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Arminia vor schwierigem Auswärtsspiel in Fürth

Wenn Fürth und Bielefeld am kommenden Sonntag (31.03) nach zweiwöchiger Länderspielpause aufeinander treffen, darf man gespannt sein, wer sich der Abstiegssorgen entledigt. DSC-Coach Uwe Neuhaus muss derweil auf den gelbgesperrten Brian Behrendt und den angeschlagenen Färinger Flügelstürmer Jóan Símun Edmundsson verzichten.

Veröffentlicht am 29. März 2019 von

Arminia kann mit 7 Punkten aus den letzten 5 Spielen selbstbewusst die Aufgabe in Fürth bestreiten. 34 Punkte bedeuten Platz 10 in der Tabelle mit einem Polster von 9 Punkten auf den Relegationsplatz 16.  Der kommende Gastgeber aus dem Frankenland konnte durch das neu eingestellte Trainerteam um Ex-Armine Andre Mijatovic und dem ehemaligen Ingolstädter Stefan Leitl eine bis dato ebenfalls gelungene Rückrunde bestreiten.

 „Clubsau und Co-Kläger“

Mit nun 32 Zählern aus 25 Spielen stehen die Fürther im gesicherten Mittelfeld und befinden sich auf Schlagdistanz zu der Arminia. Dennoch gab es zuletzt Unruhe, da sich Fans mit Spruchbändern im letzten Heimspiel gegen den MSV Duisburg kritisch gegenüber Andre Mijatovic und Stefan Leitl äußerten: „Mit Clubsau und Co-Kläger schafft man keine Identifikation“. So nahmen die Fürther Fans den Wechsel von Stefan Leitl zum ungeliebten Nachbarn, den 1.FC Nürnberg übel und wetterten zudem gegen André Mijatovic, der 2007 gegen seinen Arbeitgeber Greuther Fürth klagte, nachdem der Verein seinen auslaufenden Vertrag mit ihm per einseitiger Option bis 2008 verlängerte. Mijatovic wollte unbedingt in der 1.Liga spielen und konnte nach erfolgreicher Klage dann doch zum DSC Arminia Bielefeld wechseln.

„Privat wie sportlich haben wir uns richtig wohlgefühlt in Bielefeld.“

Von 2007 bis 2010 absolvierte der kroatische Hüne 77 Pflichtspiele in der 1. Und 2. Bundesliga, erlebte eine privat sehr schöne Zeit in Bielefeld, die mit der Geburt seiner zwei Söhne in besonderer Erinnerung bleibt. „Und auch sportlich war es die beste Zeit, die ich in meiner Profikarriere in Deutschland hatte“, sagt er rückblickend: „Privat wie sportlich haben wir uns richtig wohlgefühlt in Bielefeld.“ Zudem besteht noch der Kontakt zu ehemaligen Mitspielern, wie Markus Schuler oder Arthur Wichniarek. Am Wochenende freut er sich auf ein Wiedersehen mit den Betreuern Rainer Schonz und Dirk Westerhold sowie Physiotherapeut Michael Schweika.

„Noch kein Ende des Entwicklungsprozesses“

Ganz anders hat Uwe Neuhaus seinen Start vor 4 Monaten bei der Arminia erlebt: aus den 10 Pflichtspielen unter seiner Regie holte der DSC 6 Siege, 1 Unentschieden und lediglich 3 Niederlagen. Er vollzog den erfolgreichen Systemwechsel von einem klassischen 4-4-2 System, welches unter Ex-Trainer Saibene noch praktiziert wurde, zu einem offensiver ausgerichteten 4-3-3 System. Seine Mannschaft stellte am 30.01. in Dresden erstmalig unter Beweis, dass man selbst einen 3:1 Rückstand noch in einen Sieg (3:4) ummünzen konnte. Der Coach sieht jedoch noch lange kein Ende der sportlichen Entwicklung.  Er mahnte kürzlich zu „ein bisschen mehr Geduld“. Schließlich sei der Entwicklungsprozess „noch nicht zu Ende und wird uns noch länger begleiten. Es wird uns wahrscheinlich nie in Perfektion gelingen, und wir werden auch nicht jedes Spiel gewinnen“, so Neuhaus. Zudem meinte der 59-jährige, dass es auch normal sei, ein schwächeres Spiel dazwischen zu haben. Die zweite Liga gelte schließlich qualitativ als äußerst ausgeglichen. Positiv merkte er an, dass die Mannschaft in der Wintervorbereitung eine hohe Bereitschaft gezeigt hätte, schnell „neue Dinge aufzunehmen und umzusetzen.

Die aktuell gute sportliche Verfassung der Arminia hatte sich zudem jüngst im Testspiel gegen den akut abstiegsbedrohten Hannoverschen Sportverein bemerkbar gemacht. Das 5:0 vom vergangenen Freitag wird der DSC Offensive zusätzliches Selbstvertrauen gebracht haben, so konnte sich vor allem Keanu Staude per Doppelpack wieder in den Vordergrund schießen. Den gesperrten Behrendt soll Routinier Stephan Salger in der Innenverteidigung ersetzen. Für Edmundsson wird aller Voraussicht nach Jonathan Clauss auflaufen.

Das Hinspiel zwischen beiden Mannschaften endete 2:3 für die Fürther, nach einer 2:0 Halbzeitführung für die Ostwestfalen.

 

Tobias Oberwittler, Sportjournalismus & Sportmarketing (SJ-BA-12)


Schlagworte: 2. Bundesliga, 2. Liga, Arminia Bielefeld, Bundesliga, Fußball, Greuther Fürth, Sport, SpVgg Greuther Fürth

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Datum: 29. März 2019
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