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Das Duell der Befreundeten

Hannover 96 und der DSC Arminia Bielefeld – beide Vereine verbindet eine jahrelange Fanfreundschaft. Diese wird allerdings am Samstag (13 Uhr) für 90 Minuten ruhen: 96 kämpft um den ersten Heimsieg, die Arminia möchte weiterhin ungeschlagen bleiben.

Veröffentlicht am 13. September 2019 von

(Hannover). Fünf Punkte nach fünf Spieltagen sind definitiv zu wenig für die eigenen Ansprüche bei den Roten. Mit den Niederlagen gegen Stuttgart (1:2) und beim Hamburger Sport-Verein (0:3) war bereits im Vorfeld zu rechnen. Doch nur zwei magere Punkte in den Heimspielen gegen den SSV Jahn Regensburg (1:1) und die Spielvereinigung Greuther Fürth (1:1) sind zu wenig. Von daher wird es Zeit für die Slomka-Elf, endlich den ersten Heimsieg zu feiern. „Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir wollen hinten unbedingt zu null spielen und auf dem Platz endlich dominant auftreten“, sagt Slomka auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Die nächste Gelegenheit dazu bietet das Spiel am Samstag gegen die Arminia aus Bielefeld. Wenn erneut kein Sieg gelingt, dürften die Pläne, oben in der Tabelle mitzuspielen, sich wohl erst einmal zerschlagen.

Aogo und Stendera für mehr Stabilität im Mittelfeld

Am letzten Tag des Transferfensters wurde 96 nochmals auf dem Transfermarkt tätig: Sportdirektor Jan Schlaudraff konnte Marc Stendera und Dennis Aogo verpflichten. Nachdem in den ersten Spielen der neuen Saison recht deutlich wurde, dass es dem Mittelfeld an Kreativität fehlt, sollten – wenn möglich – Verstärkungen her. Aogo und Stendera wechseln ablösefrei an die Leine. Dennis Aogo spielte im letzten Jahr noch für den Mitabsteiger VfB Stuttgart, sein Vertrag wurde allerdings nicht verlängert. Der 32-jährige mehrfache deutsche Nationalspieler soll dem zentralen Mittelfeld mit seiner Erfahrung mehr Stabilität bieten. Ob der Neuzugang schon am Samstag sein Debüt feiert, ist allerdings fraglich, da er aufgrund einer Magen-Darm-Infektion am Mittwoch und Donnerstag nicht trainieren konnte. Etwas weiter vorne, auf der Achterposition, soll Marc Stendera dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Der Ex-Frankfurter gilt allerdings als verletzungsanfällig. Das ist einer der Gründe, weshalb er bei der Eintracht keine Berücksichtigung mehr gefunden hat.

Was geschieht mit den Kapitänen Bakalorz und Prib?

Durch die zwei Neuverpflichtungen wird die Luft enger für Marvin Bakalorz und Edgar Prib. Beide wussten in den bisherigen Saisonspielen nicht zu überzeugen, weshalb ihnen nun ein Platz auf der Bank droht. Insbesondere Marvin Bakalorz, der vor der Saison seinen Vertrag verlängert hat, steckt in einer Formkrise. In den letzten beiden Spielen gegen Greuther Fürth und gegen den HSV wurde er wegen schwacher Leistung nach 45 beziehungsweise 60 Minuten ausgewechselt. Möglich, dass Marc Stendera für den 96-Captain startet. Und Edgar Prib? Zwar spielte der 29-jährige etwas besser als Bakalorz, wusste bisher jedoch auch nicht zu überzeugen. Wenn Aogo bis Samstag fit sein sollte, könnte er Prib ersetzen.
Maina und Jung fehlen weiterhin
Wie Mirko Slomka auf der üblichen Pressekonferenz am Freitagmittag mitteilte, werden Linton Maina (Adduktorenreizung) sowie Sebastian Jung (Adduktorenzerrung) weiterhin nicht zum Kader dazugehören. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen wird Nachwuchsstürmer Sebastian Soto, der krank von der Nationalmannschaftsreise mit der USA zurückgekehrt ist (eitrige Mandelentzündung). Hinter Dennis Aogo steht noch ein Fragezeichen (Magen-Darm-Infekt). Eine sehr erfreuliche Nachricht gab es noch zu verkünden: Innenverteidiger Timo Hübers ist nach überstandenem Kreuzbandriss wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen.

Der Gegner: Ostwestfalen noch ungeschlagen

Arminia Bielefeld steht aktuell auf dem fünften Tabellenplatz der zweiten Liga. Nach fünf Spieltagen ist der DSC noch ungeschlagen. Vor allem in der Offensive zeigt sich die Mannschaft von Uwe Neuhaus in einer guten Frühform: Mit zwölf Treffern stellt die Arminia die zweitstärkste Offensive der Liga dar. Allen voran muss die 96-Defensive die Sturmhünen Fabian Klos und Andreas Voglsammer in den Griff bekommen. Die beiden Stürmer waren an neun der bisherigen Arminia-Tore direkt beteiligt. Coach Neuhaus weiß jedoch, dass Hannover als Favorit in das Spiel gehen wird. „Trotz der Tabellenkonstellation bleiben die 96er ein Aufstiegskandidat“, sagt der 59-jährige über Hannover 96.

 

Ein Bericht von Jannik Meyer (Sportlehrredaktion I/Sportjournalismus & Sportmarketing BA-SJ-12-H-VZ)


Schlagworte: 2. Bundesliga, Aogo, Arminia Bielefeld, Bakalorz, Befreundetenduell, Hannover 96, Jannik Meyer, Prib, Slomka, Stendera

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Datum: 13. September 2019
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