach. Außer Mark Flekken wechselten alle Spieler ablösefrei zum neuen Verein. Das bedeutete für die Zebras ein großes Loch, jedoch nicht viel Geld, um es wieder zu füllen.

Doppelbelastung durch DFB-Pokal

Wettbewerbe wie der DFB-Pokal sind für Vereine wie den MSV Duisburg Fluch und Segen zugleich. Immerhin gibt es für eine Erstrundenteilnahme 166.000 Euro.

Flog man in der vergangenen Saison in der ersten Runde noch gegen den späteren Erstligaaufsteiger Nürnberg raus, so konnte man das diese Saison verhindern. Zugegebenermaßen hatte man dieses Mal mit dem TuS Dassendorf einen leichteren Gegner zugelost bekommen, den die Zebras mit einem souveränen 0:1-Auswärtssieg bezwangen.

Am gestrigen Sonntag wurde der Gegner für die zweite Runde des DFB-Pokals ausgelost. Wo sich letzte Saison nach dem Erstrundenaus auf die Liga konzentriert werden konnte, haben die Zebras dieses Mal eine Doppelbelastung. Ob der MSV dieser gewachsen ist, wird sich spätestens Ende Oktober beim Spiel gegen Arminia Bielefeld zeigen.

Blick nach vorne

Was dem MSV Duisburg bleibt, ist der Blick nach vorne und viel harte Arbeit. Beim Heimspiel gegen Greuther Fürth am kommenden Wochenende müssen Punkte her. Die Zebras müssen gegen den aktuell Sechstplatzierten die Offensive stark halten und mit einer stabilen Defensive den von Fürth frisch verpflichteten Stürmer Keita-Ruel unter Kontrolle bekommen. Offensivspieler Moritz Stoppelkamp blieb nach der Darmstadtniederlage dennoch zuversichtlich: „Es muss weitergehen. Wir wissen alle, dass wir uns den Start ganz anders vorgestellt haben. Wir dürfen nach dem ersten Tor nicht so zusammenbrechen. Es ist einfach ärgerlich. Wir werden den Kopf oben behalten. Letztes Jahr hatten wir im März eine schwarze Serie, jetzt haben wir sie im August. Aber auch aus dieser Phase werden wir es zusammen als Mannschaft schaffen.“

Doch wo geht es für die Zebras diese Saison hin, wozu wird es reichen? Wir haben uns bei den Fans des MSV umgehört.

 

Ein Beitrag von Frauke Hättig aus dem Studiengang BA-SJ-07-K-VZ

Geschrieben am 27. August 2018


Schlagworte: 2. Bundesliga, Fußball, MSV Duisburg, Saisonstart, Zebras

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Datum: 27. August 2018
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